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Berenberg Polo Derby High-Goal-Turnier in Klein Flottbek

Vom 20. bis zum 24. Juni 2020 wurde wieder der kleine Ball vom Pferderücken aus über den Polo Platz des Hamburger Polo Club in der Jenischstraße gedroschen. Dann fand das Berenberg Polo-Derby statt. Acht Teams mit internationalen Spitzen-Spielern traten in der höchsten Spielklasse, auch High Goal genannt, gegeneinander an.

Polo Derby Hamburg

Berenberg Polo Derby // Hamburger Polo Club

Kontakt

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Hamburger Polo Club e.V.

Öffnungszeiten

  • Mi:07:00 - 22:00

Termin(e)

Sa, 20. bis So, 24. Juni 2020

Eintrittspreise

Normalzahler: 24 Euro
Ermäßigte Karten: 13 Euro

Das Berenberg Polo-Derby 2019

Vom 21. bis zum 23. Juni 2019 trafen sich wieder acht Teams mit Topspielern aus Deutschland und Argentinien zum 19. Berenberg Polo-Derby. Gewonnen hat in diesem Jahr das team CSS das im Finale das Team Carroux mit 8:6 im Finale besiegte. Beide Teams hatten zuvor ihre beiden Vorrundenspiele gewonnen.

In den vergangenen Jahren gab es immer Probleme mit den Platzverhältnissen. Die sind seit 2017 durch neue Ansaat von strapaziefähigerem Rasen weitgehend behoben. „Außerdem wurde durch die weitere Besandung des Platzes und „vertidrain“ der Platz noch weiter optimiert. Der Sand verhindert ein zu tiefes aufreißen der Rasenfläche und lässt das Wasser schneller in die Drainage abziehen“, sagte Polospieler Christopher Winter vor dem Turnier.

Aufregung gab es Anfang des Jahres: Einige „Spaßvögel“ sind des Nachts mit ihrem Auto auf der Wiese unterwegs gewesen und haben tiefe Furchen im Rasen hinterlassen. Doch durch kräftiges Walzen sind diese inzwischen verschwunden.

„Wir freuen uns sehr, auch dieses Jahr wieder ein hochkarätiges Turnier auf höchstem Niveau präsentieren zu können“, sagt Dr. Hans-Walter Peters, Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter von Berenberg. Das Polo-Derby gehört zur ersten Liga des Polosports und zeigt sportliche Wettkämpfe, die Dynamik und Präzision, aber auch Teamgeist und Fairness versprechen. Keine Frage, dass das Turnier zur German Polo Tour gehört, einem Zusammenschluss der wichtigsten deutschen Turniere.

Das Turnier im ältesten Polo Club Kontinentaleuropas hat sich längst zu einem gesellschaftlichen Ereignis entwickelt. Mehrere Tausend Fans des rasanten Sports, die neben dem spannenden Geschehen auf dem Feld auch die familiäre Atmosphäre lieben, werden am Finalwochenende auf dem Platz des Hamburger Polo Clubs, Jenischstraße 26, in Klein Flottbek, erwartet.

Seit 2018 darf das Gesamt-Handicap einer Mannschaft nicht höher als +8 sein. Davor betrug es +10  oder sogar + 12 (mehr zu den Regeln siehe unten). Mitspieler Christopher Winter (Team Rumöller) zu den Gründen: „Es gibt in Deutschland inzwischen bessere Plätze für die hohen Team-Handicaps. Ein Originalplatz ist 300 Meter lang und 180 Meter breit. Hamburgs Maße sind 230 mal 120 Meter. Für das höhere Tempo auf höherem Niveau ist das zu wenig. Dennoch ist das Polo in Hamburg das bessere Polo, da hier nicht nur die Profis gegeneinander spielen, sondern jeder einzelne etwas schwächere Spieler eine Chance hat, das Spiel zu beeinflussen. Im übrigen spielen der Nachwuchs bzw. die Anfänger hier sehr gern. Und erst durch diese Turniere, wird ihr Handicap erhöht. Wenn sie nur im „Hinterland“ spielen, wo sie keiner sieht, kann sie auch keiner im Handicap beurteilen.“

Weitere Informationen: Berenberg Polo Derby

Der Spielplan 2019

Freitag, 21. Juni

ZeitSpielTeamsErgebnis
14.00 bis 15.151Porsche – Carroux6:13
15.15 bis 16.302Berenberg – Veuve Clicquot7:5,5
16.30 bis 17.453Jaeger Lecoultre – Rumöller12,5:8
17.45 bis 19.004CSS – Meissler8:5

Sonnabend, 22. Juni

ZeitSpielTeamsErgebnis
13.00 bis 14.155Berenberg – Carroux9:10
14.15 bis 15.306CSS – Jaeger-Lecoultre7:6
15.30 bis 16.457Porsche – Veuve Clicquot8:5,5
16.45 bis 18.008Meissler – Rumöller6,5:5

Sonntag, 23. Juni

ZeitSpielTeamsErgebnis
13.00 bis 14.159 (Platz 7)Rumöller – Veuve Clicquot7,5:8
14.15 bis 15.3010 (Platz 5)Porsche – Meissler9:5
15.30 bis 16.4511 (Platz 3)Berenberg – Jaeger-Lecoultre8:4
16.45 bis 18.0012 (Finale)Carroux – CSS6:8

Die Teams 2019

Team Jaeger Lecoultre

SpielerLandHandicap
offen
Andreas WaltherDeutschland+1
Christopher KirschDeutschland+3
Francisco OttoArgentinien+4

Team Berenberg

SpielerLandHandicap 8
Christian BadenhopDeutschland+2
Sven SchneiderDeutschland+1
Eduardo AncaArgentinien+5
Jüprgen SchneiderDeutschland0

Team CSS

SpielerLandHandicap 6
Eckard JulsDeutschland-2
Pablo van der BrinckHolland+2
Joaquin CopelloArgentinien+3
Patzrick MaleizkeDeutschland+3

Team Meissler & Co

SpielerLand Handicap
Frank KirschkeDeutschland-1
Augustin KronhausDeutschland+3
Micky DuganArgentinien+4
offen

Team Rumöller

SpielerLand Handicap 7
Chrisopher WinterDeutschland+2
Harald LinkDeutschland0
Nico Lopez FuentesArgentinien+4
Oliver WinterDeutschland+1

Team Porsche

SpielerLand Handicap 8
Christian GrimmeDeutschland0
Lukas SdrenkaDeutschland+2
Adrian LaplacetteArgentinien+6
Matthias GrauDeutschland0

Team Veuve Clicquot

SpielerLand Handicap 6
Lala LaplacetteArgentinien+4
Johann GoedhartDeutschland-1
Thomas WinterDeutschland+3
Thomas SelkirkEngland0

Team Carroux

SpielerLand Handicap
Marc AberleDeutschland0
Gregor GerlachDeutschland0
Tim WardEngland3
offen

Geschichte des Polo in Hamburg

Der Polosport wurde von den Briten auf das europäische Festland gebracht. Im Hamburger Polo Club fanden die ersten Spiele in Europa außerhalb Englands statt. Seit der Gründung des Hamburger Polo Clubs im Jahre 1898 wird hier gespielt.
Der Polosport in Hamburg musste einige Male, aufgrund von Situationen wie dem Ersten Weltkrieg oder der Wirtschaftskrise in den 1930er-Jahren niedergelegt werden. Erst 1955 wurde der Hamburger Polo Club wieder zum Leben erweckt. Seitdem werden verschiedene Cups regelmäßig gespielt: Champion Cup (gestiftet 1909), Berlin Pokal (gestiftet 1910) und Bremer Pokal (gestiftet 1928). Seit 1979 wird zudem jährlich um den Gold Pokal des Deutschen Polo Verbandes gespielt.
Der Hamburger Stadtteil Klein Flottbek hat sich in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr zur Polo-Hochburg Deutschlands entwickelt und erfreut sich stets neuen Mitgliedern. Die besten Polo-Spieler und auch der dienstälteste Polo-Spieler Deutschlands spielen regelmäßig Polo in Hamburg.

Polo-Regeln in Kürze

Ein Team besteht aus vier Spielern oder Spielerinnen (es kann gemischte Mannschaften geben). Jeder Spieler hat seiner Spielstärke entsprechend ein Handicap (-2 bis +10). Die Handicaps der einzelnen Spieler werden addiert, das ergibt das Mannschafts-Handicap. Hat eine Mannschaft ein höheres Gesamt-Handicap als die andere, wird dies pro höherem Handicap-Punkt mit einen halben Tor Vorsprung für das Team mit dem niedrigeren Handicap ausgeglichen.

Gespielt wird über vier Abschnitte, sogenannte Chukkas. Ein Chukka dauert 7:30 Minuten, das vierte nur sieben. Es sei denn, es steht Remis. Das Spielfeld muss mindestens 230 Meter lang und 130 Meter breit sein. Meistens wird mit einer 30 Zentimeter hohen Holzbande gespielt. Der Ball ist aus Kork und etwas größer als eine Hockeykugel. Gespielt wird auf nach oben offene Tore, die 7,30 Meter breit sind.

Nach jedem Tor werden die Seiten gewechselt. Das hat historische Gründe. Die Engländer brachten den Sport nach Indien und Pakistan. Aufgrund der großen Hitze wurde am Abend gespielt. Da dann die Sonne sehr tief stand, sollte kein Team dadurch benachteiligt werden. Um die Tiere zu schonen muss nach jedem Chukka ein Pferdewechsel vorgenommen werden. Desweiteren haben die Pferde Schienbeinschoner und Stollen in den Hufen. Regelverstöße werden durch Freischläge aus unterschiedlichen Entfernungen geahndet. Diese können direkt aufs Tor geschossen werden.

Weitere Informationen: Berenberg Polo Derby

Weitere Informationen: Das Regelwerk

Hamburger Sport-Highlights