Senatskoordinatorin Blumenthal: „Pflegende Angehörige brauchen mehr Öffentlichkeit“

Es ist in Hamburg wie auch bundesweit an der Tagesordnung, dass sich vor allem Familienmitglieder um pflegebedürftige Angehörige kümmern. Oftmals sind es die Ehefrauen, die ihre pflegebedürftigen Männer, Eltern oder Schwiegereltern oder schwerbehinderten Kinder in vielen Fällen selber und aufopferungsvoll pflegen.

Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen – Pflege von Angehörigen – FHH

Die Beispiele für die Pflege von Angehörigen sind vielfältig. Oft über Monate, Jahre oder sogar Jahrzehnte hinweg kümmern sich Familienmitglieder und Freunde rund um die Uhr um ihre pflegebedürftigen Angehörigen.

Antje Blumenthal, Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen Antje Blumenthal, Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen

Die Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen, Antje Blumenthal, plädiert dafür, dass auch die Helfer mitunter Hilfe benötigen! Die Auswirkungen der Pflege können erheblich sein: Nachhaltige Beeinträchtigungen von Gesundheit und Lebensqualität, soziale Isolation sowie finanzielle Probleme sind oft die Folgen.

„Pflegende Angehörige brauchen mehr Öffentlichkeit“, ist sich die Senatskoordinatorin sicher und weist darauf hin, dass der AOK-Bundesverband in Kooperation mit der Ärztekammer Berlin und der AOK Berlin-Brandenburg zum 15. Mal den „Berliner Gesundheitspreis 2010“ ausloben wird. In diesem Jahr stehen die „pflegenden Angehörigen“ im Fokus des mit 50.000 Euro dotierten Preises.

Es werden Gruppen, Institutionen oder Verbände zum Mitmachen aufgerufen, die mit innovativen Ideen, praxiserprobten Projekten, Modellen oder zukunftsweisenden Versorgungskonzepten dazu beitragen können, die Qualität sowie Wirtschaftlichkeit im Pflegebereich verbessern.

Antje Blumenthal möchte alle Hamburger Initiativen, Gruppen und Verbände aus dem Umfeld behinderter Menschen ermutigen, sich an diesem Wettbewerb zu beteiligen.

Logo: Berliner Gesundheitspreis 2010

„Es würde mich freuen, wenn sich zahlreiche Hamburger Träger, Gruppen sowie Institutionen an dem Wettbewerb beteiligen. Ich habe den Eindruck, dass es hier in Hamburg eine Vielzahl an Konzepten gibt, die prämierenswert wären“, so die Senatskoordinatorin weiter.

Nähere Informationen zur Teilnahme am Berliner Gesundheitspreis 2010 erhalten Sie auf dieser Internetseite: www.aok-bv.de/aok/berlinergesundheitspreis/


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Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen

SKBM