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Segeln Tipptopp-Saisonstart

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In den letzten Jahren hat sich Segeln vor allem durch das Foilen, das ist Segeln auf einer Art Tragflächenflügel, immer mehr zu einer noch spektakuläreren Sportart entwickelt. Extrem schnell und anspruchsvoll, seit 2000 olympisch, ist der 49er, eine High-Performance-Bootsklasse für zwei Mann Besatzung. Vorschoter und Steuermann stehen auf den breiten Wings im Trapez und halten mit ihrem Körpergewicht das Boot aufrecht.

Sporting Hamburg

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Erik Heil (29, Steuermann) und Thomas Plößel (30, Vorschoter) sind die amtierenden Bronzemedaillenträger von den Olympischen Spielen 2016 in Rio, die mit dem Edelmetall eine achtjährige medaillenlose Zeit des Segelverbandes beendet haben. Ihr erinnert Euch vielleicht an die Salti rückwärts im Ziel.

Erik kenne ich seit 2016 von einem Bundeswehrlehrgang der Sportsoldaten, den wir in Hannover absolvieren mussten. Umso cooler war es, ihn mal wieder zu sprechen, um zu hören, was die letzten Jahre so passiert ist und wo die Reise hingehen soll. Erik ist ein lässiger Typ, studiert nebenher Medizin in Kiel und ist eben auch ein mega-erfolgreicher Segler. Thomas ist seit 2001 sein Segelpartner, beide sind im Olympia-Team des Norddeutschen Regatta Vereins aus Hamburg. Aktuell schnaufen sie noch mal in Kiel durch, bevor es derbe stressig weitergeht. „Als Segler bist Du fast immer auf Achse“, sagt Erik. „Boot auspacken, fertig machen, segeln – und dann für den nächsten Wettkampf oder für das neue Trainingsrevier alles wieder von vorne…“ Heil/Plößel sind extrem gut in die Saison gestartet.

sporting Lars

Im Februar haben sie den dritten World-Cup-Sieg ihrer Karriere in Miami eingefahren. „Wir haben mit viel Risiko gespielt und sind häufig aggressiv am Limit gesegelt, aber bei der Regatta waren wir auf der glücklichen Seite und es hat sich ausgezahlt“, meint Erik. Aktuell haben sie noch knapp eine Woche, um sich ums Studium zu kümmern, dann geht es bis zum 6. April nach Mallorca ins Trainingslager, als Vorbereitung für die Europameisterschaft vom 7. bis 19. Mai in Weymouth, England. Danach gibt es eine kleine Auszeit. Das Studium muss bei beiden vor der stressigen Olympiasaison noch einmal in den Vordergrund rücken, vielleicht wird zwischendurch noch die Kieler Woche gefahren. Erik muss ordentlich für sein Physikum pauken. 

Wenn das im August dann bestanden ist, muss das Studium pausieren, dann rückt Segeln wieder komplett in den Fokus. Die Olympiaqualifikation steht an und das bedeutet, dass Erik und Thomas so gut wie nur noch auf der anderen Seite des Kontinents unterwegs sind: Australien und Neuseeland heißt es dann für beide. Die Qualifikation besteht nämlich aus drei Wettkämpfen, der WM Ende November in Neuseeland, dann folgt die WM im Februar 2020 in Australien und als Abschluss gibt es noch die Trofeo Princesa Sofía auf Mallorca. Aktuell hat Deutschland im 49er fast ein Luxusproblem: Es gibt vier deutsche 49er-Mannschaften, die alle dieses Ticket haben wollen. In Miami beim World Cup waren alle vier unter den Top 8 der Welt. Qualifizieren kann sich aber nur ein deutsches Boot für Tokio!

Man kann sich also selber ausmalen, was von November bis April für diese vier Teams Hauptthema ist. Der Kampf um den Nationenplatz wird extrem hart. Erik und Thomas wollen beide wieder eine Medaille bei den Olympischen Spielen. Um komplett vorbereitet zu sein, haben sie als Trainingspartner eine spanische Mannschaft und ihre Freunde Schmidt/Boehme, die eines der drei anderen Top-Boote des Segler-Verbands sind. „Das ist die beste Trainingskombination, unter der wir ohne viel Training immer auf den Wettkampf optimal vorbereitet sind“, so Erik. Eins ist klar, es wird megaspannend. Und egal, welches deutsche Boot sich durchsetzt, es wird in Tokio wahrscheinlich um die Medaillen mitfahren! Wir drücken trotzdem dem TEAM HAMBURG die Daumen.

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