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Baseball "Boys of Summer"

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Wir sind in Niendorf und treffen die Stealers, vielmehr ihren neuen Headcoach David Wohlgemuth, 28 Jahre alt. Er ist, die Headline ist Programm, schwer gebräunt und strahlt in die Runde. Seit dieser Saison ist David verantwortlich für die ersten beiden Mannschaften und er tobt offenbar ausschließlich auf dem Platz rum.

Sporting Hamburg

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Der neue Headcoach

Er strahlt, auch weil er sich in Hamburg, bei den Stealers, wohlfühlt. UND weil er offensichtlich seine Idee, Baseball zu spielen, erst recht ihn aufzubauen und zu beleben, hier in Niendorf umsetzen kann.

Und das mit dem „Summer“ ist wirklich so. Bei ordentlich Regen kann nämlich nicht gespielt werden, denn sind die Lederbälle nass, sind sie schwer berechenbar. Woher David kommt? Aus Dohren, das ist somewhere next to Tostedt und Buchholz, da war er bislang für die einzige Dorfmannschaft der Liga verantwortlich. Hier in Hamburg ist mehr Potenzial, wen überrascht’s, eine breitere Basis und ein Verein, der es wissen will. Und die ersten Spieltage in dieser Saison scheinen ihn zu bestätigen, ihn aber auch zu beflügeln. Gegen den Tabellenführer Untouchables Paderborn sowie gegen einen der Titelaspiranten, Bonn Capitals, gab es jeweils Punkteteilungen, was hoffen lässt. Gerade die Ergebnisse in den jeweils zweiten Spielen machen ihm Mut und motivieren ihn und das Team. Je Spieltag gibt es nämlich ein Hin- und Rückspiel, und laut Regelwerk dürfen im 2. Spiel die europäischen Spieler ran, sind die meist US-Importe nicht am Start. Diese Regel wurde eingeführt, damit nicht ausschließlich Kohle die LigaErgebnisse bestimmt und damit die deutschen Spieler, auch hinsichtlich der Nationalmannschaftsbildung, sich entwickeln und empfehlen können. Heißt also, die Eigengewächse sind am Schlag, und da punkten aktuell die Hamburger.

Mit Respekt in die Playoffs

Als David kam, bescheinigte er nach eingehender Analyse den Hamburgern großes Potenzial. Aus seiner Sicht fehlte es aber „an Team-Spirit, an Mannschaftsgefüge und irgendwie an Wettbewerb“. Und: „Jeder Spieler hatte seine Rolle, die Truppe war nicht in dem Flow, den ich mir wünsche.“ Kurzerhand legte er das Training der schon vergleichsweise jungen 1. Mannschaft zusammen mit dem der 2., seiner eigentlichen Nachwuchstruppe, aus der er eine U23 formte. „Konkurrenz belebt das Geschäft“, sagt er. Die Männer aus der 1. müssen sich strecken, denn die jungen Wilden machen Druck von unten, die hingegen haben immer die Mohrrübe vor der Nase und können sich von den „Großen“ was abgucken. Also sind die Stealers teilweise mit 40 Mann auf dem Platz, spielen gegeneinander, trainieren miteinander und bringen sich gegenseitig auf Vordermann. „Werte sind mir wichtig“, sagt David. So hat jeder seine Mitspieler mit Handschlag zu begrüßen, „das hat was mit Respekt zu tun“, findet der Coach. Und stimmt das Mannschaftsgefüge, das WIR, können kollektive Ansagen besser funktionieren. Denn die gab es auch, nicht nur bei den weichen Faktoren. „Wir spielen in dieser Saison aggressiver, mutiger.“ Heißt in der Umsetzung, man wartet nicht auf schwächere Würfe des Pitchers, sondern versucht gleich, die richtig schnellen ersten Geschosse (mit bis zu 160km/h) zu parieren. Abgesehen davon, dass das die Gegner überrascht, setzt es sie bzw. deren Defense ordentlich unter Druck. Und das klappte bei den zwei Hochkarätern ja schon mal ganz gut. Nun wollen die Stealers in die Playoffs, heißt unter die Top 4 der Bundesliga Nord. Wenn möglich, winkt dann die Teilnahme an der Endrunde.

Nachwuchsförderung

Coach Wohlgemuth hat aber noch ein paar mehr Themen auf dem Zettel. Zum einen wird die eigene Nachwuchsentwicklung intensiviert: Neben den aktuell vier Nachwuchsteams formte er einen, wir sagen jetzt mal, Perspektivkader namens Elbakademie, in dem er aktuell 11 Spieler zweimal die Woche extra betreut, und das mit sechs (!!!) anderen Trainern. Das ist sein Baby. Er geht sehr fundiert vor: „Es gab sogar Elternabende hierzu, denn die Jungs brauchen die volle Unterstützung von zu Hause“, unterstreicht er.
Zum anderen baut David die Nachwuchsarbeit weiter aus, indem er sich massiv um Kooperationen mit Schulen kümmert. Es gibt BaseballOlympiaden, und er geht in Schulen und spielt mit den Kids vor Ort und mit großer Freude Brennball, bis sie über die Zeit Spaß an der Idee haben, auch mal beim Baseball vorbeizuschauen. Mit Simon Bäumer haben die Stealers inzwischen sogar einen U18-Nationalspieler in ihren Reihen. Und last but not least sollen auch die Spieltage ordentlich Werbung für ihren Sport machen. Einen Familientag mit Burgern und allerhand Kinderbespaßung, dem American Way of Baseball, wird es am 04. Mai wieder geben.



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