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Arbeitsschutz Vorsicht beim Öffnen von Containern

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Amt für Arbeitsschutz: Gefahren beim Öffnen von Containern

Ein Mann mit Atemschutzmaske öffnet einen Importcontainer

Personen können beim Öffnen von Containern, insbesondere Importcontainern, gefährdet sein. Die Gefährdungen sind sehr unterschiedlich.

Schadstoffe und Begasungsmittel

Etwa 20 Prozent aller importierten Container sind mit erheblichen Schadstoffkonzentrationen in der Atemluft belastet. Dies sind Hamburger Erfahrungen aus der Zollabfertigung. Container enthalten nicht nur Gefahrgut, sondern Ladungsinhalte aller Art. Sie werden teilweise zum Schutz vor Schädlingen begast, gasen aus dem Herstellungsprozess nach oder werden nachträglich behandelt, um Korrosion oder Schimmelpilzbefall zu reduzieren.

Viele Begasungsmittel beziehungsweise Schadstoffe sind geruchlos oder werden durch andere Gerüche überdeckt, so dass sie nur durch spezielle Messungen festgestellt werden können. Trotzdem gilt für die meisten dieser Container keine besondere Kennzeichnungspflicht.

Auch in bereits gelüfteten Containern können sich nach mehrstündigem Verschluss erneut Gase aus der Ware ansammeln.

Zur Abfertigung von Transportcontainern sind Schutzmaßnahmen erforderlich, die auf die besonderen Gefahren abgestimmt sind. Einige Maßnahmen sind hier beispielhaft aufgeführt.

Weitere Fachinformation

Schimmelpilzbefall

Verpackungs- und Stauholz in Containern ist häufig von Schimmelpilzen bewachsen. Es ist dabei unerheblich, ob der Container oder das Transportgut zuvor begast wurde oder nicht.

Weitere Fachinformation:

 

Stauweise und Ladungssicherung

Falsche Stauweisen können auch ohne Beschädigung der Umverpackung zum Freisetzen von Inhaltsstoffen führen. Dies kann zum Beispiel beim Versand von Feuerzeugen der Fall sein. Zudem können gerade Gasfeuerzeuge eine Leckrate aufweisen, die bei längerem Transport zur Bildung einer explosionsfähigen Atmosphäre im Container führt.
Durch unsachgemäße Stauung oder mangelnde Ladungssicherung, kann die Ladung oder können Teile der Ladung, während des Transportes beschädigt werden. Insbesondere durch mangelnde Ladungssicherung ergeben sich Gefahren beim Öffnen der Container, da ein Herausfallen der Ware nicht sicher vermieden werden kann.

Messungen

Gibt es Zweifel, ob ein Container schadstoffbelastet ist, so muss er im Auftrag des Arbeitgebers oder des Auftraggebers für den Transport vor dem Öffnen und Betreten fachkundig überprüft werden. Dies geschieht in der Regel durch ein Schadstoffgutachten beziehungsweise einen Inspektionsbericht. Darin ist festgelegt, welche Maßnahmen bei erhöhten Schadstoffbelastungen zu ergreifen sind, beispielsweise aktive Belüftung über einen bestimmten Mindestzeitraum und erforderliche persönliche Schutzausrüstungen. Bei Begasungsmitteln ist eine besondere Freigabe durch sachkundige Begasungsleiter erforderlich. Angaben zu Mindestanforderungen an Messungen und Gutachten finden Sie im Download.

Andockstationen

Als wirksame Maßnahme kann das Lüften einer Transporteinheit mit temperatur- oder witterungsempfindlichen Gütern auch an der Andockstation über eine ins Freie entlüftete Schleuse erfolgen. Dabei ist durch geeignete Luftführung sicherzustellen, dass angrenzende Arbeitsbereiche nicht belastet werden.

Weitere Fachinformation:

Betriebsanweisungen

Betriebsanweisungen vermitteln den Beschäftigten schriftlich das Wissen, wie sie sich im Betrieb zu verhalten haben. Wir stellen Ihnen im Downloadbereich die Musterbetriebsanweisung „Entladen von Importcontainern mit belasteter Atmosphäre“ zur Verfügung.

Kontakt

Hafen und Schifffahrt

Amt für Arbeitsschutz

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