Spaziergang Neustadt Musikalischer Gang durch die Neustadt

Beim Spaziergang durch die Neustadt geht es musikalisch zu: Man wandelt auf den Spuren von Hamburgs Musikgenies Johannes Brahms und Georg Philipp Telemann und schaut bei Hamburgs Klassik-Konzerthalle Nummer eins vorbei. Und ein Besuch in einem legendären Jazz-Schuppen ist auch drin.

Musikalischer Spaziergang

Startpunkt Stadthausbrücke

Der Spaziergang beginnt an der S-Bahnstation Stadthausbrücke, auf der schön gestalteten Landzunge zwischen Alsterfleet und Herrengrabenfleet. Der Weg führt über den Herrengrabenfleet hinweg und geradeaus weiter in die Michaelisstraße.

Dort befindet sich der Kleine Michel. Dieser existierte schon vor dem Bau der großen St. Michaelis-Kirche und wurde um 1800 den Hamburger Katholiken als Kirche zugewiesen. Vor 1800 war der baufällige, vom Bremer Erzbischof verwaltete und 1804 abgerissene Mariendom der einzige Ort, an dem Katholiken innerhalb der Stadtmauern Gottesdienst abhalten konnten. Der Kleine Michel wurde im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört und Mitte der 1950er-Jahre neu aufgebaut.

Weiter geht es in die Michaelis-Passage gegenüber und schließlich in die Steinwegpassage. Zwischen den beiden Durchgängen liegt der Cotton Club, Hamburgs kultiger Jazzkeller. Regelmäßig sorgen dort nationale und internationale Jazzkünstler für schwungvolle Unterhaltung. Ist man durch die Steinwegpassage hindurch, geht es nach links in die Wexstraße, die zum Großneumarkt führt. Quer über den von malerischen Altbauten umgebenen Marktplatz geht es danach auf den Michel zu.

Die St. Michaelis-Kirche ist das berühmteste Wahrzeichen Hamburgs und in der Innenstadt mit ihrem Turm allgegenwärtig. Oben im Turm der Barockkirche gibt es eine Aussichtsplattform auf 82 Metern Höhe, die nach dem Erklimmen von genau 453 Stufen einen traumhaften Blick über die Stadt bietet.

Hamburger Musikgenies

Über die Englische Planke geht es dann wieder zurück über die Ludwig-Erhard-Straße und weiter in die Neanderstraße. Bald biegt man links ab in die Peterstraße, die gleich zwei Museen von Hamburger Musikkoryphäen beheimatet. Nicht weit auseinander liegen dort im Komponistenquartier das Brahms-Museum viele weitere Ausstellungen zu Bach, Mendelssohn und Co.

Johannes Brahms wurde in Hamburg geboren – sein 1943 zerstörtes Geburtshaus lag ganz in der Nähe – und trug von dort seine Kompositionen in die Welt. Georg Philipp Telemann prägte ab 1721 das musikalische Hamburg und blieb bis zu seinem Tod in der Hansestadt. Beide Museen sind einen Besuch wert, um mehr über das Schaffen der beiden Ausnahmekomponisten und ihre Bedeutung für die Stadt zu erfahren.

Der Weg setzt sich fort in Richtung Planten un Blomen, vorbei am Museum für Hamburgische Geschichte, in dem die größte stadtgeschichtliche Schausammlung der Hansestadt zu sehen ist. Entlang von Planten un Blomen führt der Weg weiter über den Holstenwall in nördlicher Richtung.

Klassik-Adresse Nummer eins

Bald trifft man auf den Johannes-Brahms-Platz, an dem die Laeiszhalle liegt. Die prachtvolle Musikhalle gilt seit mehr als 100 Jahren als erste Adresse Hamburgs für klassische Konzertveranstaltungen.

Über den Valentinskamp führt der Weg schließlich vorbei am Gängeviertel. Inmitten von Neubauten stehen an dieser Stelle noch ein paar der alten Fachwerkhäuser, die nur über schmale Gassen erreichbar sind. Heute werden die verbliebenen Bauten von einer sozialen Genossenschaft bewahrt. Das Gängeviertel ist auch bekannt für seine aktive Kunstszene.

Neben dem Durchgang zum Gängeviertel befindet sich das Engelsaal Theater. Ein traditionsreiches Haus, das mit seinem historisch rekonstruierten Saal eine ganz besondere Atmosphäre bietet. Von dort geht es noch ein paar Schritte weiter zum Gänsemarkt, wo der Spaziergang endet.

Wer mag, kann natürlich noch bis zum Jungfernstieg weiterschlendern und den Weg mit einem Kaffee an der Binnenalster ausklingen lassen.

Dauer: Zirka 1 Stunde

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