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Tiergesundheit Fuchsbandwurm in Hamburg

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Bei Routineuntersuchungen von Füchsen im Hamburger Institut für Hygiene und Umwelt der Behörde für Justiz und Verbraucherschutz (BJV) ist 2017 in bisher fünf Fällen eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm festgestellt worden. Die Behörde rät deshalb zu besonderer Vorsicht und gibt Empfehlungen für den Umgang mit Haustieren, Wald- und Gartenarbeiten sowie den Genuss von Waldfrüchten.

Fuchs

Fuchsbandwurm in Hamburg - Empfehlungen der Gesundheitsbehörde

Bei Untersuchungen im Rahmen des Tiergesundheitsmonitorings für Wildtiere wurde 2017 bisher bei fünf Füchsen aus Bergedorf, Hamburg-Mitte, Hamburg-Harburg und Wandsbek eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis) festgestellt. Zuletzt wurde der Fuchsbandwurm 2016 bei sechs Füchsen in Bergedorf, Harburg und Hamburg-Mitte und 2015 bei fünf Füchsen aus den Vier- und Marschlanden nachgewiesen.

Der Fuchsbandwurm ist ein Dünndarmparasit, etwa vier Millimeter lang, der vorwiegend bei Füchsen, aber auch bei Hunden und Katzen vorkommt. Besondere Aufmerksamkeit ist erforderlich, da eine Ansteckungsgefahr vom Tier auf den Menschen besteht. Infektionen des Menschen kommen sehr selten vor, jedoch sind die gesundheitlichen Schäden dann schwerwiegend und die Infektion ist nur schwer behandelbar.

Infizieren kann sich der Mensch mit dem Parasiten zum Beispiel durch den Verzehr von bodennah wachsenden Wald- und Kulturfrüchten, die über Fuchskot mit Bandwurmeiern verunreinigt sind. Eine Infektion ist auch durch den Kontakt mit Bandwurmeiern möglich, die am Fell infizierter Tiere haften.

Der erneute Nachweis bestätigt Erkenntnisse aus anderen Bundesländern, dass sich der Fuchsbandwurm mittlerweile von Süden nach Norden ausgebreitet hat. Die nachfolgenden Empfehlungen beschränken sich daher keineswegs auf die genannten Gebiete, sondern sollten im gesamten Großraum Hamburg beachtet werden.

Empfehlungen zur Vorbeugung

Die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz rät, folgende Empfehlungen zu beachten:

  • Katzen und Hunde sollten regelmäßig entwurmt werden.
  • Besonders Hunde, die sich frei in der Natur bewegen beziehungsweise mit kleinen Nagetieren, wie Mäusen oder Ratten, oder direkten mit Füchsen in Kontakt kommen können, sollten auf eventuelle Infektionen untersucht und in kurzen Abständen entwurmt werden.
  • Die Hygiene im Umgang mit Haustieren sollte besonders beachtet werden, wie etwa gründliches Händewaschen nach dem Kontakt mit Katzen und Hunden.
  • Der Kontakt zwischen Hund und kleinen Nagetieren sollte möglichst verhindert werden, da diese Tiere Zwischenwirte für den Fuchsbandwurm sein können.
  • Hunde sollten gründlich gewaschen werden, wenn diese Kontakt mit Füchsen oder Kot von Füchsen hatten oder die Wahrscheinlichkeit dafür besteht.
  • Waldfrüchte (Beeren, Pilze und andere bodennah wachsende Früchte) sollten gründlich gewaschen und nur gekocht (über 60 Grad Celsius erhitzt) verzehrt werden. Durch das Kochen werden die Bandwurmeier abgetötet. Tiefgefrieren bei minus 20 Grad Celsius tötet den Erreger hingegen nicht ab.
  • Nach Arbeiten mit Erde, wie etwa Wald-, Feld-, und Gartenarbeiten, sollten die Hände gründlich gewaschen werden.

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