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Dokumentation Sozialräumliche Angebote wirken?!

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Sozialraumorientierte Angebote bieten viel und sind in Hamburg nicht mehr wegzu­den­ken. Das Berichtswesen Jugendhilfe liefert hierzu eindrucksvolle Leistungsdaten. Neben den Er­gebnissen des Programms Sozialräumliche Angebote der Jugend- und Fa­milienhilfe (SAJF) aus dem Jahr 2017 stand auf der Auswertungskonferenz 2018 die Frage nach den Wirkun­gen von Angeboten im Mittelpunkt. Der Einladung der BASFI in den Bür­gersaal Wandsbek waren am 05.09.2018 rund 170 Vertreterinnen und Vertreter von Trä­gern der Jugendhilfe, aus den Be­zirksämtern und Behörden gefolgt.

Auswertung Sozialräumlich Angebote der Jugend- und Familienhilfe 2018 in Hamburg

Für Sozialraumorientierung muss in Hamburg keine Überzeugungsarbeit mehr geleistet wer­den. Sie ist vielmehr selbstverständlich, es kann mit Inhalten gearbeitet werden", stellte Jan Pörksen, Staatsrat der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration in seinem Grußwort fest. Besonders stolz mache ihn die Tatsa­che, dass neben Hilfen zur Erziehung viele Menschen in herausfordernden Lebenssi­tuationen auch mit sozialräumlichen Angeboten erreicht werden. Entsprechend sei das SAJF-Programm­budget auch stetig weiterentwickelt und ausgebaut worden.

Catrin Vespermann (BASFI) präsentierte die Leistungsdaten aus dem Jahr 2017: Dabei gab es in Ham­burg insgesamt 350 Standorte Sozialräumlicher Angebote der Jugend- und Familien­hilfe. Gezählt wurden 27.867 Nutzerinnen und Nutzer von offenen und niedrig­schwel­ligen An­geboten sowie 7.131 zeitlich befristete, strukturierte, intensive Begleitun­gen in Form einer individuellen sozialräumlichen Unterstützung (ISU). Die meisten rat- und hilfesuchenden Kin­der, Jugendlichen und Familien haben die ISU nach Vermittlung durch den ASD wahrgenom­men, der zweit­größte Anteil kam auf Eigeninitiative. Über zwei Drittel der Ziel­gruppe beende­ten die ISU ohne Anschlussmaßnahme. Dies legt die Inter­pretation nahe, dass für den über­wie­genden Teil der Ratsuchenden die individuelle Unter­stüt­zung ausreichend war.

Kirsten Holert (BASFI) unterstrich, dass zentrale Ziele des Programms erreicht werden: Mehr Menschen erhalten Unterstützung, der ASD und Einrichtungen kooperieren besser, die Fall­zahlen im Bereich der Hilfen zur Erziehung stagnieren in Hamburg. Das seien zu­mindest Hin­weise für die Wirkung des SAJF-Programms. Die Ergebnisse müssten jedoch immer im Dialog mit den Trägern und Bezirksämtern beurteilt werden.

Der externe Referent Benjamin von der Ahe (PHINEO, Berlin) ging in seinem Impulsvor­trag auf das Thema „Wirkung erfassen und abbildbar machen – Wirkungsorientiert steu­ern“ ein. „Wenn eine vernünftige Problem-, Bedarfs- und Umfeldana­lyse sowie eine Ziel­gruppen- und Teilzielgruppenanalyse betrieben wird, ist das schon die beste Grundlage für die Definition von Wirkungszielen“, betonte er. Bei der Wirkungsanalyse empfiehlt er, nicht nur quantitative, sondern unbedingt auch qualitative Methoden einzusetzen.

Kirsten Holert und Dr. Bernhard Crasmöller (BASFI) sehen sozialräumliches Denken und fle­xible Angebotsentwicklung als wichtige Grundpfeiler für eine erfolgreiche Wirkung so­zial­räumlicher Angebote – basierend auf Zahlen, aber im Dialog. Perspektivisch soll eine inte­grierte Sozialraumplanung, die lokale Bedarfe einbezieht, weiter gestärkt werden. Die neue Quar­tiersinitiative Urbanes Leben unter Beteiligung von sechs Hamburger Be­hörden und der sieben Bezirksämter greift diesen Aspekt auf.

Das Publikum reflektierte zwischenzeitlich in Kleingruppen die Wirkung sozialräumlicher Ar­beit in der Praxis, Impulse der Auswertungskonferenz, sowie Botschaften für die Ver­antwort­lichen. Eine der Botschaften lautete: „Mehr von diesen Veranstaltungen – aber mit Schule, Jobcentern etc. zusammen!“

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