Preisverleihung Gemeinsam lernen, mit und ohne Behinderung: Verleihung des Jakob-Muth-Preises in der Erich Kästner Schule in Hamburg Farmsen

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Am 23. Januar 2014 wurde zum fünften Mal der Jakob-Muth-Preis in 2014 an insgesamt drei Schulen aus Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sowie einen Verbund aus Schleswig-Holstein verliehen. Der Preis ist nach dem Pädagogen Jakob Muth (1927–1993) benannt, der sich früh für ein gemeinsames Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung eingesetzt hat.

Die Gewinner des Jakob Muth-Preises 2014 gemeinsam mit der Jury Die Gewinner des Jakob Muth-Preises 2014 gemeinsam mit der Jury

Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen – Jakob-Muth-Preis – FHH

Mit der Auszeichnung werden Schulen geehrt, die in vorbildhafter Weise inklusiven Unterricht anbieten. Die Einzelschulen erhalten ein Preisgeld von 3.000 Euro, der Verbund 5.000 Euro. Der Preis wird von der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Verena Bentele, der Bertelsmann Stiftung, der Sinn-Stiftung und von der Deutschen UNESCO-Kommission verliehen.

Logo: Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen

Die Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen, Ingrid Körner, zur Auszeichnung der Erich Kästner Schule: „Ich freue mich ganz besonders über diese Auszeichnung für die Hamburger Schule in Farmsen. An dieser Schule ist das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung selbstverständlich und Vielfalt wird in ihrer ursprünglichen Bedeutung als Reichtum gefördert und gelebt.“

Die Gewinner der „Erich Kästner Schule“ mit Dr. Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung, und Ties Rabe, Hamburgs Senator für Schule und Berufsbildung Die Gewinner der „Erich Kästner Schule“ mit Dr. Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung, und Ties Rabe, Hamburgs Senator für Schule und Berufsbildung

In der Erich-Kästner-Schule spielt bereits seit 1991 der inklusive Unterricht eine wesentliche Rolle. Inzwischen bieten 39 von 50 Klassen inklusiven Unterricht an. Die Grundidee der Schule ist, dass jedes Kind mit Förderbedarf genauso selbstverständlich bei allem mitmacht wie andere Kinder auch, sei es in Gremien oder in den unterschiedlichen Unterrichtsfächern. „So viel gemeinsames Lernen wie möglich – so viel Einzel- und Kleingruppenarbeit wie nötig“, ist der Leitgedanke. So erhält zum Beispiel jedes Kind Musikunterricht mit JeKi (Jedem Kind ein Instrument). Wer besonderes Interesse daran hat, kann auch über den Anfangsunterricht hinaus weiter machen. Diese Kinder werden dann jedoch nicht in einer Klasse gemeinsam unterrichtet. Ganz bewusst werden sie auf alle Klassen verteilt, damit Vielfalt wirklich überall sicht- und erlebbar ist.

Möglich wird dieses Konzept durch ein Team aus Regelschullehrern, Sonderpädagogen sowie Sozialpädagogen und Erzieher. Sie engagieren sich in hohem Maß für einen gelungen Unterricht und achten zusätzlich darauf, dass die Schülerinnen und Schüler in besonderen Räumen ihren Bedürfnissen nach Ruhe, Neugier, Wut etc. nachkommen können. Der Erfolg bestätigt ihr Konzept: Über 70 % der Schüler mit Förderschwerpunkt Lernen erreichen den Hauptschulabschluss, an Hamburger Förderschulen sind es durchschnittlich 18 %. Außerdem werden 40 % der Kinder in die gymnasiale Oberstufe versetzt, obwohl nur 7 % eine Empfehlung erhalten hatten.

Ingrid Körner: “Ich wünsche mir, dass dieses Konzept noch in möglichst vielen Schulen umgesetzt wird und gratuliere der Erich Kästner Schule sehr herzlich zu ihrem beeindruckenden Erfolg!“


 

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