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Arbeitsschutz Seile als Festmacherleinen

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Festmacherleinen

Festmacherleinen

Unfälle mit Festmacherleinen passieren öfter, als im Allgemeinen angenommen wird. Da es keine einfachen  Möglichkeiten gibt Festmacherleinen zu überprüfen, haben sich verschiedene Faustformeln in der Schifffahrt entwickelt. So kommt es, dass zum Beispiel alle zwei Jahre die Leinen ausgetauscht werden, wie auch immer der Zustand der einzelnen Leine ist. Aber selbst dieser Zeitraum kann für manch eine Leine zu lang sein, denn Garne von Faserseilen haben unterschiedliche Eigenschaften, die bei der Auswahl, der Pflege und dem Gebrauch berücksichtigt werden müssen.

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Eigenschaften von Seilen

Die wichtigsten Eigenschaften gemäß EN ISO 9554:2005 (D) sind im Folgenden aufgeführt:

PolyamidISO 1140 
Internationale Norm für Seiltyp: sehr gut 
Beständigkeit gegen Umwelteinflüsse: gut

Beständigkeit gegen Sonnenlicht/
Wirkung chemischer Einflüsse:

Beständig gegenüber schwachen Säuren, Basen und organischen Lösungsmitteln. Wird zersetzt durch starke mineralische Säuren. Löslich in Phenolen und Ameisensäure. 
PolyesterISO 1141 
Internationale Norm für Seiltyp: sehr gut 
Beständigkeit gegen Umwelteinflüsse: sehr gut 
Beständigkeit gegen Sonnenlicht/
Wirkung chemischer Einflüsse:
Beständig gegenüber mineralischen Säuren und organischen Lösungsmitteln. Wird zersetzt durch starke Schwefelsäuren und Laugen bei hohen Temperaturen. Löslich in Phenolen. 
PolypropylenISO 1346
Internationale Norm für Seiltyp:befriedigend
Beständigkeit gegen Umwelteinflüsse:ausreichend
Beständigkeit gegen Sonnenlicht/
Wirkung chemischer Einflüsse:
Beständig gegenüber Säuren, Laugen und organischen Lösungsmitteln. Löslich in chlorierten Kohlenwasserstoffen. 
PolyethylenISO 1969
Internationale Norm für Seiltyp:gut bis sehr gut
Beständigkeit gegen Umwelteinflüsse:gut
Beständigkeit gegen Sonnenlicht/
Wirkung chemischer Einflüsse:
Beständig gegenüber Säuren, Laugen und organischen Lösungsmitteln. Löslich in chlorierten Kohlenwasserstoffen.
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Verwendung von Seilen

Seile müssen vor der Verwendung auf ihren einwandfreien Zustand hin überprüft werden. Selbst sorgfältig benutzte Seile sind mit der Zeit dem Verschleiß unterworfen. Bevor sie reißen, sind sie außer Betrieb zu nehmen.

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Ablegereife von Seilen

Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Kriterien für die Ablegereife. Bitte beachten Sie, dass zum Beispiel für Anschlagseile gesonderte Kriterien existieren.

Alle Seile

  • Seil, das vermutlich einer ruckartigen Belastung ausgesetzt war;
  • Seil, das höheren Temperaturen ausgesetzt war, als für diesen Fasertyp festgelegt ist;
  • Verbrennungen oder Verschmelzungen, die auf einer Länge vom vierfachen des Seildurchmessers sichtbar sind;
  • Abrieb am Innenradius einer Schlaufe, wobei eine Gruppe von Oberflächengarnen oder -litzen um einen Betrag von mehr als 50 Prozent vermindert worden ist;
  • Gruppe von Oberflächengarnen oder -litzen, die um 50 Prozent auf einer Länge, die dem Seildurchmesser entspricht, vermindert sind;
  • erheblicher zunehmender Oberflächenflaum;
  • UV-Schädigung, oberflächliche Garnabspaltungen;
  • Rost auf Nylon (kann auf einen mechanischen Fehler hinweisen).

Für geflochtene Umhüllungen und Seilkerne

  • Mehr als vier aufeinander folgende herausgezogene Litzen aus der Hülle (die nicht wieder in das Geflecht eingesetzt werden können);
  • mehr als drei durchschnittene Litzen der Hülle;
  • mehrfach durchschnittene Garne oder Filamente innerhalb eines Abstands von einer Flechtlänge;
  • Seilkern durch die Umhüllung sichtbar, aufgrund eines Schadens an der Hülle;
  • Schaden am Kern, wie herausgezogene, durchschnittene, abgeriebene, pulverförmige oder geschmolzene Litzen;
  • Ausstülpung, Seilkern drückt sich durch die Hülle.

Für dreilitzige und achtlitzige (geflochtene) Seile

  • Fünf Prozent der Garne durchschnitten oder in Rillen zwischen den Litzen stark abgerieben;
  • Deckgarne um 50 Prozent auf einer oder mehreren Kronen des Seils durchschnitten oder abgerieben;
  • Litze um fünf Prozent des Durchmessers innerhalb einer Schlaglänge angeschnitten;
  • Pulverbildung zwischen benachbarten Litzenkontaktflächen;
  • Deformation oder Kinke;
  • Abrieb einer Litze innerhalb einer Schlaglänge.

Wärmeschäden

  • Harte, geschmolzene abgeplattete Fläche am Seil, die ernsthaften Schaden am Seil anzeigen kann;
  • Schmelzen oder Verschmelzen, das 20 Prozent oder mehr der Seilgarne beeinflusst, bei mehr als Schlaglänge.

Kurzfristige Erwärmung über die Arbeitstemperatur

  • Polyolefin über 65 °C
  • Polyamid über 100 °C
  • Polyester über 100 °C
  • Manila über 100 °C
  • Sisal über 100 °C
  • Hanf über 150 °C

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