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Daten und Fakten Daten + Fakten zu Hamburgs Beziehungen zu Südkorea

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Rund 50 koreanische Firmen, 1.200 koreanische Staatsbürger, Jugendaustausch, die „Busanbrücke“ in Hamburg und anderes zeigen die Beziehung.

Hamburgs Beziehungen zu Südkorea

Wirtschaft

Rund 50 koreanische Firmen haben sich in Hamburg angesiedelt. Dazu zählen u.a. Großreedereien wie Hyundai Merchant Marine sowie die Windenergiesparte von Daewoo Shipping & Marine Engineering. Darüber hinaus nehmen koreanische Aktivitäten im Bereich Games sowie bei Speichertechnologie und im Netzausbau zu. Zugleich unterhalten über 300 Hamburger Unternehmen Geschäftsbeziehungen nach Südkorea und rund 70 Hamburger Firmen sind in Südkorea mit einer Niederlassung vertreten. Dazu zählen Firmen wie Hapag-Lloyd, Kühne + Nagel sowie Beiersdorf. Zu den wichtigsten Industriezweigen der Hafenstadt Busan zählen unter anderem der Schiffsbau und die Herstellung elektrischer Materialien für den Schiffsbau, Fluggeräte, Stahl, Ölraffinerie, Autobau und Autobestandteile, Hafenlogistik Finanzdienst sowie Filmindustrie. 

Deutschland ist Südkoreas wichtigster Handelspartner in Europa – umgekehrt liegt Busan aktuell auf Platz sieben der wichtigsten Handelspartner des Hamburger Hafens. Neben China und Japan ist Südkorea Deutschlands wichtigster Handelspartner in Asien.

Netzwerke

Derzeit leben rund 1.200 koreanische Staatsbürger in der Hansestadt, die außerdem viele Institutionen mit Korea-Bezug beheimatet. Dazu gehören unter anderem die Korea Trade Investment Promotion Agency (KOTRA), die Deutsch-Koreanische Gesellschaft Hamburg (DKGH), Kirchengemeinden sowie eine koreanische Schule, die bereits 1975 gegründet wurde. Der Ostasiatische Verein e.V. (OAV), der als wichtigster regionaler deutscher Außenwirtschaftsverband auch Korea intensiv wahrnimmt, hat seinen Hauptsitz in Hamburg. Daneben bestehen auch im Bildungsbereich Bezüge zu Korea. Beispielsweise bietet die Universität Hamburg als eine von wenigen Universitäten deutschlandweit einen Arbeitsbereich Koreanistik an. Darüber hinaus forscht das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht (MPI) in seinen Kompetenzzentren neben chinesischem und japanischem auch intensiv zum koreanischen Recht. Im Bereich Forschung führt das Institut für Hygiene und Umwelt (HU) seit 2011 eine enge Kooperation mit dem Busan City Institute of Health & Environment (BIHE). Seitdem bearbeiten die beiden Institute gemeinsam Themen wie Wasserkontrollen von Lebens- und Futtermitteln. Ihre Forschungsergebnisse werden im Rahmen von Symposien besprochen, die jährlich wechselnd in Hamburg bzw. Busan stattfinden. Außerdem können Wissenschaftler im Zuge einer zweiwöchigen Hospitation in der jeweils anderen Einrichtung die dort angewendeten Analysetechniken erlernen.

Nachdem das Koreanische Generalkonsulat 1999 geschlossen werden musste, wurde es im März 2008 offiziell wiedereröffnet. Neben Hamburg werden die Konsularbezirke Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein betreut.

Im Rahmen des Koreanischen Festivals 2017 besuchte zuletzt auch der Botschafter für Internationale Beziehungen der Busan Metropolitan City, Herr Hong Seong-hoa, die Hansestadt. Während seines Aufenthalts nahm er unter anderem an der Eröffnungsfeier der dreijährigen Korea-Ausstellung „Uri Korea! Korea zwischen Dynamik und Erinnerung“ im Völkerkundemuseum teil und besuchte ein Konzert des Busan Metropolitan Traditional Music Orchestra.  

Verbindungen zwischen Hamburg und Busan

Im Mai 2005 - während des 816. Hafengeburtstags mit dem Partnerland Korea - unterzeichneten der Hamburger Senat und die Busan Metropolitan City erstmalig eine „Joint Declaration on Building a Partnership of Friendship and Cooperation“. 10 Jahre später wurde diese Vereinbarung erneuert. Sie sieht eine besonders intensive Zusammenarbeit in den Bereichen Stadtplanung, Schiffsbau und Schiffsmaterial, Handel und Logistik, IT und Film sowie Kunst und Kultur vor.

Seit 2010 besteht eine Hafenpartnerschaft zwischen dem Hamburger Hafen und dem Hafen von Busan. Daneben besteht seit 2009 eine Parlaments-Patenschaft zwischen der Hamburgischen Bürgerschaft und dem Busan City Council. Im Rahmen des koreanischen „K2H-Fellowship-Program“ wird regelmäßig eine Nachwuchskraft der Hamburger Verwaltung für sechs Monate in das Rathaus von Busan eingeladen, um dort gemeinsame Kontakte zu pflegen und Kooperationen auszubauen.

Zivilgesellschaftliches Engagement zwischen Hamburg und Busan besteht auf vielen Ebenen. Es gibt verschiedene künstlerische Kooperationen sowie Wissenschafts- und Studierendenaustauschprogramme. Außerdem pflegt der Arbeitsbereich Koreanistik der Universität Hamburg eine Partnerschaft mit der Pusan National University in Busan sowie fünf weiteren Universitäten in Südkorea. Seit 2017 wird eine internationale Summer School zu verschiedenen Themen angeboten, an der Studierende der Partneruniversitäten zu besonderen Konditionen teilnehmen können.

Daneben bestehen auch in andere Regionen Südkoreas intensive Kontakte: Seit 2002 findet jährlich ein internationaler Jugendaustausch mit der südkoreanischen Stadt Cheongju in Kooperation mit dem Haus der Jugend Steilshoop statt. Ziel dieses Jugendaustauschs ist es, Jugendlichen die Gewohnheiten und die Kultur des Gastlandes näherzubringen.

Durch diese vielfältigen Beziehungen wird die Kooperation zwischen Hamburg, Busan sowie weiteren Teilen Südkoreas immer weiter gestärkt. Sichtbar wird Hamburgs Verbundenheit zu Busan in der HafenCity: Seit 2010 trägt die ehemalige Magdeburger Brücke in der Korea-Straße den Namen „Busanbrücke“.

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