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Datenbank Nach Personen benannte Straßennamen

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In Hamburg gibt es 2545 nach Männern und 441 nach Frauen benannte Verkehrsflächen.

Straßenschilder

Nach Personen benannte Straßennamen

Hier entsteht eine Datenbank, die Ihnen die Möglichkeit der Recherche über nach Personen benannte Straßen in Hamburg geben wird.

Das PDF "Gedächtnis der Stadt, Band 3", welches nach Männern benannte Straßen listete, ist nicht mehr aufrufbar, da es einer umfangreichen Aktualisierung bedarf. Die Inhalte werden in diese entstehende Straßennamen-Datenbank eingearbeitet.

Über 8600 benannte Verkehrsflächen gibt es in Hamburg. Straßennamen sind Teil der persönlichen Adresse jeder Bürgerin und jedes Bürgers. Durch die tägliche Benutzung/Begehung der Straßen sind sie Teil unserer Lebenswelt, dringen ihre Namen in unser Bewusstsein und erlauben und ermöglichen es, „Der Vergangenheit unbewusst im Alltag des Lebens zu begegnen“. 1)

Durch die Benennung von Straßen nach Personen, Orten und Ereignissen sollen bestimmte Erinnerungen wachgehalten werden. Dabei werden z. B. Ereignisse und gesellschaftspolitische Zusammenhänge an einer Person der Zeitgeschichte exemplarisch aufgezeigt und im Gedächtnis bewahrt. So werden Straßennamen zu einem kollektiven Gedächtnis der Stadt.

Mit Straßennamen, d. h. ihren Benennungen, kann auch ein bestimmtes Geschichtsbild vermittelt und damit „Geschichtspolitik“ betrieben werden. Vor diesem Hintergrund und angesichts der Tatsache, dass Straßennamen immer Orientierung bieten – und zwar nicht nur geographisch, sondern auch kultur- und gesellschaftspolitisch – kommt den nach Personen benannten Straßen eine besondere Bedeutung zu.

Rund 33% aller in Hamburg benannten Straßen, Plätze, Wege und Brücken sind nach Personen benannt. Hinter dieser Prozentzahl verbergen sich 2545 nach Männern und 441 nach Frauen benannte Straßen (Stand: Dezember 2020).

Der Anteil der nach Frauen benannten Straßen ist allerdings nach wie vor zu gering, um in diesem kollektiven Gedächtnis der Stadt Geschlechterdemokratie zu verankern. In den letzten Jahren werden aber zunehmend mehr neue Straßen nach Frauen benannt.

Die Fragen, nach welchen inhaltlichen Schwerpunkten die Kurzprofile für die Personen verfasst wurden, nach denen Straßen benannt sind und welche Straßennamen aufgenommen wurden, werden Ihnen in den folgenden Artikeln „Inhaltliche Schwerpunktsetzungen bei den Kurzprofilen“; und „Welche Straßennamen wurden in der Datenbank berücksichtigt?“ beantwortet.

Über die Bedeutung von nach Personen benannten Straßennamen lesen Sie in dem Artikel „Straßenbenennungen: Seismographen gesellschafts- und gleichstellungspolitischer Bewegungen.“

Über eine Möglichkeit, mehr Straßen nach Frauen zu benennen, erfahren Sie in dem Artikel „Verschwiegene Frauen - oder wie noch mehr Frauen durch einen Straßenamen gewürdigt werden können“.  

Und auch über „Literarische Figuren als Straßennamen“ werden Sie informiert.

Zu all diesen Beiträgen scrollen Sie bitte weiter nach unten.

Die Datenbank ist ein „laufendes Projekt“. Sie wird ständig aktualisiert und erweitert.  

Gerne nehmen wir Ihre Anregungen und Hinweise auf!

Dr. Rita Bake

1) Günter Riederer: Kollektive Erinnerung in einer Stadt ohne Tradition – die Geschichte der Straßenbenennungen in Wolfsburg nach 1945, in: Janina Fuger, Rainer Hering, Harald Schmid (Hrsg.): Gedächtnisräume, Geschichtsbilder und Erinnerungskulturen in Norddeutschland. Göttingen 2014, S. 310.

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