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Infektion Nachweis von West-Nil-Virus bei einem Vogel in Hamburg

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Im Rahmen eines durchgeführten Monitorings wurde am 19. September 2019 bei einer Heckenbraunelle die Infektion mit dem West-Nil-Virus (WNV) durch das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt. Die Infektion wird durch Mücken übertragen. Hauptwirte für das Virus sind Vögel, allerdings können sich auch Säugetiere infizieren. Nur der Mensch und das Pferd können nach einer Infektion erkranken, ohne selbst eine Ansteckungsquelle zu sein. Pferdehalter sollten die Impfung ihrer Tiere noch vor der nächsten Mückensaison in Erwägung ziehen.

Nachweis von West-Nil-Virus bei einem Vogel in Hamburg

Bei einer im Bezirk Altona aufgefundenen Heckenbraunelle wurde die Infektion mit WNV durch das Friedrich-Loeffler-Institut am 19.09.2019 amtlich bestätigt. Damit tritt auch in Hamburg erstmals das WNV in Erscheinung. Die Infektion mit WNV unterliegt einer Anzeigepflicht.

Ende August 2018 wurde im Osten Deutschlands das West-Nil-Virus bei einem Bartkauz nachgewiesen. Bis Ende des Jahres stieg die Zahl auf insgesamt 12 Fälle bei Vögeln sowie zwei Nachweisen bei Pferden. 2019 stieg die Anzahl bis zum 19.09.2019 weiter auf 37 festgestellte Infektionen bei Vögeln und 10 Nachweise bei Pferden.

Das WNV gehört wie das für das Massensterben bei Wildvögeln verantwortliche Usutu-Virus zu den Flaviviren. Die Infektion mit dem WNV wird durch Stechmücken übertragen und zeigt daher saisonale Verläufe. Hauptwirt für das Virus sind Vögel unterschiedlichster Arten. Die meisten Vogelarten erkranken klinisch nicht, allerdings entwickeln einige Vogelarten wie Sperlingsvögel und einige Greifvogel- und Eulenarten auch massive klinische Erkrankungen, die tödlich verlaufen können. Auch Säugetierarten können als Fehlwirt infiziert werden, doch nur Mensch und Pferd erkranken unter Umständen.

WNV-infizierte Pferde entwickeln in der überwiegenden Zahl der Fälle keinerlei Krankheitssymptome. Bei einigen Tieren treten allerdings deutliche zentralnervöse Ausfallerscheinungen wie Stolpern, Nachhandlähmungen, Ataxien, allgemeine Schwäche, Muskelzittern (Tremor) und Lähmungen bis zum Festliegen der Tiere auf. Pferde, die klinisch erkranken, können die Infektion zwar überleben, behalten aber in bis zu 20 Prozent der Fälle lebenslang neurologische Schäden zurück. Nach Ausbruch der Erkrankung ist lediglich eine symptomatische Behandlung der Tiere möglich. In etwa 22 bis 44 Prozent dieser Fälle kann die Erkrankung auch tödlich verlaufen. In Deutschland besteht die Möglichkeit zur Impfung der Pferde, sodass Pferdehalter dringend überlegen sollten, von dieser Möglichkeit noch vor dem kommenden Frühjahr Gebrauch zu machen.

Beim Menschen verläuft die Infektion überwiegend (ca. 80 Prozent) symptomlos. Seltener treten Fieber und grippeähnliche Erscheinungen auf. In weniger als einem Prozent der Infektionen können allerdings schwere, hochfieberhafte Krankheitsverläufe mit Hirn- oder Hirnhautentzündungen auftreten. Impfstoffe für den Menschen stehen derzeit jedoch nicht zur Verfügung.

Werden tote Wildvögel aufgefunden, sollten diese nie mit bloßen Händen angefasst werden. Besonders wenn vermehrt tote Wildvögel an einer Stelle gefunden werden, sollten die bezirklichen Fachämter für Verbraucherschutz, Gewerbe und Umwelt informiert werden.

Nähere Informationen zum WNV und Usutu-Virus finden Sie auf der Seite des Friedrich-Loeffler-Instituts und des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin.

Pressemitteilung der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz vom 26. September 2019

Stand: 26. September 2019

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