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Golf There’s no business like…

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Da brennt hier in Hamburg im Juli/August sportlich an allen Ecken und Enden die Hütte und kaum einer kriegt mit, dass die Hamburger zeitgleich auch auswärts zeigen, wo der Hammer hängt. Ohne viel Getöse wird der Hamburger Golf-Club Falkenstein in Köln nämlich deutscher Mannschaftsmeister bei den Damen. Yiiiiiihaaa.

Sporting Hamburg

sporting hamburg "Mischung aus Erfahrung und jugendlichem Leichtsinn"

Kurzum schmeißen wir unseren Redaktionsplan über den Haufen und treffen Christian Lanfermann, Chefcoach beim HGC. „Richtig planen kann man so einen Erfolg verständlicherweise nicht, aber fest vorgenommen hatten wir uns das schon“, grinst Christian stolz. Denn zum ersten Mal ist den Hamburgern dieser Coup geglückt, seitdem der Titel für die Damen ausgespielt wird. Qualifiziert für das Final Four hatten sich die jeweils ersten zwei Clubs aus den Ligen Nord und Süd: Berlin, München, Titelverteidiger St. Leon-Rot und eben WIR.

Christians Team ist eine Mischung aus „Erfahrung und jugendlichem Wahnsinn“ lacht er, und wir wundern uns, weil die älteste Spielerin schon greisenhafte 24 ist. Wir werden aufgeklärt: „Erfahrung meint in der Spielklasse und beim Golfen Spielerfahrung auf großen internationalen Turnieren, Meisterschaften etc. Das zahlt sich unheimlich aus.“ Und da gibt es bei den Hamburgerinnen tatsächlich sogar 3,5 Spielerinnen, die auch schon für Deutschland angetreten sind. Allen voran Esther Henseleit (19), die zuletzt Vize-Europameisterin wurde, die 0,5 ist Miriam Emmert (18), sie ist nämlich im Perspektivkader des Verbandes, heißt bei den Golfern kosmisch Satellite.

Die Nachwuchsarbeit der letzten Jahre zeigt offensichtlich erste großartige Resultate, die Mädels aus Falkenstein haben gerade einen Lauf, um dann mal wieder weltlich zu werden. Zwölf richtig gute Spielerinnen und Top-Talente, teils erst 15 Jahre alt, machen das Team stark. „Drei Erfolgsfaktoren kamen dann beim Final Four zum Tragen“, beschreibt Christian Lanfermann, der mit Co-Trainer Joshua Kausche offensichtlich ziemlich viel richtig gemacht hat:

1. „Die Körpersprache ist sehr bedeutend.“ Aufrecht, geradeaus, selbstbewusst und kampfeslustig, denn die Mission war vorher fixiert: „Wir wollten den Pott an die Elbe holen“, sagt Christian, also waren die Mädels entsprechend vorbereitet und sind richtig breitschultrig auf den Platz gegangen. „Etwaige Bemerkungen von Gegner-Fans, Provokantes, das hat uns alles völlig kalt gelassen“, freut er sich jetzt.

Der 2. Aspekt war das große Ganze, das Team hinter dem Team, eine Einheit: die Fans, viele Clubmitglieder, die Caddies, Physio-Königin Susanne Junge, Mental-Trainer Justin Walsh – alle haben ihren großen Anteil, und uns wird mal wieder warm ums Herz.

Und 3. hat die Teamfähigkeit eine entscheidende Rolle gespielt: „Wir waren in Köln eine Mannschaft, sehr homogen“, sagt der Trainer, was jetzt nicht wirklich überrascht, aber er macht uns weiter schlau: „Beim Golfen in der Mannschaft müssen alle mental mitspielen, auch wenn jemand wider Erwarten kurzfristig nicht eingesetzt wird.“ Diskussionen mit dem Trainer oder untereinander wären dann für das Team nicht zielführend, und das bei einem Sport, in dem man in der Regel als Einzelkämpfer am Start ist. Aber das hat offensichtlich extrem hingehauen.

Bis hin zu kleinen bühnenreifen Soap-Episoden, wenn zwei Spielerinnen den Gegnerinnen ohne eine Miene zu verziehen den Eindruck vermitteln, sie würden antreten, diese sich dann darauf einstellen, um dann doch zwei ganz anderen Hamburgerinnen gegenüberzustehen. Christian freut sich, wir staunen nicht schlecht. „Das gehört alles dazu“, lacht er, wie offensichtlich dann auch das Bad im Golfteich. Die offizielle Feier im Club steht noch an. Wann und wo die teaminterne Party ist, wird nicht verraten. Habt Spaß.

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