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Bovine Virus Diarrhoe (BVD) Änderungen durch den Europäischen Tiergesundheitsrechtsakt

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Der im April 2021 in Kraft tretende Tiergesundheitsrechtsakt führt zu veränderten Vorgaben in Bezug auf die Bekämpfung der BVD. Diese ansteckende und wirtschaftlich bedeutsame Tierseuche der Rinder wurde in der Freien und Hansestadt Hamburg in den vergangenen Jahren nicht nachgewiesen. Daher ist die Anerkennung des Status als Gebiet "frei von BVD" für Hamburg möglich. Die Neuregelungen bringen mit sich, dass der Halter von Rindern zukünftig u.a. ein restriktives Impfverbot zu beachten hat

Rind auf einer Weide

Bovine Virus Diarrhoe (BVD): Änderungen durch den Europäischen Tiergesundheitsrechtsakt

Die Bovine Virus Diarrhoe (BVD) ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, die zu den wirtschaftlich bedeutendsten Erkrankungen bei Rindern gehört. Sie ist nicht auf den Menschen übertragbar. Typische Symptome der BVD sind Durchfall, Fieber, Kümmern, Infektanfälligkeit und Fruchtbarkeitsstörungen. Besonders kritisch sind persistent infizierte Tiere, die unerkannt zu Dauerausscheidern des Virus werden. Serologisch ist eine Unterscheidung dieser Tiere von geimpften Tieren allerdings nicht möglich. Die bislang geltenden rein nationalen Regelungen führten dazu, dass die Tierseuche konsequent und unter Zuhilfenahme von Impfungen bekämpft wurde.

Am 21. April 2021 tritt das neue EU-Tiergesundheitsrecht in Kraft. Mit dieser Neuerung sind wesentliche Änderungen der bisherigen tierseuchenrechtlichen Vorgaben verbunden. Dies umfasst für BVD eine Kategorisierung von Regionen in den Status "frei von BVD".

Basierend auf der nationalen BVD-Verordnung verlief die strikte Bekämpfung der Bovinen Virus Diarrhoe (BVD) in den vergangenen Jahren in Deutschland und Hamburg erfolgreich, so dass die Freie und Hansestadt Hamburg den Status "frei von Boviner Virus Diarrhoe (BVD)" bei der Europäischen Kommission beantragt hat.

Voraussetzung für die Statuserlangung ist, dass in den letzten 18 Monaten kein positiver Fall von BVD aufgetreten ist. Damit einhergehen muss bei allen Einzeltieren die Freiheit von einer BVD-Infektion nachgewiesen und der aktuelle Impfstatus bekannt sein. Ab dem 01.04.2021 tritt darüber hinaus ein Impfverbot gegen BVD durch bezirkliche Allgemeinverfügungen in Kraft. Mit diesem Impfverbot soll der serologische Status des Einzeltieres einwandfrei feststellbar sein und eine gänzliche Eliminierung des Erregers aus der Rinderpopulation erreicht werden.

Darüber hinaus dürfen geimpfte Rinder in BVD-freie Betrieben zukünftig nicht mehr eingestellt werden, sobald der Status "frei von BVD" durch die EU anerkannt wurde. Derzeit verzögert sich das Anerkennungsverfahren bei der EU voraussichtlich bis Ende des Jahres. Sobald der Status „frei von BVD“ für die FHH besteht folgt an dieser Stelle ein Hinweis.

Insgesamt werden durch die Statusanerkennung Vorteile im Handel gesehen. Andererseits sind ungeimpfte Bestände wiederum voll empfänglich gegenüber einer Neueinschleppung des Erregers mit nachfolgender Infektion und klinischen Auswirkungen. Um Neuinfektionen zu verhindern, sind daher die Etablierung und Einhaltung  von Biosicherheitsmaßnahmen im Bestand besonders wichtig.

Des Weiteren wird an die Rinderhalter appelliert, ihren Untersuchungspflichten fristgerecht nachzukommen und über die HI-Tier Datenbank ihren betriebseigenen Status bezüglich BVD regelmäßig auf Korrektheit der Daten zu überprüfen.

Überblick der Allgemeinverfügungen der Bezirke

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