Gemeinsam besser arbeiten

Das Integrationsamt lobt Prämien für Betriebe aus, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderungen vorbildlich eingliedern.

Ein Mann zieht einen langen Hebel einer Maschine herunter

Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen – Gemeinsam besser arbeiten – FHH


Logo: Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen

Ein Baustein zu einem erfolgreichen Miteinander von behinderten und nichtbehinderten Menschen ist das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM). Mit der Verleihung von Prämien sollen nun Betriebe und Unternehmen ausgezeichnet werden, die das betriebliche Eingliederungsmanagement sehr engagiert betreiben. Bis zu 10.000 Euro sind pro Unternehmen möglich.

Die Grundlage für das betriebliche Eingliederungsmanagement legt § 84 im neunten Sozialgesetzbuch (SGB IX). Sinn des BEM ist zum einen, bei ersten Anzeichen mit Präventionsmaßnahmen einer möglichen Arbeitsunfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorzubeugen. Zum anderen soll es Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit körperlichen Einschränkungen durch gezielte Hilfen und Leistungen möglich gemacht werden, ihren Wunschberuf auszuüben beziehungsweise nach schwerer Krankheit oder einem Unfall weiter ihrer gelernten Tätigkeit nachgehen zu können.

„Ich weiß, dass viele Betriebe und Unternehmen in Hamburg schon jetzt sehr vorbildlich im Bereich des betrieblichen Eingliederungsmanagements tätig sind“, sagt Sozialsenator Dietrich Wersich. „Sie zeigen damit, dass Menschen mit Behinderungen erfolgreich in Arbeitsprozesse integriert werden können – wenn man es richtig anstellt. Dieses Engagement für die Eingliederung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit einem Handicap ist enorm wichtig, deshalb wollen wir das BEM weiter fördern und schreiben jetzt diese Prämien aus.“

„Ich bin davon überzeugt, dass diese Prämierung viele erfolgreiche Beispiele in die Öffentlichkeit tragen wird“, sagt Antje Blumenthal, Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen in Hamburg. „Eine Öffentlichkeit, von der die behinderten Menschen in unserer Stadt profitieren. Diese Prämierung wird aber auch zeigen, wie viel hier in den vergangenen Jahren Positives auf den Weg gebracht worden ist. Deshalb möchte ich Sie herzlich dazu aufrufen, sich für die Prämie zur Einführung des Betrieblichen Eingliederungsmanagements zu bewerben.“

Voraussetzung für Betriebe und Unternehmen, die sich für eine der Prämien bewerben, ist neben dem außerordentlichen Engagement im Eingliederungsmanagement zum Beispiel, dass sie die Beschäftigungsquote für Schwerbehinderte von fünf Prozent erfüllt haben oder aber spürbare Maßnahmen zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen ergreifen. Für die Bewerbung ist außerdem wichtig, dass die Betriebe und Unternehmen ihr BEM immer wieder einer kritischen Beobachtung unterziehen und die Maßnahmen weiter verbessern.

Bewerbungsschluss ist am 30. September, alle Informationen zu den Anforderungen für die Vergabe der Prämien sind im Internet auf der Seite des Integrationsamtes zu finden – www.hamburg.de/integrationsamt.

Welche Betriebe und Unternehmen letztlich mit einer Prämie bedacht werden, entscheidet der Beratende Ausschuss für behinderte Menschen beim Integrationsamt in Abstimmung mit der Senatskoordinatorin für behinderte Menschen in Hamburg. Der Beratende Ausschuss kann bis zu drei prämierungswürdige Betriebe oder Unternehmen bestimmen. Dabei werden die eingereichten Unterlagen zur Umsetzung des BEM und die daraus resultierenden positiven Ergebnisse verglichen. Es werden im Einzelfall Prämien in Höhe von bis zu 10.000 Euro vergeben.


Kontakt

Julia Seifert

Pressesprecherin Soziales und Familie

Pressestelle der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration
Hamburger Straße 47
22083 Hamburg
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