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Gründach „Pflanzenschutz“ für Hamburgs Häuser

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Grüne Dächer und Fassaden sehen schön aus und haben wichtige Ausgleichsfunktionen in der verdichteten Stadt. Gebäudebegrünungen werden gefördert und als Leistung von der UmweltPartnerschaft anerkannt.

Gründach

„Pflanzenschutz“ für Hamburgs Häuser

Dächer werden unterschätzt, denn sie können erheblich mehr als Häuser gegen Regen, Wind und Sonne zu schützen. Dächer sind Lebensräume: Vom Mietergarten bis zur Sportanlage bieten sie zusätzlichen Grünraum in der verdichteten Stadt. Wichtigster Effekt eines begrünten Daches ist allerdings der klimatische. Auf natürliche Art puffern Pflanzen auf Dächern sommerliche Hitze und winterliche Kälte ab. So haben Studien gezeigt, dass es auf begrünten Dächern im Sommer bis zu 30 Grad kühler ist als über schwarzen Flachdächern. Zudem wirken die Pflanzen wie ein Filter für UV-Strahlung, Stäube und Umweltgifte, schützen vor Starkregen oder Hagelschäden und reduzieren die Kosten für die Einleitung von Regenwasser in das öffentliche Kanalnetz um die Hälfte. So rechnen sich die Investitionskosten schnell: Ein Bitumendach hält unter der begrünten Schutzschicht 40 bis 50 Jahre. Normalerweise muss es nach spätestens 20 Jahren erneuert werden. Gründächer eignen sich außerdem auch unter Photovoltaikanlagen, die ab 2023 bei Dacherneuerungen zum verpflichtenden Bestandteil werden. Gleichzeitig erhöht die Kühlwirkung der Gärten unter den PV-Anlagen deren Wirkungsgrad um bis zu sechs Prozent im Jahresmittel.

Einen ähnlich positiven Effekt haben begrünte Fassaden. Weltweit gibt es inzwischen vielfältige Beispiele von sogenannten Living Walls, also Gärten, die vor den Fassaden hängen und über Bewässerungssysteme mit Wasser und Nährstoffen versorgt werden. Pflegeleichter, jedoch mit ähnlichen klimatischen Effekten, sind sogenannte erdgebundene Fassadenbegrünungen, also beispielsweise mit wildem Wein oder Kletterrosen berankte Wände. Auch sie sorgen mit ihren Verdunstungsleistungen für frische Luft, absorbieren Staub und Lärm, schützen vor Hagel- oder Sturmschäden. 

Hamburg fördert die Begrünung von Dächern und Fassaden. Bei Fassadenbegrünung werden die Baukosten sowie eine zweijährige Anwuchspflege mit 40 Prozent der Kosten bezuschusst. Gefördert werden schon kleine Projekte ab 1.000 Euro Herstellungskosten. Gründächer werden mit 30 bis 60 Prozent gefördert. Wird das Gründach mit Photovoltaikanlagen kombiniert, ist dies förderfähig. Grundeigentümer können bis zu 100.000 € erhalten. Dach- und Fassadenbegrünungen sind Leistungen, die von der UmweltPartnerschaft als freiwillige Umweltleistung anerkannt werden. Unterstützung gibt die Umweltberatung der Handelskammer sowie des ZEWUmobil. Informationen und Fördervoraussetzungen finden sich bei der Hamburgischen Investitions- und Förderbank und unter www.hamburg.de/gruendach

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