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Sterne des Sports Der Preis für das Ehrenamt

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Ohne ehrenamtliches Engagement geht es im Sport nicht. Um die Arbeit der vielen Helferinnen und Helfer in den Vereinen zu würdigen, gibt es die „Sterne des Sports". Diese wurden dieses Jahr am 20. Oktober von der Hamburger Volksbank und dem Hamburger Sportbund (HSB) vergeben.

Sterne des Sports

Ehrenamt im Verein

Sportvereine sind ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft in Deutschland. Sie bieten einen Platz zum Sport treiben, Bewegung, Geselligkeit – kurzum: ein Zuhause. Viele Vereine schaffen dabei Angebote, die weit über den Sport hinausgehen. Um diese Verdienste zu würdigen, vergibt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) die „Sterne des Sports". 

Sterne in Silber

Drei Gewinner erhalten einen Stern in Silber und Siegprämien in Höhe von insgesamt 7.000 Euro. Die „Sterne des Sports" werden an Vereine verliehen, die sich in ihrer Region über das normale Breitensportprogramm hinaus mit besonderen Angeboten nachhaltig gesellschaftlich engagieren und damit einen Beitrag zum Gemeinwohl leisten.

Zusätzlich zu den silbernen Sternen des Sports, die in Hamburg vergeben werden, erhalten die Gewinner einen von der Hamburger Volksbank gestifteten Geldpreis sowie einen Film über ihren Verein:

1. Platz: 4.000 Euro (großer Stern in Silber)
2. Platz: 2.000 Euro (kleiner Stern in Silber)
3. Platz: 1.000 Euro (kleiner Stern in Silber)

Siegerehrung der Sterne in Silber 2021

Die Ehrungen der drei Gewinnervereine fanden dieses Jahr im Haus des Sports statt. Die Laudationes auf die Gewinner hielten Rita Herbers, Vorständin der Hamburger Volksbank, HSB-Präsident Dr. Jürgen Mantell und Dr. Jonas Leder, Direktor des Landessportamtes der Freien und Hansestadt Hamburg. Die Sieger haben die fachkundige Jury mit herausragenden Projekten überzeugt, die neben der sportlichen Leistung vor allem das soziale Engagement in den Fokus ihrer Vereinsarbeit stellen.

Platz 1: Großer Stern in Silber: SV Eidelstedt 
Engagement: Tennisclub "Rolandsmühle": Der SVE wurde für sein umfangreiches Inklusionsprojekt im Bereich Tennis geehrt. Mit seinem Tennisclub „Rolandsmühle“ ist der SVE der erste Hamburger Verein, der nachträglich die Rahmenbedingungen schafft, um dort paralympisches Tennis möglich machen zu können. Mit einem barrierefreien Zugang ist die Tennisanlage bereits jetzt Begegnungsstätte. Im Jahr 2020 wurde eine erste inklusive Tennisgruppe für Menschen mit geistiger Behinderung etabliert, die in Zukunft auch für Rollstuhlfahrer*innen geöffnet werden soll. Der Umbau erfolgte mit hohem Aufwand und zusätzlichen Eigenleistungen seiner Mitglieder. Der Verein hat es so geschafft, Vorurteile abzubauen und weitere Netzwerkmöglichkeiten zu schaffen.

Platz 2: Kleiner Stern in Silber: Stadtpark Barrio 1996 e.V.

Engagement: ANSTOSS: Der Stadtpark Barrio 1996 e.V. wurde für seine Unterstützung Jugendlicher auf ihrem Weg des Erwachsenwerdens ausgezeichnet. ANSTOSS, das fünfttägige Sozialkompetenz- und Futsal-Trainingscamp für Hamburger Stadtteilschüler*innen der 10. Klasse (15-17 Jahre), kombiniert Sport und Softskilltraining, um Jugendlichen ihre eigenen Stärken bewusst zu machen und gleichzeitig ihr soziales Engagement zu stärken. Die Teilnehmenden konzipieren eigene Trainings und führen diese mit der gesamten Gruppe durch. Durch begleitende Workshops wird das Gelernte in den Bewerbungs- und Ausbildungskontext gebracht. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, das neue Wissen an Partnergrundschulen umzusetzen und so weiter an ihren Skills zu arbeiten. Für ihre persönliche Weiterentwicklung bekommen die Teilnehmer*innen eine*n Mentor*in vermittelt, welche*r sie bei ihrem Einsatz begleitet und unterstützt.

Platz 3, Kleiner Stern in Silber: TSG Bergedorf
Die TSG BErgedorf wurde für ihre Arbeit für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche im Stadtteil Allermöhe geehrt. Für zahlreiche Allermöher Kinder und Jugendliche, die im Alltag häufig ohne ein verlässliches Elternhaus auskommen müssen, gibt es nur eingeschränkte Möglichkeiten, ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten. Zentrale Anlaufstelle ist für viele der TSG Sportpark Allermöhe geworden, dessen Einrichtungen an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr genutzt werden können. Durch ein umfassendes, kindgerechtes und niedrigschwelliges Programmangebot sollen Kinder an den Vereinssport herangeführt werden und Schritt für Schritt den Weg in den organisierten (Wettkampf)Sport finden. Durch die Anbindung an ein benachbartes Jugendzentrum wird das Betreuungsangebot zum Beispiel durch einen regelmäßigen Mittagstisch und eine Haushausaufgabenhilfe ergänzt.

„Bei der diesjährigen Preisverleihung zeigt sich die große gesellschaftliche Relevanz der Hamburger Vereine ganz besonders, denn die Ziele gehen weit über den Sport hinaus, sind zukunftsweisend und hoch gesetzt: Mit einem Inklusionsprojekt, dass den paralympischen Gedanken für unsere Stadt gleich mitdenkt. Mit einem Trainingsprojekt, das neben der individuellen Persönlichkeitsbildung soziale Softskills stärkt. Und mit einem Stadtteilprojekt zur Unterstützung von Jugendlichen und ihren Familien, dass auf einem perfekten Community Management basiert. Diese enorme gesellschaftliche Gestaltungskraft des Breitensports verdient unsere höchste Wertschätzung“, so Rita Herbers, Marktvorständin der Hamburger Volksbank.

Zusätzlich zu den drei Sternen für die Vereine hat der HSB-Vorstand Ralph Lehnert für seine langjährige Arbeit als Jury-Mitglied einen Sonderpreis erhalten.

Die „Sterne des Sports" in Gold

Der Gewinner des „Großen Sterns in Silber“ geht auf Bundesebene in das Rennen um den „Großen Stern des Sports“ in Gold, der seit 2004 jährlich in Berlin vergeben wird. Der „Stern des Sports" in Gold ist die höchste Auszeichnung bei diesem Wettbewerb. Das Engagement des Siegervereins wird in großem Stil geehrt: Seit 2007 zeichneten die Bundeskanzlerin und der Bundespräsident die Gewinner abwechselnd aus. Zusätzlich gibt es für den Sieger einen Scheck über 10.000 Euro, insgesamt werden beim Bundesfinale 30.000 Euro ausgeschüttet. Durch zusätzliche Geldprämien auf Regional- und Landesebene flossen so den teilnehmenden Vereinen in den zurückliegenden Jahren rund 5,5 Millionen Euro als Anerkennung und zur Förderung ihres gesellschaftlichen Engagements zu.


Quelle: Sterne des Sports | Youtube​​​​​​​

Hamburger bei den „Großen Sternen des Sports“

2020: Platz drei für Duvenstedter Sportverein von 1969 
Engagement: "Ich werde groß mit Sport in Duvenstedt": Als Sportverein eines Stadtteils, der mit seiner Lage am Stadtrand von Hamburg und dem Ausweis von Neubaugebieten in den letzten 25 Jahren zu einem Anziehungspunkt für viele junge Familien mit Kindern geworden ist, will der DSV der sportliche Mittelpunkt sein und zum Erhalt der Gemeinschaft und des Miteinanders im Stadtteil beitragen. Die Konzentration liegt daher ganz auf den Kindern, Jugendlichen und Familien, die sich durch den Sport im Verein in ihrer neuen Umgebung wohl fühlen sollen und eine Heimat finden.

2019: Platz drei für Parkour Creation

Beim Publikumspreis der Sterne des Sports schaffte es mit dem dem Parkour Creation e.V. ein Hamburger Vertreter auf das Treppchen.  Sebastian „Batte“ Ploog und sein Team von Parkour Creation e.V. haben im Oberhafen mit dem Projekt DIE HALLE eine bundesweit einzigartige Location für die Sportart Parkour geschaffen. Das wurde mit 500 Euro Preisgeld belohnt. 

2018: Platz vier für den ETV
Der Eimsbütteler Turnverband e. V. ging mit seinem „Großen Stern in Silber“ am 22. Januar 2019 in das Rennen um den „Großen Stern des Sports“ in Gold, der seit 2004 jährlich in Berlin vergeben wird. Und der ETV kam dabei auf Platz vier. Das wurde mit 1.000 Euro belohnt. Gold und 10.000 Euro gingen an den TV Erlangen für die Aktion „Rollatorsport mit Fahrdienst für Hochbetagte. Auf Platz zwei (7.500 Euro) kam die Lübecker Wassersport-Initiative „Sail United“. Platz drei ging an die TS Klein-Krotzenburg („Gib uns Dein Talent). Die Preisverleihung nahm Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vor.

2017: Platz vier für den SC Condor
Was für ein Erfolg! Beim Bundesfinale „Großer Stern des Sports“ in Berlin kam der SC Condor auf Platz vier. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und DOSB-Präsident Alfons Hörmann übergaben die Auszeichnung an Thomas Brinkmann (SC Condor) und Dr. Reiner Brüggestrat (Hamburger Volksbank) in Berlin. Der Vorstandsvorsitzende des Hamburger Sportbundes freute sich: „Diese Auszeichnung auf Bundesebene ist eine große Anerkennung des Engagements des SC Condors. Sportvereine leisten seit vielen Jahren Beispielgebendes in der Gestaltung unserer Nachbarschaften. Ein solcher Preis hilft dabei, die Aufmerksamkeit darauf zu lenken, welch wertvoller Faktor der Sport in unserer Gesellschaft ist“.

2016: Platz vier für den BC Hanseat
Der BC Hanseat ist seit 2016 Stützpunktverein des Programms Integration durch Sport und wurde ausgezeichnet für sein Integrationsprojekt „Durchboxen und ankommen“. Seit 2015 trainieren 35 Flüchtlinge an drei Tagen in der Woche kostenlos in einer kleinen Halle in der Seilerstraße auf St. Pauli. Die Ausrüstung wird vom Verein gestellt und von privaten Spendern und Sponsoren finanziert. Das Projekt dient der Stärkung des Selbstbewusstseins, der schnelleren Integration in die Gesellschaft und dem Lernen der deutschen Sprache. Der BC Hanseat ist sportlich besonders im Frauen-Boxen erfolgreich. In Planung ist darum, gezielt auch geflüchtete Frauen und Mädchen anzusprechen. Die Schirmherrschaft über das Projekt „Durchboxen und ankommen“ übernahm Box-Weltmeisterin Susianna Kentikian.

2015: Platz drei für den FC Süderelbe
Der FC Süderelbe erreichte 2015 den dritten Platz im Bundesfinale der Sterne des Sports. Der Verein organisiert seit 2014 eine Berufs- und Ausbildungsmesse für Jugendliche aus der Nachbarschaft und wurde für dieses Engagement geehrt. Den neuen Publikumspreis der Sterne des Sports gewann der Hamburger Verein Sport ohne Grenzen, der Jugendlichen das Basketballspielen näher bringt, Perspektiven aufzeigt und Sozial-Kompetenz vermittelt.


Weitere Informationen zu den Gewinnern unter: Hamburger Sportbund | Hamburger Volksbank

Weitere Informationen: Sterne des Sports

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