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Alsterschwäne Zeit für's Frühjahr!

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Für Hamburg haben die Alsterschwäne ein besondere Bedeutung, denn sie leben schon seit mehreren hundert Jahren auf der Alster. Am 15. April kehren sie nun aus dem Winterquartier zurück.

Alsterschwäne

Frühjahr 2020: Schwäne kehren zurück auf die Alster

Jetzt können sie endlich wieder ihre Runden auf der Alster drehen: Hamburgs Schwäne verlas­sen ihr Winterquartier und suchen ihre angestammten Quartiere auf. Am 15. April entließ Schwanenvater Olaf Nieß die 120 Tiere am Eppendorfer Mühlen­teich in die Freiheit. Von dort geleitete er sie bis zur Krugkoppelbrücke. Gemeinsam mit der Alsterfontäne, die 2020 im April wieder auf der Binnenalster einzog, markieren die Schwäne den Beginn des Frühjahrs in Hamburg.

Das war der Umzug ins Winterquartier 2019

Besondere Aufmerksamkeit fällt alljährlich im November auf die Arbeit des Schwanenvaters. Denn dann findet der über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Umzug der Alsterschwäne in ihr Winterquartier statt. 2019 fiel der Umzug auf den 19. November. „Die Tiere sind dieses Jahr sehr weit auf der Alster verteilt“, erklärte der Schwanenvater Olaf Nieß. „Deswe­gen werden wir einen etwas größeren zeitlichen Vorlauf benötigen, um sie in Richtung Schleu­se zu treiben.“
Im Eppendorfer Mühlenteich wurde extra für die Alsterschwäne ein kleines Überwinterungsquartier geschaffen. Damit die Wasseroberfläche bei Eis und Kälte nicht zufriert, sind besonders energiesparende Unterwasserpumpen eingebaut. Die Tiere suchen sich auf der großzügigen Anlage ihre Nahrung selbst aber werden je nach Witterungsverhältnissen auch gefüttert. So ist das Überleben der lebenden Wahrzeichen Hamburgs auch im Winter gesichert.

So läuft der Umzug in das Winterquartier


Hamburg ohne die weißen Schwäne, kaum vorstellbar. Diese enge Verbundenheit der Hansestadt mit den Schwänen hat eine lange Tradition. Eine alte Legende besagt, dass so lange stolze Schwäne auf der Alster ihre Runden ziehen, Hamburg eine freie und wirtschaftlich erfolgreiche Hansestadt sein wird. In Aufzeichnungen aus dem 16. Jahrhundert finden sich bereits Abrechnungen über den Kauf von Futtermitteln für die Schwäne aus öffentlichen Mitteln. Im Jahre 1664 wurden die Schwäne dann vom Hamburger Rat unter einen besonderen Schutz gestellt. Es war seither verboten sie zu beleidigen, zu verletzen oder gar zu töten. Ebenso ist es eine Tradition Hamburgs, den Vertretern besonders verbundener Städte oder Staaten bei offiziellen Besuchen Schwäne als Gastgeschenke zu überreichen. Die Tiere werden dann sozusagen als Botschafter Hamburgs tätig.

Das Schwanenwesen

Ist einer der Alsterschwäne mal krank oder verletzt, kümmert sich das eigens eingerichtete städtische Amt des Revierjagdmeisters um die Tiere. Der sogenannte Schwanenvater ist der einzige Mitarbeiter der Zentralstelle Schwanenwesen. Dieses Amt ist einzigartig in Deutschland und besteht bereits seit dem 11. Jahrhundert. Hamburgs jetziger Schwanenvater heißt Olaf Nieß. Er feierte vor kurzem sein 25-jähriges Dienstjubiläum. Schon sein Vater Harald Nieß war seit 1950 Schwanenvater in Hamburg. Und hat die Betreuung der Schwäne in die Hände seines Sohnes übergeben. Neben der Notfallrettung verunglückter Tier gehört zu seinen Aufgaben die Aufzucht und Pflege verwaister Jungtiere oder die Überwachung des Lebensraums.


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