Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen

Planungen & Verfahren Städtebaulich-landschaftsplanerischer Wettbewerb

Um die Entwicklungschancen für die bereits heute brachliegenden Teilflächen schnellstmöglich nutzen und der Knappheit von innerstädtischen Wohnraum entgegenzuwirken zu können, hat die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt zusammen mit den Grundeigentümern 2010 einen städtebaulich-landschaftsplanerischen Wettbewerb ausgelobt – ein qualitätssicherndes Verfahren zur Ideen- und Konzeptentwicklung.

Städtebaulich-landschaftsplanerischer Wettbewerb


Ziel des Wettbewerbs

Ziel des Wettbewerbs war es, die künftigen Nutzungen auf der Fläche räumlich zu strukturieren und sowohl städtebauliche als auch landschaftsplanerische Ideen für die Gestaltung von Mitte Altona zu entwickeln. So sollte ein „Grundgerüst“ erzeugt werden, das später in der Überarbeitung zum Masterplan weiterentwickelt werden sollte. Der Wettbewerb wurde auf Basis der Analyse und des Leitbildentwurfs der vorbereitenden Untersuchungen für Mitte Altona ausgelobt, so dass damit eine enge Einbindung in den weiteren Prozess der vorbereitenden Untersuchungen gewährleistet und das Wettbewerbsergebnis in den Ergebnisbericht der vorbereitenden Untersuchungen aufgenommen werden konnte.


Ablauf des Wettbewerbs und Bürgerbeteiligung

Im Zuge des Wettbewerbs wurden im Juli 2010 zehn Planungsbüros eingeladen, Konzepte und Ideen für den südlichen Teil des Gebiets der vorbereitenden Untersuchungen zu entwickeln. Im November 2010 wurde der Wettbewerb abgeschlossen und die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Jury aus 25 Fach- und Sachpreisrichterinnen und -richtern, bestand aus Vertretern der Grundeigentümer, der Politik (Hamburgische Bürgerschaft und Bezirksversammlung Altona) sowie der Verwaltung (Senatsbehörde für Stadtentwicklung und Umwelt und Bezirksamt Altona). Um auch die Belange der Bürger in diesem Verfahren mit zu berücksichtigen, wurde in diesem Wettbewerb eine besondere Vorgehensweise gewählt: Zum einen wurde bei einem Workshop im Vorfeld zum Wettbewerb der Leitbildentwurf aus den vorbereitenden Untersuchungen diskutiert und die Anregungen der Bürger aufgenommen, die dann den Auslobungsunterlagen zum Wettbewerb beigefügt wurden. Zum anderen hat eine öffentliche Präsentation und Diskussion des Zwischenstandes der Wettbewerbsarbeiten stattgefunden, um den Wettbewerbsteilnehmern die entsprechenden Rückmeldungen für die weitere Bearbeitung ihrer Entwürfe zuleiten zu können. Zusätzlich nahmen an den Sitzungen des Preisgerichts neben den genannten Fach- und Sachpreisrichtern auch sechs Bürgervertreter teil. Diese wurden teils von der lokalen Bezirkspolitik benannt und teils von Altonaer Bürgern auf einer ersten Beteiligungsveranstaltung ausgewählt. Die Bürgervertreter hatten während der Jurysitzungen zwar kein eigenes Stimmrecht, konnten sich jedoch in die Beratungen einbringen und den Belangen der Bürger Ausdruck verleihen.


Formal lief das Wettbewerbsverfahren nach den Grundsätzen und Richtlinien für Wettbewerbe auf den Gebieten der Raumplanung, des Städtebaues und des Bauwesens (GRW1995; -> Link zur Hamburgischen Architektenkammer).


Der Siegerentwurf – Grundlage für den Masterplan Mitte Altona

Die Jury wählte aus den Wettbewerbsbeiträgen drei Preisträger aus. Der Siegerentwurf stammt von den Hamburger Büros André Poitiers Architekt Stadtplaner RIBA mit ARBOS Freiraumplanung GmbH & Co. KG. Sie wurden beauftragt, ihren Siegerentwurf weiter zu überarbeiten und zu einem Masterplan für Mitte Altona zu entwickeln, der das räumliche Grundgerüst für die folgenden Planungsschritte darstellt.


Die ersten beiden Entwicklungsabschnitte von Mitte Altona

Legende
orange: 1. Bauabschnitt Mitte Altona, ca. 13 Hektar, vorgezogene Entwicklung möglich
rot: 2. Bauabschnitt Mitte Altona, ca. 16 Hektar, Entwicklung nach Bahnhofsverlagerung
blau: Bahnhof
schwarze Linie: Gebiet der vorbereitenden Untersuchungen Mitte Altona, ca. 75 Hektar

Weiterführende Informationen zu den Planungen und Verfahren für Mitte Altona: