23. Juni 2017, Hinz & Kunzt Obdachlose erhalten vielfältige Hilfen

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Nach Angaben des Zentralen Koordinierungsstabes Flüchtlinge (ZKF) gibt es in Hamburg rund 895 Wohncontainer, die derzeit eingelagert sind. In einer Pressemitteilung fordert das Straßenmagazin "Hinz & Kunzt", eingelagerte Wohncontainer zur Unterbringung von obdachlosen Menschen zu nutzen. Hierzu nimmt die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Stellung.

Stellungnahme der Sozialbehörde zur Hinz & Kunzt Pressemitteilung

Logo der Hamburger Sozialbehörde

Voraussetzung für den Einsatz der Wohncontainer sind Flächen, auf denen Unterkünfte errichtet werden können. Die Flächenakquise läuft und neue Unterkünfte werden laufend errichtet. Über die Planungen zum Ausbau bestehender Kapazitäten in 2017 hat der ZKF transparent Auskunft gegeben. Hiervon profitieren auch wohnungs- und obdachlose Menschen: Rund zusätzliche 1.500 Plätze sollen für sie in 2017 geschaffen werden.

Unterbringungsanspruch

Einen Anspruch auf eine Unterbringung durch die Stadt haben alle Menschen, die ihre Wohnung verloren haben und einen "Anspruch auf soziale Leistungen" haben. Diesen Anspruch haben nicht nur deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, sondern auch EU-Bürgerinnen und EU-Bürger, die in Deutschland gearbeitet haben, Sozialbeiträge zahlten und dann arbeitslos wurden.

Keinen Anspruch auf Unterbringung haben EU-Bürgerinnen und EU-Bürger, die sich in Deutschland aufhalten, hier Arbeit suchen - aber keine Arbeit finden. Sie müssen nach erfolgloser Arbeitssuche das Sozialhilfesystem ihres Heimatlandes in Anspruch nehmen, wenn sie ihren Aufenthalt in Deutschland nicht mit eigenen Mittel finanzieren können. Darauf weisen wir in unseren Beratungseinrichtungen hin.

Osteuropäische Obdachlose

In vielen deutschen Städten versuchen osteuropäische Bürgerinnen und Bürger ihr Glück - so auch in Hamburg. Wenn Sie aus Staaten der Europäischen Union kommen, können Sie sich hier aufhalten, müssen aber ihren Lebensunterhalt selbst finanzieren. Hamburg finanziert viele Beratungsstellen, damit diese Menschen über ihre Ansprüche aufgeklärt werden. Sie informieren auch über mögliche staatliche Unterstützung bei der Rückreise ins Heimatland.

Erfolgreiche Beratung

Die Beratung obdachloser Menschen im letzten Winternotprogramm war erfolgreicher als in vorangegangenen Perioden. 278 Obdachlose fanden den Weg ins Hilfesystem und überwanden dadurch die Obdachlosigkeit. Hier finden Sie die Auswertung der Beratungen.

Den Vorwurf von "Hinz & Kunzt", die Stadt gehe "fahrlässig mit dem Leben von Hunderten von Menschen" um, weisen wir entschieden zurück. Im Gegenteil: Das Hamburger System der Wohnungslosen- und Obdachlosenhilfe ist gut aufgestellt.

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Kontakt

Martin Helfrich

Pressesprecher

Pressestelle der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration
Hamburger Straße 47
22083 Hamburg
Adresse speichern

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