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Basketball Explodiert nicht gleich!

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Wir treffen Towers-Geschäftsführer Marvin Willoughby und wollen mit ihm über Erwartungen sprechen, im Allgemeinen und im Speziellen. Die Towers sind in die erste Liga gestartet, die Euphorie des Aufstiegs voll in den Segeln, aber es setzte gleich im ersten Erstliga-Spiel eine zwar erwartete Niederlage beim Meister Bayern München, die dann allerdings leider auch noch extrem deftig ausfiel.

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Ein kalter Wind

Auch zu Hause gegen den Mitteldeutschen BC gab es eine heftige Niederlage, so auch gegen Bamberg mit 30 Punkten Unterschied. Lediglich in Gießen konnte gepunktet werden Wie damit umgehen, ist die Frage, die sich stellt. Wie steht man vor der Mannschaft, vor den Verantwortlichen, vor den Partnern und vor den Fans? Dass Medien-Kollegen schon nach der ersten Niederlage die Trainerfrage diskutieren wollen, ficht Marvin zum Glück mal gar nicht an. Aber natürlich beschäftigt ihn die Gesamtsituation, das ist sein Job, und das ist seiner  Leidenschaft für das Projekt Towers geschuldet. „Wir haben ganz klein angefangen, hier in Wilhelmsburg, und nun haben wir es in die erste Liga geschafft.“ Sportlich und inzwischen auch durchaus finanziell im Oberhaus gelandet, müssen sie, nicht nur nach den ersten Learnings „aber mal schön die Kirche im Dorf lassen“, sagt Marvin. „Uns alle überrascht es hoffentlich nicht, dass in der ersten Liga ein anderer Wind weht“, erklärt er weiter. Dass der nun wirklich direkt von vorn kommt und richtig kalt ist, „das ignorieren wir natürlich nicht“, ergänzt er. „Und natürlich machen wir uns Gedanken, die machen wir uns aber immer und sowieso.“ Er räumt ein: „Bestimmt hätten wir ein Spiel mehr gewinnen müssen, und so deutlich hätte es gleich zum Saisonstart auch nicht sein müssen, aber wir haben unsere Schwachstellen, derer sind wir uns bewusst und an denen arbeiten wir hart.“ Alle seien extrem bemüht, und „nach wie vor wollen wir in diesem Jahr mit dem Abstieg nichts zu tun haben“, führt er weiter aus. „Wir underperformen nur bedingt, aber sind eben noch lange nicht da, wo wir sein wollen, wo wir sein können.“ Er erklärt: „Wir sind mehr als Basketball, das ist keine Phrase. Wir arbeiten auf die Towers-Art und Weise: Wir sind ein positives, leistungsorientiertes Unternehmen, das seinen Mitarbeitern das Angebot macht, sich zu verbessern, sich zu entwickeln.“ Und die müssen sich jetzt an den rauen, kalten Wind gewöhnen. „Und das müssen auch die Fans, die uns sensationell unterstützen, trotz der Niederlagen.“ Druck von außen lassen sie wenn möglich nicht zu, „führt auch zu nix“. Locker bleiben ist die Devise, dabei den Spielern gegenüber den richtigen Ton finden. 

Entwicklungspotential

Der Wille ist ungebremst und „wir reden von insgesamt 32 Spielen.“ Da muss man sich in der Warmlaufphase nicht verrückt machen. „Die Halle explodiert ja nicht gleich, wenn wir verlieren“, grinst Marvin und strahlt zumindest nach außen Gelassenheit aus. „Sport ist manchmal nicht mehr als blödes Rumgelaber“, lacht er, „Uli Hoeneß kann auch keine Siege garantieren.“ Und: „Wichtig ist, dass wir auf neue Situationen immer kreativ reagieren, immer wieder.“ Auffällig ist zum Beispiel schon, dass mit Justus Hollatz bislang einer der Jüngsten im Grunde den besten Job gemacht hat. Das ist super, auch für ihn natürlich, beweist aber auch Luft nach oben auf den anderen Positionen und offensichtliches Entwicklungspotential. Und so reagierten die Towers auch in den letzten Wochen sofort und besetzten die vakante Point Guard-Position mit dem NBA-erfahrenen (47 Spiele) Mexikaner Jorge Gutierrez (30) neu. „Wir hatten einen super Eindruck von ihm, er passt spielerisch, technisch, ist sehr erfahren und soll künftig als stetige Hand im Aufbauspiel agieren.“ Vor allen Dingen soll er mit seiner Einstellung und seinem Kampfgeist das ganze Team mitnehmen und voranbringen. Fels in der Brandung, könnte man sagen, vor allen Dingen auch in der Abwehr. Das ganze Mannschaftsgefüge wird sich dadurch ein Stück weit verschieben, aber das sind normale Prozesse, damit müssen die Jungs umgehen, sowieso „müssen wir kaltschnäuziger werden“, so Marvin. „Wir sind irgendwie in der gleichen Phase wie im letzten Jahr, nur die individuelle Leistung der Gegner ist eben besser.“ Schlimm wäre es, wenn sie bislang perfekt gespielt hätten, denn dann hätten die Towers ein richtiges Problem. Marvin lacht und lässt sich ein solches Problem eben nicht ans Bein reden.

AKTUELL:
Nach zwei neuerlichen Niederlagen gegen Göttingen und Ulm (schluck!) reagierten die Towers ein weiteres Mal sehr zackig und holten mit Michael Carrera einen Forward, der zuletzt bei Brose Bamberg unter Vertrag stand. Jetzt aber!

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