festliche Preisverleihung Verleihung des Hamburger Inklusionspreises 2014

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Am 29.10.2014 fand auf Einladung des Sozialsenators Detlef Scheele im festlichen Saal des Hamburger Rathauses die Verleihung des Hamburger Inklusionspreises 2014 - für Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung statt. Die Auszeichnung wurde von der Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen, Frau Ingrid Körner in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft der Schwerbehindertenvertretungen in der Hamburger Wirtschaft, dem stellvertretenden Vorsitzenden Herrn Jürgen Ehlers, vergeben.

Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen – Inklusionspreis 2014 – FHH

Im Saal herrschte gespannte Erwartung als der Senator vor zahlreichen Gästen aus Politik, Verbänden und Wirtschaft die Begrüßungsrede hielt. Denn die Preisträger wurden erst während des Senatsempfangs bekannt gegeben. In seiner Rede hob der Senator hervor, dass der vor dem Inklusionspreis mehrfach vergebene Hamburger Integrationspreis nicht einfach nur umbenannt wurde. Vielmehr werden mit dem Hamburger Inklusionspreis 2014 Unternehmen ausgezeichnet, die vorbildlich Menschen mit und ohne Behinderung zusammen und auf Augenhöhe  ausbilden bzw. beschäftigen. Des Weiteren machte der Senator auch auf das umfangreiche Angebot seiner Behörde aufmerksam, das Unternehmen beratend und unterstützend zur Verfügung steht, wenn sie sich inklusiv aufstellen wollen. (Grußwort des Senators)

Die Jury (Die Mitglieder mit Foto) hatte sich übereinstimmend darauf geeinigt, zwei Personen zu ehren, die sich in ihrem Arbeitsbereich bzw. Unternehmen ganz besonders und persönlich engagiert und verdient gemacht haben. Es handelte sich zum einen um Frau Johanna Waßmuß, langjährige Pflegedienstleiterin im Max-Brauer-Haus der Alida Schmidt-Stiftung. Sie hat sich mit großem Engagement und sehr viel Zeitaufwand dafür stark gemacht, neue Arbeitsplätze zu schaffen und dafür zwei Menschen mit einer Lernbehinderung einzustellen. Dank ihres unermüdlichen Einsatzes ist es gelungen, das neue Team gut aufzustellen, so dass alle davon profitierten. Frau Waßmuß wurde in einer Laudatio der Senatskoordinatorin gewürdigt. (Laudatio)

Bei der zweiten Person handelt es sich um Herrn Volker Habermehl, der bis vor 15 Jahren einen Handwerksbetrieb mit 15 Angestellten hatte und diesen zugunsten von jungen Menschen mit Beeinträchtigungen zunehmend verkleinerte. Mit viel Herzblut und dem festen Glauben daran, dass vor allem eine Wertschätzung der Person die Grundlage für einen Lernerfolg schafft, brachte Herr Habermehl zahlreichen Auszubildenden mit und ohne Behinderung fachliches Wissen bei und unterstützte sie vor allem beim Reifungsprozess zu einem verantwortungsbewussten Menschen. Jürgen Ehlers wünschte sich in seiner Laudatio viele so engagierte Menschen wie Herrn Habermehl. (Laudatio)


Nach der Ehrung dieser Einzelpersonen wurden die beiden gleichwertigen Preisträger gewürdigt, die die Jury unter 29 Bewerberinnen und Bewerber ausgewählt hatte. Keine leichte Aufgabe wie Eveline von Hoffmann, Arbeitsgerichtspräsidentin und Sprecherin der Jury, in ihrer Begrüßung zugab (Redebeitrag der Jury). Unter den Bewerbungen fand sich ein breites Spektrum unterschiedlicher inklusiver Aktivitäten, die eigentlich alle preiswürdig waren.

Ausgewählt wurden letztendlich zwei Unternehmen, die seit vielen Jahren unbefristete Arbeitsplätze für Menschen mit und ohne Behinderung anbieten. Es handelt sich zum einen um das Privathotel Baseler Hof, dass besonders die soziale Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie ihr Wohlergehen im Blick hat wie Laudator und Jury-Mitglied Sönke Fock, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, in seiner Würdigung hervorhob. Das Personal wird unabhängig von einer etwaigen Behinderung, genau an dem Arbeitsplatz eingesetzt, an dem die Fähigkeiten des Einzelnen am besten zum Tragen kommen. (Laudatio)

Das andere Unternehmen heißt Fahrzeugrein DABELSTEIN. Ausgezeichnet wurde die Unternehmensgründerin Melanie Dabelstein für ihr beispielloses Engagement hörende und gehörlose Menschen gemeinsam zu beschäftigen. Bereits mit dieser Absicht hatte sie ihr Unternehmen vor 15 Jahren gegründet. Besonders beeindruckt zeigte sich Laudatorin  Kristina Tröger, Landesvorsitzende Verband  deutscher Unternehmerinnen HH/SH darüber, dass Frau Dabelstein ihre Erfahrungen als Kind einer gehörlosen Mutter dafür nutzt, um ihren Mitarbeitern und Kunden eine unkomplizierte Kommunikation zu ermöglichen. (Laudatio)

Die Atmosphäre beim feierlichen Festakt machte es deutlich: die Menschen waren gut gelaunt, freuten sich mit den Ausgezeichneten und genossen beim anschließenden Empfang das leckere Catering vom Café MaxB, einem Betrieb, der seit Jahren Menschen mit und ohne Behinderung selbstverständlich ausbildet und beschäftigt. Für Überraschung sorgte die Musik von Mischa Gohlke & Band. Mischa Gohlke spielt Gitarre, obwohl er seit seiner Geburt nahezu gehörlos ist. Abgerundet wurde der Inklusive Senatsempfang durch Gebärdensprach- und Schriftdolmetscherinnen sowie dem Programmzettel in Schwarz- und Brailleschrift.

 

Mitglieder der Jury:

  • Sönke Fock, Vorsitzender der Geschäftsführung Agentur für Arbeit Hamburg
  • Eveline von Hoffmann, Präsidentin des Arbeitsgerichtes
  • Dr. Georg Mecke, Vice President Site Management Hamburg and External Affairs bei Airbus Operations GmbH
  • Brigitte Ritter, Referatsleiterin im Integrationsamt der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration 
  • Patrik Schwarz, Geschäftsführender Redakteur „Die ZEIT“
  • Dr. Dirck Süß, Geschäftsführer, Leiter des Geschäftsbereichs Wirtschaftspolitik der Handelskammer Hamburg
  • Kristina Tröger, Landesvorsitzende Verband deutscher Unternehmerinnen Hamburg/Schleswig-Holstein
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