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Tierseuchengefahr Afrikanische Schweinepest

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Die ASP ist eine fieberhafte, hoch ansteckende Allgemeinerkrankung der Schweine (Haus- und Wildschweine) mit seuchenhaftem Verlauf, hoher Krankheitshäufigkeit und hoher Sterblichkeit. Verursacht wird die Erkrankung durch ein Virus (Virus der Afrikanischen Schweinepest, ASP-Virus). Für den Menschen und andere Haustierarten ist die Schweinepest nicht gefährlich. Selbst der Verzehr infizierten Schweinefleisches birgt kein gesundheitliches Risiko! Eingeschleppt in nicht verseuchte Gebiete verläuft die Erkrankung bei Schweinen verheerend und ist mit enormen wirtschaftlichen Konsequenzen verbunden.

Schwein

Afrikanische Schweinepest

Aktuelles zur Afrikanischen Schweinepest (ASP)

In Brandenburg sind weitere Ausbrüche der ASP aufgetreten: Nachdem am 10. September ein erster Fall bei einem Wildschwein-Kadaver im Landkreis Spree-Neiße bekannt geworden war, wurden bis zum 23. September 28 weitere Fälle bei Wildschweinen bestätigt. Die Orte, an denen die Tiere gefunden wurden, befanden sich alle innerhalb des eingerichteten Restriktionsgebiets.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) hat sich in den Wildschweinbeständen vieler Regionen Europas ausgebreitet (Ungarn, Polen, Belgien, Baltikum, Moldawien, Rumänien, Bulgarien, Slowakei, Serbien). In den betroffenen Ländern sind vielfach auch Hausschweinebestände betroffen. Das ASP-Geschehen in Asien setzt sich ebenfalls weiter fort. Auf der italienischen Insel Sardinien kommt die Afrikanische Schweinepest bereits seit Jahrzehnten vor.

Hinweise für Reisende, Jäger und Landwirte

Die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz rät davon ab, Jagdreisen in die betroffenen Gebiete Osteuropas zu unternehmen. Schweinehalter und Personen mit Kontakt zu Schweinehaltungen sollten unbedingt auf Jagdreisen in betroffene Regionen verzichten.

Sollten Jagdreisen in Osteuropa dennoch unternommen worden sein, ist höchste Vorsicht geboten. Vor der Rückkehr ist die gesamte Jagdausrüstung gründlich zu reinigen und zu desinfizieren. Das Mitbringen von Jagdtrophäen, Fleisch und Fleischprodukten aus Restriktionsgebieten ist streng verboten.

Landwirte, die Schweine halten, können ihre Bestände schützen, indem sie die grundlegenden Hygieneregeln strikt einhalten. Die Verfütterung von Speiseabfällen an Schweine ist streng verboten! Kontakte zwischen Haus- und Wildschweinen müssen unbedingt unterbunden werden (Aufstallung der Tiere oder bei Freilandhaltung doppelte Umzäunung).

Die Afrikanische Schweinepest ist eine anzeigepflichtige Tierseuche. Der Verdacht auf Schweinepest ist unverzüglich dem zuständigen bezirklichen Verbraucherschutzamt anzuzeigen. Da Wildschweine ebenfalls empfänglich sind und die Krankheit auf Hausschweine übertragen können werden Jäger aufgefordert, Auffälligkeiten wie erhöhte Fallzahlen, Verhaltensänderungen und besondere Merkmale an erlegten Tieren unverzüglich der zuständigen Behörde zu melden und erlegte oder tot aufgefundene Wildschweine zu beproben.

Die Reduktion des Schwarzwildes ist eine weitere präventive Maßnahme. Um diese zu erreichen, hat die Jagdbehörde Hamburg eine Allgemeinverfügung erlassen, in welcher die noch bestehenden Einschränkungen zur Bejagung des Schwarzwildes aufgehoben werden: Keine Schonzeit für Schwarzwild und kein Einsatzverbot künstlicher Lichtquellen bei der Jagd auf Wildschweine. Zur Klarstellung des Schutzes der Elterntiere bei der Jagd wird weibliches Schwarzwild als für die Aufzucht notwendig (führend) angesehen, solange die Frischlinge noch gestreift sind. Mit der Aufhebung dieser Einschränkungen soll bis auf Widerruf eine effiziente Bejagung und Reduktion des Schwarzwildes gefördert werden. Die Maßnahmen dienen der Verringerung des Risikos einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest und erfolgen in Abstimmung mit der Behörde für Justiz und Verbraucherschutz.

Die waffenrechtlichen Bestimmungen bleiben von dieser Allgemeinverfügung unberührt.

Zusätzlich wurde im Rahmen des Tiergesundheitsmonitorings die Aufwandsentschädigung für Einsendung oder Anlieferung von Wildschweinproben aus Hamburg erhöht:

  • Einlieferung von Schwarzwildproben einschließlich Tupfer: 30,00 Euro
  • Einlieferung von Schwarzwildproben von kranken Stücken oder Kadavern: 40,00 Euro
  • Einlieferung von ganzen kranken Stücken oder Kadavern: 100,00 Euro

Das erforderliche Probenset kann beim Institut für Hygiene und Umwelt, Marckmannstraße 129a, 20539 Hamburg 7 Tage die Woche 24 Stunden abgeholt werden. Gleiches gilt für die Abgabe von Proben.

Reisende können ohne ihr Wissen und unbeabsichtigt den Erreger dieser Seuche einschleppen. Aus diesem Grund sollten bei Aufenthalten in Polen, Lettland, Estland Tschechien, Litauen, Russland, Weißrussland und Ukraine direkte Tierkontakte vermieden werden. Es ist vor der Einreise nach Deutschland darauf zu achten, dass Lebensmittel tierischen Ursprungs sowie unbehandelte Jagdtrophäen nicht mitgebracht werden.

Weitere Informationen

Stand: 24. September 2020

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