MOVE Jahresveranstaltung 2018 - Mobilitätsmarktplatz
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Steig um! 4 von 7 machen ernst!

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Mit diesem durchschlagenden Erfolg war nicht zu rechnen:

Steig um! Herr B. bei der Autoabgabe.

4 von 7 machen ernst!

Ein viertel Jahr lang haben sieben ausgewählte Hamburger Haushalte ihre persönliche Verkehrswende geprobt: Wie ist es, sich ohne eigenes Auto in der Stadt zu bewegen, allein oder mit der ganzen Familie, mit leichtem Gepäck oder mit dem Großeinkauf, ins Nachbarquartier oder Umland? Und das alles bei norddeutschem Frühlingswetter.

Das Ergebnis unserer Aktion übertrifft alle Erwartungen: Vier von Sieben wollen sich aufgrund der Erfahrungen der drei Monate vom eigenen Auto verabschieden - es entweder so schnell wie möglich verkaufen oder den Leasingvertrag nicht verlängern. Ein Haushalt wird den alten BMW bis zum letzten TÜV fahren und dann in die autofreie Zukunft starten. Diese Fünf sind allerdings entweder Singles oder Paare, die beiden Familien mit Kindern würden gerne, können aber nicht auf ihr Auto verzichten.

Hat man sich nach der ersten, maximal zweiten Umstellungswoche in die Angebote von HVV bis Carsharing eingefuchst, ist es in der Innenstadt fast ein Kinderspiel umzusteigen. Ab Harburg, Neuallermöhe und Othmarschen beginnt allerdings mobilitätstechnisch die Servicewüste. Der öffentliche Nahverkehr und die privaten Mobilitätsanbieter sind im weiter draußen wie verfeindete Geschwister. Hier fehlt so gut wie jede Abstimmung.

Vier unserer Teilnehmer - Singles oder Paare - leben in der Innenstadt. Alle wollen sich vom eigenen Auto trennen oder haben das sogar schon hinter sich. Bus und Bahn und die Mietangebote StadtRad, Carsharing und E-Roller werden bis auf Ausnahmen gelobt. Sie sagen: Über Vergleichsportale im Internet lassen sich bei guter Vorausplanung preisgünstige Mietwagen bekommen, bei einzelnen Carsharern kommt man sogar wie beim eigenen Auto von einer Minute auf die andere an einen Leihwagen. Enger wird es beim Transport großer Lasten, z.B. mit der Pflanzerde für den Balkon.

Unverständlich ist - so unsere Tester weiter -, dass die Alsterfähren nicht zum HVV gehören, alle Elbfähren aber schon immer. Die HVV-Tarife sind immer noch zu unübersichtlich, und mit 1,70 € ist die Einzelfahrt zu teuer. Großes Vorbild ist die 365 €-Jahreskarte in Wien. Bucht man ein günstiges Carsharing-Auto zu zweit, so sagt ein Paar aus Harburg, kann man sogar die Tarife von Bus und Bahn unterbieten - gar nicht im Sinne des Erfinders, meinen unsere Umsteiger. Kurzfristige Bahnbuchungen zu Zielen im Umland oder weiter sind ausnahmslos zu teuer, und dabei Räder mitzunehmen bedeutet nochmal Aufpreis zahlen.

Unsere beiden Familien mit Kindern leben in Neuallermöhe bzw. Othmarschen. Sie können auf ihre Autos nicht verzichten. Die Gründe sind in beiden Fällen dieselben: Vom Wohnort der Familie in Neuallermöhe ist die nächste Carsharing-Station zwei S-Bahnstationen entfernt, und auch dort musste man einen ganzen Tag vorher reservieren, um sicher das Wunschauto zu bekommen. Routine beim Buchen kam nicht auf, Preisunterschiede von bis zu 100% zwischen den Anbietern machten dauernde Vergleiche unumgänglich. Die Familie in Othmarschen sieht das ganz ähnlich. Carsharer sind zu weit weg, der HVV zu teuer. Aber sie macht aus der Not eine Tugend. Der Multivan wird so umgerüstet, dass auch der Nachbar ihn benutzen kann - privates Carsharing.

In dem Vierteljahr Testphase ist niemand ausgestiegen oder hat nur daran gedacht. Beim Abholen der Wagen war man eher befremdet, einen eigenen Wagen zu haben und nur deswegen froh, weil er sofort ansprang. Alle würden den Test, sich ohne eigenes Auto in der Stadt zu bewegen, unbedingt weiterempfehlen. Erst wenn der Wagen wirklich weg ist, setzt man sich mit den Alternativen wirklich auseinander. Es soll schon eine ganze Reihe Nachrücker geben, die sofort loslegen würden.

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