Tagung und Projektmesse "Sozialraumorientierung in der Praxis“ - Dokumentation des Fachtags am 09.11.2017

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Großer Andrang beim Fachtag „Sozialraumorientierung in der Praxis“ am 09. November 2017: Über 270 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von öffentlichen und freien Trägern sowie aus Behörden folgten der Einladung der BASFI ins Bürgerhaus Wilhelmsburg. An 26 Ständen einer Projektmesse und in sechs Fachforen kamen sie ins Gespräch über Erfah­rungen und Methoden der sozialraumorientierten Jugendhilfe in Hamburg. Eines wurde dabei immer wieder deutlich: Kooperation und Vernetzung von Angeboten sind elementare Grundlagen, um Kinder, Jugendliche, Eltern und ganze Familien in herausfordernden Situationen effektiv unter­stützen zu können.

"Sozialraumorientierung in der Praxis“ - Dokumentation des Fachtags am 09.11.2017

Sozialräumliche Angebote sind inzwischen ein zentraler Bestandteil der sozialen Infrastruktur in den Quartieren Hamburgs“, stellte der Staatsrat der BASFI Jan Pörksen gleich zu Beginn des Fachtages in seinem Grußwort fest. Auch der ASD sei hier präsent und Partner in der leistungsbereichübergreifenden Kooperation. Doch dabei will die BASFI es nicht belassen. Sie möchte Sozialraumorientierung als gesamtstädtische Strategie, die auch auf gesellschaftliche Veränderungen eingehen kann, weiterentwickeln.

Bei seinem anschließenden Messerundgang informierte sich der Staatsrat über konkrete Aktivitäten einzelner Angebote. Beeindruckt von der Vielfalt und dem Engagement reiste er nach zwei Stunden zu seinem nächsten Termin. An den 26 Messeständen bildeten sich den Tag über immer wieder kleine Gruppen, es wurde intensiv diskutiert. Von den Frühen Hilfen über den Familienrat und schulbezogene Angebote bis zu beruflicher Integration waren alle Handlungsfelder der sozialräumlichen Jugend- und Familienhilfe vertreten. In vielen Gesprächen wurde deutlich, dass Ver­netzung im Stadtteil bzw. die Kooperation mit Trägern aus anderen Leistungsbereichen un­abdingbar sind, um ratsuchenden Familien hilfreich zur Seite zu stehen.

In den verschiedenen Fachforen, bei denen Träger sozialräumlicher Angebote und ASD Good-Practice-Verfahren im Lebensumfeld von Familien vorstellten, wurde die Bedeutung von Kooperation ebenfalls deutlich. Hier berichtete unter anderem Petra Schmidt, Geschäfts­führerin der BI Elb­inseln gGmbH, vom schulbezogenen Netzwerk Elbinseln. Nur durch die Ko­operation zwi­schen Jugendhilfeträgern und Schule sei es möglich, Schülerinnen und Schüler mit gravierenden individuellen und familiären Problemen Maßnahmen anzubieten, damit sie den An­schluss nicht verlieren.

Am Nachmittag war es dann Tina Wiesner von der Universität Halle, die den Ansatz der kürz­lich gestarteten Begleitforschung zu Sozialräumlichen Angeboten der Jugend- und Familien­hilfe (SAJF) im Bezirk Hamburg-Mitte vorstellte. In einem anschließenden Interview auf dem Po­dium begrüßte Gabi Spieker, Abteilungsleiterin im Amt für Familie, das Vorhaben aus­drücklich: „Bislang werden die Auswirkungen von sozialräumlichen Ansätzen oft ideologisch dis­kutiert. Mit der Evaluation sollen Ergebnisse sozialräumlicher Gestaltung in Hamburg empi­risch belegt werden können.“ Dr. Bernhard Crasmöller, Referatsleiter im Amt für Familie, griff abschließend die Worte des Staatsrates zur Perspektive von SAJF auf: „Sozialraumorientierung in der Jugendhilfe muss sich weiterentwickeln und an gesellschaftliche Veränderungen anpas­sen.“ Als Beispiel nannte er die erst kürzlich initiierten Integrationsnetzwerke für Geflüchtete, die den Zugang in die sozialräumlichen Strukturen auch für diese Zielgruppe sicherstellen sollen.

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