Pressemeldung Hamburg beim Thema Barrierefreiheit deutlich verbessert

Pressemitteilung der Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen in Hamburg zu den Themen „Barrierefreiheit, Protest behinderter Menschen in Hamburg und Bundesgleichstellungsgesetz“

Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen – Hamburg beim Thema Barrierefreiheit deutlich verbessert – FHH

Logo: Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen
Hamburg hat sich zum Thema Barrierefreiheit im Ranking der fünf größten deutschen Metropolen deutlich verbessert. Auf diese Entwicklung verweist die Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen in Hamburg, Ingrid Körner. Eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact AG im Auftrag der Aktion Mensch habe ergeben, dass die Hansestadt beim Thema Barrierefreiheit den dritten Platz unter den fünf einwohnerstärksten Metropolen Deutschlands belegt. Spitzenreiter sei demnach München, gefolgt von Frankfurt. Hinter Hamburg reihen sich Berlin und Köln. Wie bereits in 2012 wurden Bewohner der fünf Metropolen sowie aus ganz Deutschland aufgefordert, die Barrierefreiheit ihrer Stadt zu bewerten. Demnach konnte sich Hamburg seit der ersten Messung von Platz fünf auf Platz drei verbessern.

„Diese Entwicklung sehe ich als positive Auswirkungen der Maßnahmen zur Barrierefreiheit, die der Senat in den vergangenen Jahren initiiert hat“, so Körner. Darunter fallen vor allem der konsequente Aus- und Umbau der U- und S-Bahnhöfe und die Umsetzung von Barrierefreiheit in der Hafencity sowie die barrierefreie Gestaltung der Elbphilharmonie unter Beteiligung der Senatskoordinatorin, so Körner weiter. Trotzdem gebe es noch viel zu tun in der Hansestadt.

Gerade die Demonstration behinderter Menschen vor dem Rathaus anlässlich des internationalen Protesttages von Menschen mit Behinderung zeige, dass bei weitem noch keine umfassende Barrierefreiheit in der Stadt hergestellt sei. „Ich kann die Proteste der Menschen verstehen und in vielen Fällen nachvollziehen, denn immer noch ist gerade im privaten Bereich Barrierefreiheit keine Verpflichtung“, kritisiert Körner und verweist dabei auch auf das aus Ihrer Sicht unzureichende Bundes- Behindertengleichstellungsgesetz (BGG), das vom Bundestag gerade beschlossen wurde. Dieses verpflichtet zwar die Bundesbehörden und öffentlichen Einrichtungen des Bundes zur Barrierefreiheit, lässt allerdings private Anbieter außen vor. Dies wird seitens der Senatskoordinatorin durchaus kritisch gesehen. „Einerseits ist es gut und notwendig, dass Behörden und Dienststellen für alle Menschen zugänglich – also barrierefrei gestaltet sein müssen, andererseits stoßen Menschen mit unterschiedlichsten Behinderungen im Alltag immer wieder auf unüberwindbare Barrieren. Ob Restaurants, Arztpraxen oder Kinos und Theater, zu häufig werden viele Menschen von einer umfassenden Teilhabe am gesellschaftlichen Leben weiter ausgeschlossen“, so Körner.

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