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Arbeitsschutz Radioaktive Stoffe im Metallschrott

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Radioaktive Stoffe im Metallschrott

In der vergangenen Zeit kam es immer häufiger zu Funden von radioaktiv kontaminiertem Schrott bzw. radioaktiven Bestandteilen im Schrott. Im Interesse der Produktreinheit und durch strenge vertragliche Klauseln wurde in Hamburg auch bei der Schrott-Recycling-Wirtschaft das Bewusstsein für die Überwachung von Schrott geschärft. Zahlreiche stationäre Messanlagen werden inzwischen in Hütten- betrieben, Stahlwerken und Gießereien zur Eingangsüberwachung von Schrottlieferungen auf radioaktive Bestandteile eingesetzt.

Die bisher gemachten Funde zeigen, dass radioaktiv kontaminierte Bestandteile im Schrott hauptsächlich in Schrotten, wie z.B. hochlegiertem Stahl und NE-Metallen (Kupfer, Nickel, Wolfram, etc.) enthalten sein können.

Diese radioaktiven Bestandteile sind häufig auf Schrotteile zurück- zuführen, deren Oberflächen mit radioaktiven Stoffen kontaminiert sind. Diese Kontaminationen können sowohl natürlichen Ursprungs, wie z.B. innenseitig kontaminierte Rohrleitungen aus der Gas- und Erdölindustrie, als auch betriebsbedingt sein, z.B. bei ausgebauten Teilen aus kerntechnischen Anlagen. Jedoch können auch vereinzelt ausgebaute und unsachgemäß mit dem Schrott entsorgte radioaktive Strahler aus Medizin, Forschung und Industrie auftreten.

Was ist bei einem Alarm der Messanlage zu tun?

Tritt ein Alarm an der stationären Messanlage auf, sind zunächst Wiederholungsmessungen durchzuführen, um einen Fehlalarm auszuschließen. Zeigt die Messanlage abermals einen Alarm an, so ist mit einem Dosisleistungsmessgerät eine weitere Messung an der Oberfläche des Fahrzeugs vorzunehmen. Die ermittelten Werte für die Ortsdosisleistung sind im Rahmen der Anzeige über den Fund von radioaktiven Stoffen im Sinne des § 71 Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) anzugeben.

Der Fund von radioaktiven Stoffen ist ab einer Erhöhung der Ortsdosisleistung um 0,1 µSv/h gegenüber dem Nulleffekt dem Amt für Arbeitsschutz außerhalb der Dienstzeit der Behörde für Inneres, Polizei, unter der Notrufnummer 110 anzuzeigen.

Bei Überschreitung von 5 µSv/h ist zusätzlich der Bereich um das Fahrzeug an der 5 µSv/h-Grenze abzusperren.

Das weitere Vorgehen erfolgt in Abstimmung mit dem Amt für Arbeitsschutz.

Ein Weitertransport oder Rücktransport kann nur in Abstimmung mit dem Amt für Arbeitsschutz bzw. der Polizei durchgeführt werden.

Ist die Erhöhung der Ortsdosisleistung kleiner als 0,1 µSv/h, kann das Material bedenkenlos weiterverarbeitet werden.

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