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Tierschutz Tipps für den Kauf eines Welpen

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Sie möchten einen Hundewelpen bei sich aufnehmen? Es gibt einige Punkte, die Sie dabei beachten sollten. Bei Anzeigen im Internet ist Vorsicht geboten.

Zwei Hundewelpen spielen im Gras.

Tipps für den Kauf eines Welpen

Kapitelübersicht

Vorsicht vor illegalem Welpenhandel!

Angebote von Welpen, deren Herkunft nicht bekannt ist, sollten äußerst kritisch hinterfragt werden. Denn immer wieder werden Tiere u.a. im Internet angeboten, die unter tierschutzwidrigen Bedingungen - oft im Ausland - gezüchtet und in Deutschland angeboten werden. Diese Tiere werden häufig sehr jung, geschwächt oder krank, ohne Impfschutz und wenig sozialisiert angeboten. Verhaltensstörungen und Krankheiten können eine Folge sein und lassen sehr stark vermuten, dass auch die Haltung der Elterntiere dann nicht tierschutzgerecht erfolgt ist. Die Anonymität bei Onlineangeboten unterstützt solche Vorgehensweisen erheblich. Wichtige Indizien für einen illegalen Welpenhandel sind, dass Sie beispielsweise das Muttertier und die Haltung vor dem Kauf nicht in Augenschein nehmen können/dürfen oder die Übergabe an einem öffentlichen Platz erfolgt. Sie sollten ein Tier nicht aus Mitleid oder weil dieses niedlich aussieht übernehmen.

Wenn Ihnen ein Angebot auffällt, melden Sie solche Verdachtsfälle umgehend an das jeweilige Fachamt Verbraucherschutz, Gewerbe und Umwelt der Bezirke, damit eine Überprüfung erfolgt. Ziel ist, dass es für tierschutzwidrig gehaltene Tiere keinen Absatzmarkt gibt, um dadurch Tierleid zu mindern. Dazu können künftige Tierhalterinnen und Tierhalter wesentlich beitragen.

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Kann ich mir einen Hund leisten?

Als künftige Halterinnen und Halter müssen Sie sich unbedingt mit der Frage auseinandersetzen, ob Sie sich die Haltung dauerhaft finanziell leisten können und Sie dem Tier in Bezug auf dessen Ansprüche gerecht werden können.

Bei der Frage einer Finanzierung sind neben dem Anschaffungspreis v.a. auch Futterkosten sowie regelmäßige tierärztliche Behandlungen zu berücksichtigen, sowie Hundesteuer und Hundehaftpflichtversicherung. Darüber hinaus müssen Sie sich auch im Klaren sein, dass außerplanmäßige Kosten beispielsweise durch die z.T. aufwendige tierärztliche Behandlung im Falle einer Erkrankung oder eines Unfalls hinzukommen können.

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Welche Hunderasse soll es werden?

Die Auswahl der Hunderasse ist für ein harmonisches Zusammenleben von Halter und Hund ebenfalls von Bedeutung. Ursprünglich wurden Rassen für bestimmte Zwecke gezüchtet (Wachhund, Hütehund, Jagdhund u.a.). Dies spiegelt sich in Wesen und Körperbau wider. Einige Rassen benötigen einen hohen Grad an körperlicher und mentaler Auslastung, andernfalls kann es zu Verhaltensstörungen kommen. Auch eignen sich bestimmte Rassen nur für erfahrene Hundehalter, die mit den typischen Eigenarten einer Rasse oder Züchtung vertraut sind und mit dem Tier umzugehen wissen. Als Halterinnen und Halter dürfen Sie durch das Tier nicht überfordert werden! Dies kann zu  Beeinträchtigungen des Tierwohls und zur Abgabe des Tieres führen. Durch verantwortungsvolle Entscheidungen kann dieses von vornherein vermieden werden.

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Passt ein Hund in mein Leben?

Auch die eigenen Lebensumstände und weitere Lebensplanung sollten Sie vorab hinterfragen. Beispielsweise kann ein anstehender Umzug eine Tierhaltung verbieten oder ein Berufswechsel oder Familiengründungen zu Problemen einer adäquaten Versorgung und Beschäftigung des Tieres führen. Ferner sollten Sie klären, welche Lösungen zur Unterbringung während Urlauben zur Verfügung stehen und dem Wohl des Tieres entsprechen.

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Kenne ich die Herkunft des Hundes?

Sind diese Fragen geklärt und eine Tierhaltung gewünscht, sollten Sie möglichst im Vorfeld Erkundigungen zu den Elterntieren einholen, im besten Fall diese real in Augenschein nehmen, um wichtige Hinweise auf Haltungshintergründe und mögliche Charaktereigenschaften der Welpen zu erhalten.

Haben Sie sich für einen Züchter entschieden, lohnt es sich, den Wurf in Augenschein zu nehmen. Hierdurch ist ein erstes Kennenlernen möglich und Sie als künftiger Halter erhalten darüber hinaus einen Einblick in Interaktionen zwischen den Tieren und zwischen Tier und Mensch sowie über Haltungsumstände und individuelle Eigenheiten eines Tiers.

Eine Übernahme des Welpen und damit Trennung vom Muttertier darf keinesfalls erfolgen, bevor der Welpe 8 Wochen alt ist. Darüber hinaus sollten die Tiere gesund, gekennzeichnet und geimpft sein und entsprechende Dokumente übergeben werden. Hinweise auf Erkrankungen können z.B. verklebte Augen, Durchfall, Apathie, Bewegungsstörungen sein.

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