Walddörfer Ein Paradies für Flora und Fauna

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Die Walddörfer liegen im Bezirk Wandsbek und setzen sich aus fünf Stadtteilen des nordöstlichen Hamburger Bezirkes zusammen. Das waldreiche Gebiet ist nicht nur eine beliebte Wohngegend, die dortigen Naturschutzgebiete beheimaten auch zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

Walddörfer Hamburg Wandsbek

An der Grenze zu Schleswig-Holstein

Die Walddörfer im äußersten Nordosten Hamburgs gehören zum Teil schon seit dem Spätmittelalter zu Hamburgs Territorium außerhalb der Stadtmauern. Folgende Stadtteile des Bezirkes Wandsbek bilden seit der Verwaltungsreform von 2011 einen eigenen Regionalbereich:

Grünes Wohnen

Ist man einmal im Nordosten Hamburgs unterwegs, dort, wo die Hansestadt an Schleswig-Holstein grenzt, fällt eines sofort auf: Dichte Wälder, Vorortidylle und Ländlichkeit scheinen hier am Rande der Großstadt zu dominieren. Zwischen all den Naturschutzgebieten, Bauernhöfen und grasenden Ponys ist der hektische Alltag der Innenstadt schnell vergessen.

Das wissen auch viele der einkommensstarken Familien zu schätzen, die die Naturnähe und den dörflichen Charakter des Gebiets für sich entdeckt haben. Dies ist unter anderem an den villenartigen Einfamilienhäusern auf weitläufigen Grundstücken zu erkennen. An Schulen und Reiterhöfen mangelt es den Walddörfern Bergstedt, Duvenstedt, Lemsahl-Mellingstedt, Volksdorf und Wohldorf-Ohlstedt zudem ebenfalls nicht. 

Pflanzen, Tiere und Gewässer  

Wie der Name schon vermuten lässt, bieten die Stadtteile mit ihren zahlreichen Wald- und Naturschutzgebieten nicht nur einen gefragten Wohnort für Familien, sondern auch einen vielfältigen Lebensraum für Flora und Fauna. 

Im rund 780 Hektar großen Duvenstedter Brook sind zahlreiche Tierarten beheimatet. Rehe, Wildschweine, Rotwild und Damwild sind ganzjährig von Wildbeobachtungsschirmen zu sehen. Der Wohldorfer Wald ist zudem das älteste Forstrevier und der größte zusammenhängende Laubwald Hamburgs und bereits seit dem Jahre 1437 im Besitz der Hansestadt. Im Rodenbeker Quellental kann man bei einem ausgiebigen Spaziergang die wenigen natürlichen Wasseraustritte auf dem Hamburger Landesgebiet bewundern. Die drei Wasserläufe der Alster, der Rodenbek und der Bredenbek schlängeln sich ihren Weg durch die dichten Laubmischwälder und bestimmen zusammen mit den Stillgewässern den Lebenraum einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt. Eine Besonderheit der Tierwelt findet man im Naturschutzgebiet Hainesch Iland im südwestlichen Bergstedt vor, denn hier ist der stark gefährdete Eisvogel zu Hause.

Historische Namensherkunft

Die Geschichte des Begriffs Walddörfer hat einen weitaus wirtschaftlicheren Hintergrund, als man es anfangs vielleicht erwarten mag. Die Stadtteile bildeten damals das Gegenstück zu den benachbarten Rühmerdörfern, die auf Rodungsflächen entstanden und sich unter anderem aus Alsterdorf, Rahlstedt und Sasel zusammensetzten. Ursprünglich bezog sich der Begriff Walddörfer auf Farmsen, Berne, Volksdorf und Wohldorf-Ohlstedt. Zwischen dem 14. und dem 16. Jahrhundert gerieten diese dann unter die hamburgische Herrschaft und bildeten seitdem zusammen mit Groß Hansdorf und Schmalenbeck eine eigene Landherrenschaft innerhalb des hamburgischen Landgebietes. Mit dem Groß-Hamburg-Gesetz im Jahr 1937 kamen die holsteinischen Gemeinden Bergstedt, Duvenstedt und Lemsahl-Mellingstedt neu zu Hamburg, während Großhansdorf und Schmalenbeck zu Schleswig-Holstein übergingen.

Die Bezeichnung Walddörfer galt von 1943 bis 2006 als Name des eigenen Ortsamtsbereichs, der sich aus Bergstedt, Duvenstedt, Lemsahl-Mellingstedt, Volksdorf und Wohldorf-Ohlstedt zusammensetzte. Mit der Reform 2006 wurde das Ortsamt aufgelöst.    

Holz als Wirtschaftsfaktor 

Holz galt damals als wichtiges Baumaterial für den Haus- und Schiffbau in der Hansestadt. Somit war der Besitz der waldreichen Gegend für Hamburg von großer strategischer und wirtschaftlicher Bedeutung. Aus dem Hamburger Rat wurde jeweils ein Senator gewählt, der zum sogenannten Waldherren ernannt wurde und für die Verwaltung der Walddörfer verantwortlich war. Dabei wurde er nicht nur von mehreren „Waldreitern“ und Beamten unterstützt, sondern auch von einem Waldvogt, der vor Ort residierte. 

Das schöne Wohldorfer Herrenhaus, das 1712 erbaut wurde und auch immer noch im idyllischen Wohldorfer Wald zu bewundern ist, diente den Waldherren bei ihren Besuchen als Amtssitz.

Die Walddörferbahn

Da das damalige Staatsgebiet der Hansestadt sehr zersplittert war, arbeitete man Anfang des 20. Jahrhunderts an einer Möglichkeit, die „politischen Inseln“, oder auch Exklaven, mit der hamburgischen Innenstadt zu verbinden. 

Mit dem Bau der Hochbahn entstand der Plan, die Walddörfer durch eine Walddörferbahn an die Hochbahn-Ringlinie anzuschließen, da eine Straßenbahn für solch eine Strecke nicht ausreichte. Doch einfach war dies nicht, schließlich musste die Hansestadt erst mit der preußischen Regierung verhandeln, da die Walddörferbahn an vier Stellen über preußisches Gebiet verlief. Seit 1918 verbindet eine Trasse die damals noch weit außerhalb liegenden Walddörfer mit Barmbek. Auch heute wird diese Strecke noch von der U-Bahn-Linie U1 genutzt, mit der man über Wandsbek-Gartenstadt und Wandsbek Markt in die Innenstadt gelangt.                      

Karte

 

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