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Sonnenbestrahlung Wirkung natürlicher UV-Strahlung - Sonnenbestrahlung

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Schön, wenn die Sonne scheint! Die Sonnenstrahlung wirkt positiv auf Körper und Psyche denn sie wärmt, bedeutet Licht, ist notwendig für unsere Vitamin D Synthese und zudem bräunt sie die Haut. Der gebräunte Körper gilt bei vielen als Symbol für Gesundheit, Dynamik, Sportlichkeit und Attraktivität. Aber die ultraviolette (UV-)Strahlung der Sonne birgt neben positiven Effekten auch Gefahren für die Gesundheit. Daher ist bei intensiver Sonnenstrahlung Sonnenschutz unbedingt notwendig – insbesondere in der Mittagszeit im Sommer und es gilt: Sonnen mit Besonnenheit!​​​​​​​

Blick in den sonnigen wolkenlosen Himmel

Wirkung natürlicher UV-Strahlung - Sonnenbestrahlung

Die UV-Strahlung ist für den Menschen nicht sichtbar und wird auch mit unseren anderen Sinnesorganen nicht wahrgenommen. Zuviel UV-Strahlung kann sowohl kurzfristige (akute) als auch langfristige (chronische) Schäden an Augen und Haut bewirken. Akute Schäden treten unmittelbar nach Minuten, Stunden oder auch Tagen nach der UV-Belastung auf, während chronische Schäden als Spätfolgen erst nach Jahren sichtbar werden.

Zu den akuten Schäden an den Augen gehören:

  • Hornhautentzündung (Photokeratitis),
  • Bindehautentzündung (Photokonjunktivitis) sowie
  • photochemische Netzhautschäden.

An der Haut können folgende akute Schäden auftreten:

  • Pigmentierung (Bräunung) der Haut mit Bildung einer Lichtschwiele,
  • Hautrötung/Sonnenbrand (Erythem),
  • Sonnenallergie sowie fototoxische Reaktionen,
  • Unterdrückung des Immunsystems (Immunsuppression).

Eine chronische Schädigung der Augen ist die

  • Linsentrübung (Grauer Star).

Chronische Schäden an der Haut sind

  • vorzeitige Hautalterung und
  • Hautkrebs.

Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat im Jahr 2009 die natürliche UV-Strahlung der Sonne und die künstliche UV-Strahlung der Solarien als eindeutig krebserregend für den Menschen eingestuft. In der Kindheit und in der Jugendzeit erlittene Sonnenbrände stehen in Verbindung mit einer späteren Hautkrebsentwicklungen.

Positiv ist, dass die natürliche UV-Strahlung die Bildung von Vitamin D im Körper veranlasst, welches u.a. für den Knochenstoffwechsel wichtig ist. Ein Großteil des Vitamins bildet der Körper mithilfe von Sonnenlicht, genauer der UV-B-Strahlung. Dafür ist kein ausgedehntes Sonnenbad notwendig. In den Sommermonaten gibt es im Allgemeinen keinen Vitamin-D-Mangel, während im Winter kurze Aufenthalte im Freien bereits ausreichen, wenn einmal die Sonne scheint.

Welche Schutzmöglichkeiten gibt es für Kinder?

Babys und Kleinkinder sollten grundsätzlich nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Sie reagieren am empfindlichsten und brauchen den stärksten Schutz vor der UV-Strahlung. Daher empfehlen wir zum Schutz der Kinder:

  • rechtzeitiges und regelmäßiges Eincremen mit einem Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF), speziell entwickelt für empfindliche Kinderhaut,
  • Bedecken empfindlicher Körperpartien einschließlich der Füße mit luftiger langärmliger Kleidung, gegebenenfalls UV-Schutzkleidung mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF),
  • einen leichten, schattenspendenden Sonnenhut,
  • eine gute Kindersonnenbrille. Achten Sie dabei auf Prüfsiegel wie CE-Zeichen und UV-Filter,
  • am besten in der Mittagszeit im Sommer, wenn die Sonne am stärksten scheint, mit den Kindern im Haus bleiben oder mindestens im Schatten aufhalten.

Welche Empfehlungen gibt es für Erwachsene?

  • Die Haut langsam an längere Sonnenbestrahlung gewöhnen, Hautrötungen und Sonnenbrände vermeiden. Informieren Sie sich über die Empfindlichkeit ihres Hauttyps, denn zwischen dunkelhäutigen und schwarzhaarigen Menschen und blassen und hell- oder rothaarigen bestehen große Verträglichkeitsunterschiede.
  • Sonnenschutzmittel mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor (LSF) verwenden - Schatten ist der beste Sonnenschutz!
  • Die Anzahl von Sonnenbädern mit Sonnenschutzcreme soll etwa 30 - 50 pro Jahr nicht überschreiten. Bei heller Haut und rötlichem Haar sollten besser weniger Bestrahlungen erfolgen. Die Schadwirkungen addieren sich im Laufe des Lebens.
  • Wer Medikamente einnimmt, sollte auf mögliche Nebenwirkungen bei Sonneneinstrahlung achten. Im Zweifel fragen sie ihren Arzt.
  • Einige Nahrungsmittel und auch kosmetische Präparate, Deodorants oder Parfum können zur Unverträglichkeit bei Besonnung führen. Nicht in die Sonne gehen, wenn die Haut mit Kosmetika in Berührung gekommen ist.
  • Menschen mit heller empfindlicher Haut oder einer großen Anzahl von Muttermalen/Leberflecken sollten sich vor direkter Sonneneinstrahlung besonders schützen.
  • Vorsicht ist ebenfalls geboten, wenn in der Familiengeschichte bereits Hautkrebs aufgetreten ist. Auch Menschen, die beruflich sehr viel unter freiem Himmel arbeiten, oder solche, die in der Kindheit schwere Sonnenbrände hatten, tragen schon dadurch ein höheres Risiko, an Hautkrebs zu erkranken.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gerne im Fachreferat Umwelt und Gesundheit an:

Dr. Anne Caroline Krefis
E-Mail: caroline.krefis@justiz.hamburg.de
Tel. +49 40/42837-3579 

Ole Rehr
E-Mail: ole.rehr@justiz.hamburg.de
Tel. +49 40/42837-2404


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