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1960er: Höhen und Tiefen der Städtepartnerschaft

Der Kalte Krieg erschwerte die Vertiefung der Städtepartnerschaft.

St. Petersburg - Passage (c) fluke42 / flickr St. Petersburg - Passage

1960er: Höhen und Tiefen der Städtepartnerschaft

Noch 1957 erfolgte der erste Gegenbesuch einer Leningrader Delegation, in Zuge dessen Vorschläge zur Erweiterung der Verbindung durch den Austausch von Gewerkschaftsdelegationen, Delegationen von Wissenschaftlern, von Künstlern sowie von Studenten erarbeitet wurden. Doch blieben die meisten dieser Beschlüsse hehre Absichtserklärungen, die - von der angespannten weltpolitischen Lage beeinflusst - nur selten umgesetzt werden konnten. Es kam in den Folgejahren immer wieder zu Verstimmungen über politische Themen, waren beide Städte doch zum Beispiel hinsichtlich der deutschen Teilung sehr unterschiedlicher Meinung.

Auch auf Bürgerebene gestaltete sich die Partnerschaft schwierig. Die Reiserestriktionen der sowjetischen Regierung erschwerten die Umsetzung der Austauschprogramme, Besuche Leningrader Gruppen - meist Parteifunktionäre - durften nur mit Erlaubnis der Partei durchgeführt werden und verliefen oftmals in steifer Atmosphäre. Der Umgang miteinander war alles andere als unbeschwert und schwieriger als man es sich von einer Städtepartnerschaften erhofft hatte. 

Etwas einfacher entwickelten sich die Wirtschaftskontakte. Schon frühzeitig erkannte Hamburg die Bedeutung, die im Handel mit der Sowjetunion lag und übernahm damit bundesweit eine wichtige Antriebsfunktion. Verschiedene Hamburger Institutionen und Unternehmen knüpften Kontakte mit Partnern in der Ostseemetropole und schufen somit ein Netzwerk, das bis heute besteht und ständig ausgebaut wird.

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