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Bezirk Altona Alternativ, szenig und wohlhabend

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Altona ist der westlichste Bezirk Hamburgs und bietet viel Abwechslung. Die ehemalige dänische Enklave bietet Urbanität, Szeneviertel und Sandstrände ebenso wie ländliche Ruhe und wohlhabende Elbvororte. Und mittendrin zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie den Fischmarkt, Elbstrand, Treppenviertel oder Volkspark.

Das Wappen des Hamburger Bezirks Altona

Bezirk Hamburg-Altona

Bezirk Altona

Einwohner267.058*
Einwohner pro km²3.364*
Fläche77,9 km²*

Hamburgs abwechslungsreicher Westen

All to nah oder übersetzt all zu nah war den Hamburger Oberen lange Zeit die Stadt Altona. Die unter dänischer Herrschaft stehende Siedlung lag gleich vor den Toren Hamburgs und stand lange in großer Konkurrenz mit der florierenden Hansestadt. Heute ist wohl jeder Hamburger froh, den ehemals kleinen Nachbarn im Stadtgebiet zu haben, denn das von jeher alternative und liberale Altona hat das Bild Hamburgs entscheidend mitgeprägt und bildet einen Gegenpol zur kaufmännischen und geschäftigen Hansestadt.

Ein solcher Kontrast zeigt sich heute schon innerhalb des westlichsten Bezirks Hamburgs, wo sich einige der reichsten und gleichzeitig einige der einkommensschwächsten Stadtteile befinden. Altona besteht aus drei völlig unterschiedlichen Teilen: Da wären zum einen die urbanen und dicht bebauten Szeneviertel Ottensen, Altona-Altstadt, Altona-Nord und natürlich das Schanzenviertel. Im Norden ist Altona etwas aufgelockert mit gemischter Bebauung. In den Stadtteilen Bahrenfeld, Groß Flottbek, Lurup, Osdorf finden sich große Hochhaussiedlungen und Mehrfamilienhäuser ebenso wie Reihenhäuser und Einfamilienhäuser. Und dann – ganz im Westen – sind da noch die wohlhabenden Elbvororte Blankenese, OthmarschenNienstedtenIserbrook und Rissen mit ihren Villenvierteln.

Fischmarkt, Elbstrand, Volkspark

In Altona finden sich einige der beliebtesten und bekanntesten Sehenswürdigkeiten Hamburgs. Den Fischmarkt mit der historischen Fischauktionshalle, der Sonntag für Sonntag früh morgens Wochenmarktbesucher ebenso anzieht wie Partygänger, kennt wohl jeder. Ebenso das Schanzenviertel, dessen Straßen an lauen Sommerabenden voll mit Menschen sind, die mit dem alternativen Charme des Viertels verschmelzen – gleiches gilt für das sehr lebendige Ottensen, das jährlich Schauplatz der altonale ist, dem besucherstärksten Straßenfest Hamburgs.

Ein weiterer Anziehungspunkt in Altona ist die Elbe, die dem Bezirk am Ufer weiße Sandstrände und idyllische Naturlandschaften schenkt, wie in Othmarschen, Teufelsbrück sowie am Rissener und am Falkensteiner Ufer. Dazwischen liegen immer wieder Grünflächen mit traumhafter Aussicht auf die Elbe, wie Altonaer Balkon, Jenischpark und Hirschpark oder der Waldpark Falkenstein mit dem Römischen Garten. Bei einem Besuch am Elbstrand in Othmarschen sollte man sich auch den Museumshafen Övelgönne nicht entgehen lassen.

Den Wohlstand und die Ergebnisse hanseatischen Kaufmannsgeschicks kann man in den Elbvororten bewundern, in denen prächtige Villen auf dem Elbhang thronen oder sich entlang der Elbchaussee gruppieren. Besonders deutlich wird dies in Nienstedten und Blankenese, den einkommensstärksten Stadtteilen der Hansestadt. Neben den Prachtbauten bietet Blankenese noch das Treppenviertel rund um den Süllberg – ein einzigartiges Quartier.

Bleibt das sportliche Altona, das mit dem Volksparkstadion die Heimat des Bundesliga-Dinos Hamburger SV bietet. Seit über 50 Jahren ist dort Bundesligafußball zu sehen. Die Arena, die direkt an Hamburgs größter Parkanlage, dem Volkspark, liegt, ist auch Schauplatz von Konzerten nationaler und internationaler Musik- und Showgrößen. Gleiches gilt für die Barclaycard-Arena, die in direkter Nachbarschaft zum Stadion steht. Weitere musikalische Unterhaltung findet man in der Neuen Flora, einem der Hamburger Musicaltempel, wo sich schon das Phantom der Oper, Tarzan, Disney's Aladdin und Cirque du Soleil Paramour die Klinke in die Hand gegeben haben.

Der dänische Konkurrent

Altonas Geschichte beginnt so richtig am 23. August 1664, dem Tag, an dem Friedrich III. von Dänemark Altona zur Stadt erhob und ihr ein Wappen verlieh. Dieses zeigt ein Stadttor am Wasser mit offenem Tor, das eine weltoffene Stadt an der Elbe symbolisieren soll. Kommt Ihnen das bekannt vor? Genau, heute verfolgt die Hansestadt Hamburg ein ähnliches Leitbild mit dem Tor zur Welt. Aber so erklärt sich bereits die Konkurrenzsituation der Städte Altona und Hamburg, die das Verhältnis über Jahrhunderte prägte. Besonders deutlich wird dies am Stuhlmannbrunnen vor dem Rathaus Altona, der zwei Zentauren zeigt, die um einen Fisch ringen – eine Allegorie auf eben diese ewig währende Konkurrenz.

Diese Konstellation könnte auch eine Erklärung für den Namen Altonas sein, denn die dänische Stadt war dem Hamburger Rat "all to nah", also all zu nah. So ergaben sich von Anfang an Reibereien und Auseinandersetzungen über Weiderechte, Glaubensfragen und vor allem die Nutzung der Elbe. Und dann geriet Altona im Dreißigjährigen Krieg auch noch in die Auseinandersetzungen zwischen Hamburg und Dänemark.

Altona war schon immer etwas anders: alternativer und liberaler als der große Nachbar. Eben dies symbolisierte das geöffnete Tor auf dem Stadtwappen und so bot Altona zu jeder Zeit politisch oder religiös Verfolgten eine Zuflucht. Die offene Haltung wirkte sich auch auf andere gesellschaftliche Bereiche aus und so entwickelte sich Altona im 17. Jahrhundert zu einem bedeutenden Pressestandort mit renommierten und langlebigen Zeitungen, die in Altona wesentlich bessere Chancen auf freie Berichterstattung fanden als in Hamburg.

Altona wächst und wächst

Nach und nach wuchs Altona immer weiter und war 1803 mit rund 24.000 Einwohnern nach Kopenhagen die zweitgrößte Stadt im dänischen Gesamtstaat. Noch bis 1864 stand Altona unter dänischer Verwaltung, fiel nach der Niederlage Dänemarks im Deutsch-Dänischen-Krieg aber schließlich an Preußen. In der Folge stieg die Einwohnerzahl Altonas durch Eingemeindung von Ottensen, Neumühlen, Bahrenfeld, Othmarschen und Övelgönne rapide an und auch Zuwanderung im Laufe der Industrialisierung ließ Altona florieren, bis 1890 etwa 145.000 Einwohner in der Stadt lebten.

Einen weiteren Aufschwung gab es zwischen 1924 und 1933 unter Oberbürgermeister Max Brauer. Erneut wurden Städte wie die Elbvororte und einige Geestgemeinden eingemeindet und schon 1928 hatte Altona rund 230.000 Einwohner. Es folgte die Zeit der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus, in der Altona erneut sein alternatives Gesicht zeigte und sich gegen die Einflüsse der Nationalsozialisten wehrte. Das Groß-Hamburg-Gesetz von 1937 war schließlich das Ende der Stadt Altona, das ab sofort keine eigenständige Gemeinde mehr war, sondern fortan zu Hamburg gehörte.

Nachdem der Zweite Weltkrieg vorüber war und auch Altona schwere Beschädigungen und Zerstörungen davongetragen hatte, veränderte sich das Gesicht Altonas. Große Verkehrsstraßen wurden angelegt, Grünflächen geschaffen und Zentren wie das an der Großen Bergstraße gebaut. Nach und nach wurde Altona aufgewertet, was eine neue Klientel in die Stadtteile des Bezirks zog. Vor allem in Ottensen, Altona-Altstadt und Altona-Nord setzte die Gentrifizierung ein. Doch trotz aller Veränderungen hat sich Altona sein besonderes und alternatives Lebensgefühl bewahrt und ist heute der wohl bunteste und abwechslungsreichste Bezirk Hamburgs.

Karte

*Quelle: Statistische Daten zu den Stadtteilen Hamburgs, Statistikamt Nord (Stand: Nov 2015)

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