Erster Fachtag "Zu exklusiv für Inklusion?" Autistische Menschen: Wie Inklusion gelingen kann

Gemeinsame Presseerklärung der autWorker eG, der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein AG (VHH) und der Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen der Freien und Hansestadt Hamburg. – Erster Fachtag „Zu exklusiv für Inklusion? - autistische Menschen und der Arbeitsmarkt“ am 22. April 2015 in Hamburg.

Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen – Autistische Menschen: Wie Inklusion gelingen kann – FHH

Logo: Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen

„Die autWorker eG bringt zusammen was zusammengehört und wünscht sich mehr Unterstützung für die Inklusion autistischer Menschen in den ersten Arbeitsmarkt“ (Hajo Seng, Vorstand autWorker eG)
Am 22. April 2015 kamen über 100 Menschen aus dem autistischen Spektrum und Angehörige aus Institutionen wie Berufsbildungswerken, Integrationsfachdiensten und Arbeitsagenturen, sowie aus Unternehmen, wie der VHH AG, dem Deutschen Roten Kreuz, SAP, auticon und Specialisterne zum Fachtag „Zu exklusiv für Inklusion?“ in Hamburg zusammen. Dieser diente dem Austausch über erfolgreiche Wege der Integration von autistischen Menschen in den ersten Arbeitsmarkt. Im Mittelpunkt der Tagung standen konkrete Erfahrungen von Autisten, Institutionen und Unternehmen. Hajo Seng, Vorstand der autWorker eG, betonte in seiner Einführung: „Es ist wichtig, Erfahrungen sprechen zu lassen, weil wir über sie das meiste lernen.“

In Ihrem einleitenden Grußwort forderte Ingrid Körner, Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen der Freien und Hansestadt Hamburg: „Wir brauchen kreative und innovative Lösungen, sowie ein Miteinander auf Augenhöhe.“ Diesen innovativen Weg ging die VHH AG im vergangenen Jahr und stellte zwei Menschen mit autistischem Hintergrund ein. In diesem Sommer beginnt ein autistischer Auszubildender die Ausbildung als „Kaufmann für Verkehrsservice“. Basierend darauf betonte Thoralf Müller, Vorstand der VHH AG, in seinem Grußwort: „Wir haben uns auf das Experiment mit Autisten eingelassen und sind den Weg gegangen, weil es die Sicherheit durch die autWorker eG und die Hamburger Arbeitsassistenz gibt und weil wir die Möglichkeit zu lernen haben.“

Aus den Erfahrungsberichten autistischer Menschen wurde deutlich, dass die Zugangsbarrieren zum Arbeitsmarkt unabhängig vom Bildungsgrad bestehen und Eingliederungsmaßnahmen autistische Menschen oft nicht erreichen. „Ich habe nicht in die gängigen Förderprogramme gepasst", so Imke Heuer, Anglistin und zugleich Autistin. Die Erfahrungsberichte aus den Institutionen zeigten auf, dass die Eingliederungshilfen und die dahinterstehenden Strukturen zu starr, zu wenig auf die Bedürfnisse autistischer Menschen abgestimmt und völlig unübersichtlich sind. Auch müssten Werkstätten für behinderte Menschen durchlässiger zum ersten Arbeitsmarkt werden. Ingrid Körner warf die Frage auf: „Gelingt es ALLE Menschen mit einzubeziehen und was müssen wir tun, damit es klappt?“ Stefanie Wöste von der Hamburger Handwerkskammer zog das Fazit: „Es gibt einen Irrgarten von Förderungen die kein Mensch mehr versteht. Daher braucht es eine Anlaufstelle wie die autWorker eG für Unternehmen, um Orientierung und Sicherheit zu geben.“

Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen, Osterbekstr. 96, 22083 Hamburg,
www.hamburg.de/skbm

Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein AG, Curslacker Neuer Deich 37, 21029 Hamburg, www.vhhbus.de

autWorker eG, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg, www.autworker.de

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Presse-und Öffentlichkeitsarbeit, Ursula Wermke
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