Behörde für Umwelt und Energie

Erneuerbare Energien Kostensenkung durch Eigenstromversorgung

Betriebsinhaber, die ihre Stromkosten senken wollen, sollten prüfen, ob die Möglichkeit derEigenstromversorgung mittels Photovoltaikanlage sinnvoll und machbar ist. Diese Option ist in letzter Zeit wieder interessant geworden, da die Kosten für  Photovoltaikanlagen deutlich gesunken und die Kosten für den Netzbezug eher gestiegen sind.

Kostensenkung durch Eigenstromversorgung

Günstig ist, wenn der Betrieb tagsüber und ganzjährig und insbesondere im Sommer einen kontinuierlichen Stromverbrauch hat und sich das Gebäude, auf dem die Anlage installiert werden soll, im Eigentum des Betriebes befindet. Dieses führt zu Konzepten, bei denen möglichst viel des produzierten Solarstroms selbst (direkt oder zeitversetzt mit Hilfe eines Stromspeichers) genutzt und nur der überschüssige Strom ins Netz eingespeist wird. Dieser wird nach dem EEG zwar nach wie vor 20 Jahre lang vergütet, jedoch nur noch mit – je nach Anlagengröße – derzeit 8,44 bis 12,2, Cent/kWh.

Voraussetzung für den sinnvollen Einsatz einer PV-Anlage ist neben einer geeigneten Montagefläche für die Module (Quadratmeter? Ausrichtung? Neigung? Verschattung? Statik?) eine Kenntnis des eigenen jährlichen Strom-Verbrauchsprofiles. Dieser gibt Auskunft darüber, zu welcher Zeit welche Leistung benötigt wird. Betriebe, die Sondervertragskunden sind, also einen Stromverbrauch von mehr als 100.000 kWh im Jahr haben, erhalten ihren Lastgang kostenfrei von ihrem Stromversorger. Bei kleineren Betrieben mit geringerem Stromverbrauch können durch temporäre Messungen, meist für eine Dauer von 14 Tagen, mittels Leistungsmessgeräten die Jahres-Lastgänge abgeschätzt werden.

Mit Hilfe geeigneter Software kann dann unter Berücksichtigung dieses für jeden Betrieb spezifischen Lastprofiles die passende Größe der Anlage (in kWp) und ggfs. eines Stromspeichers (in kWh) ermittelt werden. Ziel dieser Optimierung ist ein möglichst hoher Anteil des Eigenverbrauchs. Ist der Strombedarf relativ gleichmäßig über den Tag und das Jahr verteilt, kann häufig bereits ohne Stromspeicher ein hoher Eigenverbrauchsanteil erzielt werden.

Eine optimal ausgelegte Solaranlage liefert für eine Dauer von 20 Jahren Strom zu Kosten von 8 bis 10 Cent pro Kilowattstunde, ohne eine Preissteigerung. Das bedeutet im Vergleich zu den heute üblichen durchschnittlichen Strompreisen von etwa 24 Cent eine deutliche und vor allem kalkulierbare Einsparung.

Betriebe, die den Einsatz einer Photovoltaikanlage für ihren Betrieb prüfen wollen, können sich an das SolarZentrum der Handwerkskammer Hamburg wenden. Dort beraten Mitarbeiter, die auf geeignete Messgeräte und Software zurückgreifen.

Kontakt: SolarZentrum Hamburg
Tel.: +49 40 35905-820
E-Mail: info@solarzentrum-hamburg.de
Internet: www.solarzentrum-hamburg.de