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Leichtathletik Schöne Aussichten

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Leichtathletik ist ja auch so eine der tollsten Sportarten. Das Herzstück der Olympischen Spiele sozusagen, in der die menschlichen Bewegungsabläufe Laufen, Springen und Werfen als Sportart vereint sind.

Sporting Hamburg

sporting Lars Die Sportlerinnen und Sportler, mit denen man sich dann im Fernsehen beim Speerwerfen, Weit-, Hoch-, Drei-Sprung oder beim Zehnkampf über die Platzierungen, Leistungen, sogar Medaillen freut, kommen alle nicht aus Hamburg. Da gibt es bundesweit echte Hochburgen – und dann eben Hamburg. Das kann sich nun, unter anderem mit den drei Athleten, mit denen ich mich heute treffe, ändern. Ich bin etwas spät dran für das Treffen an der Jahnkampfbahn im Stadtpark Hamburg, die drei Leichtathletik-Talente vom HSV müssen auf mich warten. Sorry. 

Carl-Junior Mireku Boateng (18) ist der amtierende Deutsche U18-Meister im Weitsprung. Und um das vorab schon mal zu klären: Auch wenn er mit 10 angefangen hat, Fußball zu spielen, ist er nicht mit den Boateng-Brüdern aus dem Fußball verwandt. 

Lucas Ansah-Peprah (20) ist der aktuelle Star der U20-EM. Er sicherte der deutschen 4×100 m-Staffel in einem fulminanten Schlussspurt die Goldmedaille und hatte genau wie Junior seine sportlichen Anfänge im Fußball. John Schlegl (20) ist seit 2006 in der Leichtathletik aktiv und damit derjenige von den dreien, der am längsten dabei ist. Bis 2017 war er in der Königsdisziplin, dem Zehnkampf, unterwegs. Nach einem Bänderriss im Fuß fi el die Entscheidung, zu seiner stärksten Disziplin, dem Weitsprung, zu wechseln, um den Verletzungsanfälligkeiten im Zehnkampf entgegenzuwirken. Mit Bronze bei der Deutschen U20-Meisterschaft dekoriert.

Trotz der Verspätung werde ich extrem lässig empfangen. Im Gespräch fällt mir immer wieder auf, wie bescheiden alle drei wirken. So kenne ich die Sprinter/Springer doch gar nicht … Usain Bolt, ein Paradebeispiel dafür, wie man sich im Stadion inszeniert. Einer, der einen Schutzwall um sich gebaut hat, um zu zeigen, dass man der Beste ist und alle anderen direkt gegen einen verlieren werden.

Genau dieses Auftreten gibt es während unseres Gesprächs nicht ein einziges Mal. Ich habe fast den Eindruck, als sei ich ein Teil dieser coolen Truppe, der aktuell stärksten Leichtathletik Trainingsgruppe in Hamburg. Kurze Frage an Lucas, was seine Bestzeit über 100 m ist (10,42 sec), lässt mich jedoch direkt wieder aus der Trainingsgruppe ausscheiden. Ähnlich sieht es für mich mit John und Junior beim Weitsprung aus, ihre Bestweiten liegen bei 7,34 m bzw. 7,50 m und sind für mich natürlich nicht annähernd zu erreichen.

Ehrgeizig sind alle drei. Das kommt zwischen den Zeilen ganz deutlich raus. Wer der Fleißigste ist, frage ich. Lucas und John sind schnell beim Antworten: „Junior.“ Dem ist das fast etwas unangenehm. „Um den Adler auf der Brust zu haben, muss man hart arbeiten, und das ist mein Ziel. Einmal für Deutschland am Start stehen, das wäre sehr cool“, meint er. Aktuell ist der Deutsche U18-Meister aus diesem Jahr jedoch weit davon entfernt – eine Verletzung. Was alles im Fuß kaputt ist, kann er mir gar nicht genau sagen. „Alle Bänder ab und irgendetwas auch gebrochen“, er ist aber optimistisch: „Ich hoffe ab Januar wieder auf der Bahn zu sein.“„Come back stronger“, das muss man leben, jeden Tag bei jedem Training. Dass Junior das lebt, kann ich fühlen. Er ist für die Rehazeit extra in den Olympiastützpunkt am Dulsbergbad gezogen, damit er zum Reha-Training nur die Treppe runter muss, und damit der Weg zur Eliteschule des Sports, wo er 2022 Abi macht, auch nicht so weit ist; die Schule liegt direkt nebenan. 

Lucas und John sind mit dem Abitur gerade fertig und absolvieren beide den BFD, Lucas beim HSV und John bei seinem ehemaligen Heimatverein, dem Ahrensburger TSV. Für das Training fährt er extra eine Stunde nach Hamburg, um gemeinsam in der Trainingsgruppe vom HSV zu trainieren. Insgesamt haben sie um die zehn Einheiten in der Woche, Krafttraining, Stabi und natürlich Bahntraining.

Die zwei sind im nächsten Jahr aus dem U20-Bereich raus und greifen dann bei den Männern mit an. Das Ziel lautet dann, die nötigen Entwicklungsschritte im Training zu gehen, damit die Großen geärgert werden können. „Olympische Spiele, das wird 2024 was“, stimmen beide ein.

„Das Wichtigste“, so alle drei, „ist es, wenn man sich selber verbessert und immer das Gefühl hat, dass man noch mehr erreichen kann. Denke niemals daran, dass die anderen schlechter sein sollen, Du musst jedem den Erfolg gönnen.“ So ist es auch in der Trainingsgruppe, alle unterstützen sich gegenseitig, egal ob im Training oder bei der Reha nach Verletzungen. Mit Verletzungen kennen sie sich alle aus, John mit seinem Bänderriss und der Pause sowie Wechsel zum Weitsprung 2017, Lucas gerade dieses Jahr bei der Deutschen Meisterschaft als Schnellster im Vorlauf über die 200m mit einer Zerrung raus, und dann eben Junior im Weitsprung bei der Deutschen Meisterschaft. „Der Zusammenhalt, den wir hier leben, der macht uns alle stärker. Es pusht mich, wenn ich gute Nachrichten von John und Lucas bekomme“, sagt Junior. Der HSV ist stolz auf seine Juniors, dazu kommen nämlich noch Bennet Vinken, er ist mit seinen 7,74m aktueller Deutscher Meister bei den U20-Herren im Weitsprung, und Owen Ansah, Deutscher Meister mit der U23-Staffel sowie U20 Staffel-Vizemeister. Respekt.

Eine coole Gruppe, mit der Einstellung und der Zusammenarbeit kann es ja nur nach vorn gehen. Auch damit, dass die Leichtathletik durch den HSV in Hamburg wieder präsenter wird. Dann klappt es unter Umständen ja auch mit der Teilnahme an den Olympischen Spielen 2024, vielleicht sogar für alle drei. Wenn der Weg so straight weitergegangen wird, bleiben sie sicher auch in der Männerklasse erfolgreich, und „darauf darf man dann auch ein bisschen mehr stolz sein“, sagen die drei. Ich finde ja auch schon auf die aktuellen.

vereint die Hamburger Spitzensportler und -sportlerinnen mit Teilnahmeperspektive für die kommenden Olympischen Sommerspiele und Paralympischen Spiele. Ziel ist es, den Athleten und Athletinnen des TEAM HAMBURG eine sportbegleitende Betreuung und fi nanzielle Unterstützung zu bieten, um ihnen die volle Konzentration auf den Sport zu ermöglichen. Das TEAM HAMBURG ist ein Projekt der Stiftung Leistungssport Hamburg.

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