FAQs Fragen und Antworten

Hier beantworten wir häufig gestellte Fragen zum Projekt.

Fragen und Antworten

Was sind Climate Smart Cities?

Es gibt viele Arten von Smart Cities. Die meisten wollen umweltfreundlicher, technologisch fortschrittlicher, besser vernetzt, effizienter, lebenswerter oder alles zusammen sein. Climate Smart Cities wollen diese Ziele unter besonderer Berücksichtigung der Herausforderung des Klimawandels umsetzen. Der Hintergrund ist einfach: Die meisten Menschen leben heute in Städten, in der EU sind es bereits über 70%. Hier wird viel produziert und konsumiert, aber auch entwickelt, neu gedacht und erfunden. Damit gehören Städte auch zu den größten Emittenten von CO2-Emissionen. Gleichzeitig bedeutet es, dass Städte großes Potenzial für den Klimaschutz bieten. Auf der ganzen Welt werden daher neue Konzepte, Pläne und Ideen entwickelt, um dem vom Menschen verursachten Klimawandel entgegen zu wirken. Climate Smart Cities wollen zu klimagerechten, nachhaltigen und innovativen Städten werden, die die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner ernst nehmen und in eine lebenswerte Zukunft investieren.

Wie kann ich mitmachen?

Sie können auf verschiedene Arten mitmachen. Eine Übersicht finden Sie auf unserer Homepage unter Mitmachen. Zudem wird es eine Reihe von Veranstaltungen geben, zu denen alle Einwohnerinnen und Einwohner von Lokstedt herzlich eingeladen sind. Über die sozialen Medien wie Facebook (@climatesmartcityhamburg) und Twitter (@climate_smartHH) können Sie jederzeit mit uns ins Gespräch kommen, Fragen stellen oder Anregungen geben.

Was passiert mit meinen Daten?

Wir folgen als Forschungsprojekt bei der Verwendung von Daten dem festgelegten Standard sozialwissenschaftlicher Forschung. Konkret bedeutet das, dass wir alle erhobenen Daten für die weitere Auswertung sofort anonymisieren, so dass die Identifikation von Personen grundsätzlich ausgeschlossen ist. Die Daten werden wir  zudem in keinem Fall an Dritte weitergeben.

Was passiert mit den Forschungsergebnissen?

Wir sind ein Projekt mit verschiedenen Partnern. Für die Nutzung der Forschungsergebnisse und Umsetzung der Ideen ist es von besonderem Vorteil, dass sowohl die Bezirksebene (das Bezirksamt Eimsbüttel) als auch die Behörde für Umwelt und Energie (die gesamtstädtische Ebene) an dem Prozess teilnehmen. Für die Ergebnisse bedeutet das, dass gewonnene Erkenntnisse sowohl in die bezirkliche Entwicklung, als auch in die übergeordnete Entwicklung Hamburgs einfließen werden; z.B. in die Fortschreibung des Klimaplans, der festsetzt, wie Hamburg auf den Klimawandel reagiert.

Wer steckt hinter dem Projekt?

Als transdisziplinäres Projekt arbeitet hier die Wissenschaft eng mit der städtischen Verwaltung und der Praxis zusammen.

Leitende Forschungsinstitution ist das Centrum für Globalisierung und Governance der Universität Hamburg (Prof. Dr. Anita Engels, Kerstin Walz)

Bezirklicher Partner ist das Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung des Bezirksamts Eimsbüttel (Jan Philipp Stephan, Svenja Timm)

Die Leitstelle Klimaschutz der Behörde für Umwelt und Energie vertritt die gesamtstädtische Ebene (Dr. Birgit Schiffmann, Ursel Lünsmann-Pielke, N.N.)

Die HafenCity Universität nimmt ergänzend Pioniere des Klimaschutzes in den Blick.  (Prof. Dr. Jörg Knieling, Toya Engel)

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Weitere Praxispartner, die uns von Beginn an begleiten:

  • Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen
  • Die Stadtreinigung Hamburg
  • Der Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.
  • hySolutions GmbH

Wer finanziert das Projekt?

Das dreijährige Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und ist Teil des Themenschwerpunkts „Nachhaltige Transformation urbaner Räume“.

Was bedeutet der Klimawandel für Hamburg?

Klimawandel heißt nicht allein, dass die globale Durchschnittstemperatur ansteigt und es wärmer wird – das wäre für viele Hamburger ja zunächst einmal begrüßenswert. Klimawandel bedeutet auch, dass Extremwetterereignisse wie z.B. Dürren und gerade in Hamburg Überflutungen, Starkregenereignisse und Stürme in größerer Häufigkeit auftreten können.

Die jährlichen Niederschlagsmengen ändern sich nur wenig, die Verteilung über die Jahreszeiten ändert sich aber umso mehr. Um bis zu 40 Prozent kann die Niederschlagsmenge im Winter ansteigen und im Sommer eben so viel abnehmen. Wenn sie im Sommer aber fällt, dann häufiger als Starkregen, mit Überschwemmungen in Folge. Zudem muss man vermehrt mit Hitzeperioden in den Sommermonaten und mit stärkeren Stürmen in Herbst und Winter rechnen. Hamburg wird dabei aufgrund seiner geographischen Lage – eingekesselt zwischen Nordsee und Elbe – sowohl von den steigenden Sturmfluten aus der Nordsee als auch von Überschwemmungsgefahr aus dem Landesinneren betroffen sein. Durch die bauliche Dichte in den Stadtteilen werden die Effekte zudem verstärkt: die Bebauung nimmt die Hitze auf und sie bleibt länger hängen und die Bodenversiegelung sorgt dafür, dass das Regenwasser nicht mehr versickert, so dass Straßen und Keller durch Überflutung gefährdet sind.

Was ist das Projekt Climate Smart City Hamburg | Lokstedt?

Über das Projekt

Warum gerade Lokstedt?

Lokstedt ist wie die Mehrheit urbaner Stadtteile ein Bestandsquartier. D.h. Infrastruktur und Gebäude stammen aus verschiedenen Jahrzehnten und sind fest etabliert. Das bedeutet, dass Erneuerungen hohes CO2-Einsparpotential bieten und Ergebnisse auf viele weitere Stadtteile übertragen werden können – in Hamburg und in anderen Städten.
Zudem stehen in Lokstedt einige infrastrukturelle Anpassungen an, da in den letzten Jahren viel neuer Wohnraum geschaffen wurde. Diese Anpassungen und die zukünftige Stadtteilentwicklung sollen unter klimaschützenden Aspekten geschehen.

Wie lange dauert das Projekt Climate Smart City Hamburg | Lokstedt?

Das Projekt ist auf 3 Jahre angelegt. Es läuft von August 2016 bis Ende Juli 2019.
Außerdem ist es in drei Phasen unterteilt: In der ersten Phase widmen wir uns dem Thema Haushaltsenergie, in der zweiten Phase soll es um Mobilität gehen und in der dritten Phase werden wir uns mit dem Thema Abfallwirtschaft beschäftigen.

Wie bekomme ich weitere Informationen?

Wenn Sie mehr über das Projekt wissen möchten, können Sie sich entweder über die sozialen Netzwerke Facebook und Twitter informieren und austauschen oder Sie wenden sich direkt an uns:
 
Facebook (@climatesmartcityhamburg)
Twitter (@climate_smartHH)
 
Kerstin Walz
Kerstin.walz@wiso.uni-hamburg.de
Universität Hamburg, Centrum für Globalisierung und Governance
 
Svenja Timm
Svenja.timm@eimsbüttel.hamburg.de
Bezirksamt Eimsbüttel, Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung
 
Elke Kruse
Elke.kruse@bue.hamburg.de
Behörde für Umwelt und Energie, Leitstelle Klimaschutz
 
Toya Engel
Toya.engel@hcu-hamburg.de
HafenCity Universität Hamburg
Fachgebiet Stadtplanung und Regionalentwicklung

Wie werden die je 30 Haushalte pro Themenfeld ausgewählt?

Die Auswahl der Haushalte erfolgt zweistufig: Zunächst ziehen wir eine zufällige Stichprobe aus dem Melderegister, die sich an den soziodemografischen Gegebenheiten Lokstedts in Bezug auf Alter, Geschlecht und Nationalitätszugehörigkeiten orientiert. Zudem soll sich die Auswahl auch räumlich gleichmäßig über den gesamten Stadtteil verteilen (aus jeder Straße wird mindestens ein Haushalt ausgewählt). Alle ausgewählten Haushalte werden angeschrieben und gebeten, sich zu melden. Die Personen, die sich hierbei zurückmelden, werden befragt. Unter den Personen, die sich – z.B. aus echtem Interesse heraus – von selbst bei uns melden, sind bestimmte Gruppen unterrepräsentiert. Daher wird im Anschluss so lange systematisch ergänzt, bis sich die Gruppe der Befragten hinreichend unterschiedlich zusammensetzt. Die Unterschiede sollen sich dabei auf das Alter, das Geschlecht, den sozioökonomischen Hintergrund sowie auf die Art der Wohnsituation (familiäre Wohnsituation, Eigentumsverhältnisse, Gebäudezustand) beziehen. Im Ergebnis soll diese kombinierte Zufallsstichprobe die Vielfalt der Lebensumstände in Lokstedt widerspiegeln.

Reicht die Befragung von 30 Haushalten pro Themenfeld aus, um verallgemeinerbare Ergebnisse zu bekommen?

In diesem Untersuchungsschritt nutzen wir die besonderen Möglichkeiten der qualitativen Forschung, indem wir ausführliche Gespräche führen (Interviews). Das Ziel ist es zu verstehen, wieso Personen auf eine bestimmte Art und Weise handeln und welche Interpretationen sie Situationen geben. Das Zusammenwirken von individuellen Handlungen und den Rahmenbedingungen – insbesondere in Lokstedt – kann dadurch sehr systematisch herausgearbeitet werden. Diese Vorgehensweise erlaubt es, stärker in die Tiefe zu gehen und die Perspektive der Befragten zu verstehen. Da die Durchführung und Auswertung solcher Gespräche sehr aufwendig ist, wird meist nur eine kleine Gruppe an Personen befragt. Die Auswahl von mindestens 30 Haushalten je Themenfeld ist daher bereits sehr umfangreich.
Valide – also aussagekräftige und verallgemeinerbare – Ergebnisse hängen bei dieser Methode vor allem davon ab, dass die Gruppe der Befragten hinreichend unterschiedlich zusammengesetzt ist.

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