Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen

Pressemeldung Barrierefreiheit in der Elbphilharmonie

Senatskoordinatorin Ingrid Körner fordert Nachbesserungen im Bereich des Restaurants „Störtebeker“ in der Elbphilharmonie

Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen – Pressemitteilung zur Barrierefreiheit im Bereich des Restaurants „Störtebeker“ in der Elbphilharmonie – FHH

vergrößern Logo: Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen (Bild: SKBM)

„Im Teilbereich der Gastronomie ist die Elbphilharmonie noch nicht ausreichend barrierefrei gestaltet“, so die Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen in Hamburg, Ingrid Körner, nach einer Begehung des Hauses zusammen mit Vertretern des Architektenbüros und der Baufirma Hochtief.

Dies betrifft vor allem den Zugang zum Restaurant „Störtebeker“. Insbesondere Menschen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, können nicht über den offiziellen Eingang ins Restaurant gelangen, sondern müssen an einem verschlossenen Nebeneingang von einem Mitarbeiter der Gastronomie abgeholt werden. Der besondere Weg für Rollstuhlfahrer ist bis jetzt nicht gut ausgeschildert. „In der Planung für den direkten Zugang zur Gastronomie ist die Barrierefreiheit vom Eigentümer des Restaurants für Nutzer von Rollstühlen, Rollatoren und Eltern mit Kinderwagen nicht genügend berücksichtigt worden“, so Körner weiter. Dies könne jetzt leider nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Verbesserungen jedoch sieht Ingrid Körner bei den Themen „Beschilderung“ und „technische Lösungen“, wie z.B. zusätzliche elektrische Türöffner. Hier konnte die Senatskoordinatorin während der Begehung etliche Verbesserungen vorschlagen und deren Umsetzung einfordern. So sollen eindeutige, zusätzliche und gut lesbare Hinweisschilder für Rollstuhlnutzer/innen an verschiedenen Stellen im Haus angebracht werden. Türöffnungssysteme sollen es den Menschen ermöglichen, eigenständig ins Restaurant und zur Toilette für Rollstuhlfahrer zu gelangen.

„Barrierefreiheit bedeutet, dass auch Menschen mit Mobilitätseinschränkungen selbständig und ohne fremde Hilfe die Orte erreichen können, die sie erreichen möchten.“

Noch während der Begehung haben sowohl die Firma Hochtief als auch der Pächter des Restaurants, Julian Münder, zugesagt, entsprechende Maßnahmen umzusetzen und bei technisch größeren Projekten die Umsetzung zu prüfen.

Ingrid Körner: „Ich erwarte eine deutliche Verbesserung der Barrierefreiheit in diesem Bereich. Es wäre nicht nachvollziehbar, wenn auf der einen Seite der öffentliche Teil des Gebäudes mit Eingang, Plaza und Konzertsälen umfänglich barrierefrei gestaltet ist, Menschen mit Behinderung das Restaurant jedoch nur schwer und unter unzumutbaren Bedingungen erreichen können. Ich hoffe, die heute geplanten Verbesserungen können zügig umgesetzt werden!“


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Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen

Presse-und Öffentlichkeitsarbeit, Klaus Becker
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