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Steig um! Drei Monate mobil ohne Auto

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Sieben Hamburgerinnen und Hamburger testen die Alternativen

Steig um! Hier noch symbolisch, inzwischen ernst: Auto-Schlüsselübergabe von Herrn K. an Umwelt-Senator Jens Kerstan im Rathaus-Innenhof am 12.02.2019.

Drei Monate mobil ohne Auto

Sieben Hamburgerinnen und Hamburger haben vor gut einem Monat ihre Autoschlüssel abgegeben. Seither bewegen sich zehn Erwachsene und vier Kinder nur noch mit Bus und Bahn, mit dem Fahrrad durch die Stadt oder sie gehen zu Fuß. Und wenn es doch ein motorisierter Untersatz sein muss, fahren sie mit Carsharing-Autos oder einem Elektroroller.

Und sie berichten der Behörde für Umwelt und Energie (BUE) über ihre Erfahrungen. Als Aufwandsentschädigung hierfür und zur Finanzierung ihrer Mobilität bekommen sie bis Mitte Mai pro Monat 400 €, bereitgestellt von der BUE.

Als die Aktion bekannt gemacht wurde, dauerte es nur wenige Tage, bis sich rd. 80 Personen beworben hatten, aus denen – nach verschiedenen Kriterien – die sieben Kandidatinnen und Kandidaten ausgewählt wurden. Laut Sozialwissenschaftlerin Dr. Katja Hericks, die das Projekt begleitet, meinten denn auch fast alle Beteiligten im Eingangsinterview, sie würden sich schon länger fragen, ob ein Leben nicht auch ohne eigenes Auto gut funktionieren könnte. Als sich jetzt die Gelegenheit bot, ein autofreies Leben mal risikofrei auszuprobieren, waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sofort dabei.

Zugleich berichteten die meisten, dass ein eigenes Auto irgendwie immer selbstverständlich zu ihrem Leben gehört hat: Den Führerschein mit 18 zu haben und dann auf das erste eigene Auto zu sparen, das war eben so.

Die Shared Mobility-Expertin Uta Kurz weiß, dass viele Menschen vor der Entscheidung, ein Leben ohne eigenes Auto zu wagen, eine Menge Respekt haben: Das Auto wird als Teil der Privatsphäre wahrgenommen und wer mit dem Auto fährt, betritt den öffentlichen Raum erst, wenn sie oder er am Ziel angekommen ist. Ohne Auto endet die Privatsphäre bereits mit dem Verlassen der Haustür: „Für mache ist das ein Abenteuer – und gleichzeitig ein gutes Mittel gegen Einsamkeit.“

Schon am ersten Wochenende erwies sich, was Frau Kurz aus langjähriger Erfahrung weiß:

Wer das oder die Verkehrsmittel wechselt, verändert auch die eigene Mobilität und entdeckt buchstäblich neue Wege. So nutzte eine Kandidatin die kostenlose Mitnahmemöglichkeit auf ihrer Monatskarte gleich am ersten Wochenende für einen Ausflug mit einer Freundin und freute sich, dass auch die Fähre von der Monatskarte abgedeckt war. Das, so meinte sie, sei wie ein Kurzurlaub gewesen, den sie mit dem Auto in dieser Form nicht gemacht hätte.

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