Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Basketball Just added: Intrinsische Motivation

Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Wir freuen uns über den Superlauf der Towers (Stand letztes Spiel gegen Trier) und schneppern über die Elbe nach Wilhelmsburg, treffen dort im Café „Die Möwe“ Kova und Malik, ausgeschrieben Hrvoje Kovacevic (32) und Malik Tony Günter Müller (24). Sie haben mit ihrer Truppe am Vorabend gerade ihre Verfolger Trier mit 108:62 nach Hause geschickt und sind folglich gut drauf.

Sporting Hamburg

sporting hamburg

Die zwei Combo-Guards

Gut drauf sind sie aber sowieso, und so haben wir ein sehr kurzweiliges Frühstück. Bei den Positionen, ihrer Rolle haben sie eines gemeinsam: sie sind beide Combo-Guards. Kova meint aber, Malik sei „mehr Combo als Guard“, er selbst „mehr Guard als Combo“. Das mag den Erfahrungen und dem Lebensalter geschuldet sein.

Kova spielt die zweite Saison hier in Hamburg, Malik kam erst in diesem Jahr, zuvor spielte er in Ludwigsburg in der ersten Liga. So grundverschieden sie sind, so einhellig beschreiben sie die momentane Situation der Towers und die aktuell gute Stimmung. Trainer Mike Taylor scheint einen richtig guten Job zu machen. Es gibt wohl auch ein neues Spielsystem, aber vielmehr sind es wirklich weiche Faktoren, die unsere Towers zu harten Gegnern in der Liga machen. Motivation is the Clue.

Positive Stimmung

„Von Mike kommt nie etwas Negatives“, sagt Malik. „Er baut auf, lobt, verbreitet grundsätzlich gute Stimmung.“ Fehler werden angesprochen, wenn man sie mehrfach macht, aber ruhig, konstruktiv, nicht im Affekt. Ansonsten ist gute Laune und WIR angesagt. Und das, ein zweiter Schlüssel zum Erfolg, „obwohl wir eine sehr heterogene Truppe sind“. „Da sind die Veterans“, beschreibt Kova die erfahrenen Spieler, „die sollen die jungen Wilden mitreißen“, und die in der Mitte, auf dem Sprung zu den Veterans. „Opa“ wurde Kova mal in einem Interview genannt, seine Mitspieler bevorzugen „Professor“, für das Wissen, das er an seine Mitspieler weitergeben kann bzw. weitergibt.

Gemeinsam in die erste Liga

Gemeinsam wollen sie alle in diesem Jahr aufsteigen. Und deswegen sind sie extrem fleißig. „Kein anderer ProA-Verein trainiert so hart, so viel, und so professionell wie wir“, sagt Malik sehr bestimmt. „Die ganze Saison über bolzen wir dienstags zum Beispiel noch Kondition, damit wir die lange Saison durchhalten, und um dann nicht in den Playoffs durchgereicht zu werden“, erklärt er.

„Natürlich bringt jeder Trainer neue Systeme mit, Übungsformen“, fährt er fort, „aber der wesentliche Aspekt liegt wohl im Menschlichen.“ Malik weiter: „Ich habe in meiner Laufbahn schon ein paarmal derbe Enttäuschungen bei Trainern erlebt, deswegen war ich auch bei Mike zunächst sehr vorsichtig.“ Aber das hat sich offensichtlich völlig erübrigt. Sie glauben alle an den Trainer und an den gemeinsamen Erfolg. Sein „High Quality“-Training ist gepaart mit seiner ungebremsten Euphorie für den Basketball, das Team und das „ultimate Goal“. 

„Mike ist sooo positiv“, schwärmt Malik, „wir sind jeden Tag aufs Neue unfassbar motiviert.“ Viel dieser mentalen Unterstützung führen beide auf die Persönlichkeit des Trainers zurück: „Er sieht immer das Gute.“ Wie schön ist das denn? Für beide Spieler, die da so sehr schwärmen, scheinbar eine ganz neue Erfahrung in ihrer Sportler- bzw. Profikarriere.

Kurzzeitig stiefelt Coach Mike Taylor mit hochgezogenem Kragen und Pudelmütze an der „Möwe“ vorbei Richtung Halle. Er bleibt stehen, winkt, lacht. „Siehst Du, er lacht immer“, grinst Malik. 

Mit 13 ins Basketball-Internat

Natürlich haben beide als Jungs angefangen zu spielen, Kova in Kroatien, bis er dann 2013 nach Deutschland kam, Malik verließ sogar schon mit 13 (!!) sein Elternhaus, um sich im Basketball-Internat Urspring auf seinen Sport konzentrieren zu können.

Viele internationale, vor allem deutsche Spitzenspieler waren dort. Als Reminiszenz an diese intensive Zeit hat er sich seine Best Buddies, aber auch die damalige Losung, auf den dicken Oberarm tätowieren lassen. Er hat am College in den USA zwischenzeitlich Psychologie studiert, das Studium pausiert gerade für den Sport, und er liebt Musik. Zwar singt er nicht öffentlich, hat aber zumindest schon mal ein Mikrofon, spielt auch Klavier und hört von Klassik bis Rap.

Kova ist eher ein ruhiger Vertreter. Umso weniger überrascht es, dass er gern angelt. „Outdoor“ ist das Stichwort. Beide leben, Kova mit Partnerin Nela, in Wilhelmsburg und fühlen sich in Hamburg sauwohl, „großartige Stadt“. Heimat ist aber bei Profi-Spielern ein dehnbarer Begriff.

„Man lernt schnell, sich die Heimat zu machen“, sagt Malik. Sie identifizieren sich komplett mit der Stadt, mit der Towers-Idee, der Towers-Familie. „Und wir wollen auch für die Stadt aufsteigen“, sagt Kova. „Die Stadt ist bereit, groß genug für einen Basketball-Erstligaverein und motiviert genug“, freut sich Malik über das Feedback, das sie in Hamburg bekommen. 

Malik weiter: „Gemeinsam wollen wir hier dem Basketball die Randsportart-Stereotype wegnehmen, da haben wir Bock drauf.“ Wir auch.


Themenübersicht auf hamburg.de

sporting hamburg ist das Stadtsportmagazin für Hamburg! Das Heft ist voll mit Hamburger Sport-Stories und passt damit perfekt zur Active-City-Idee der Hansestadt. Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Geschichten aus dem Heft.

sporting hamburg erscheint monatlich und liegt kostenlos in der gesamten Metropolregion aus. Das Magazin ist zu finden in vielen Vereinen, Studios, REWEs, EDEKAs, ECE-Einkaufszentren, in den UCI-Kinowelten, den Stolle Vitalwelten, in allen Schwimmbädern, bei BUDNI und in vielen Bars und Cafés. 

Hamburger Sport-Highlights

*Über die Einbindung dieses mit *Sternchen markierten Angebots erhalten wir beim Kauf möglicherweise eine Provision vom Händler. Die gekauften Produkte werden dadurch für Sie als Nutzerinnen und Nutzer nicht teurer.
Anzeige
Branchenbuch