Haus voller Vielfalt

Bunker an der Feldstraße

Der Bunker an der Feldstraße hat sich von einem historischen Schutzbau zu einem vielseitigen Knotenpunkt im Stadtteil entwickelt. Neben rund 30 Unternehmen aus der Kreativwirtschaft beherbergt der Bunker Gastronomieangebote, Hotelräume und eine öffentlich zugängliche Grünfläche.

Ein Bunker aus dem zweiten Weltkrieg, der auf dem Dach eine Grünfläche hat.
Der Bunker an der Felstraße Rebekka Renk

Inhaltsverzeichnis

Lage & Anreise

Der Bunker ist perfekt angebunden und liegt mitten im Geschehen. Er befindet sich direkt an der Feldstraße und ist ideal erreichbar über die U-Bahn-Stationen „Feldstraße“ oder „St. Pauli“.

  • Nachbarschaft: Der Bunker liegt in direkter Nachbarschaft zum Heiligengeistfeld (Heimat des Hamburger DOM) und dem Millerntorstadion des FC St. Pauli. Auch die Rindermarkthalle ist nur wenige 100 Meter entfernt.

Öffnungszeiten Bergpfad

TagÖffnungszeiten
Montag09:00 bis 20:00 Uhr
Dienstag09:00 bis 20:00 Uhr
Mittwoch09:00 bis 20:00 Uhr
Donnerstag09:00 bis 20:00 Uhr
Freitag09:00 bis 20:00 Uhr
Samstag09:00 bis 20:00 Uhr
Sonntag09:00 bis 20:00 Uhr

Das Herzstück des neuen Bunkers ist sein Dachgarten – eine grüne Oase mitten im Stadtteil. Auf einem 560 Meter langen Bergpfad, der sich um das Gebäude schlängelt, gelangen Besucher*innen entspannt nach oben. Oben angekommen, erwartet sie eine botanische Vielfalt mit rund 4.700 Bäumen, Sträuchern und Gehölzen sowie über 16.000 Stauden. Vom Dachgarten hat man den perfekten Blick auf die Hansestadt. Ziel der Begrünung ist es, das Stadtklima nachhaltig zu verbessern und generationsübergreifende sozialökologische Projekte zu schaffen.

Wichtiger Hinweis: Aufgrund der baulichen Gegebenheiten des Bergpfads sind Hunde und Kinderwagen im Dachgarten nicht gestattet.

Ein Haus voller Vielfalt

Ob Übernachtung, Business-Event oder entspanntes Dinner – der Bunker bündelt diverse Angebote unter einem Dach:

  • Reverb by Hard Rock Hotel: Das Herzstück für Reisende. Mit 134 individuell gestalteten Zimmern bietet es nicht nur Komfort, sondern auch einen der exklusivsten Ausblicke über die Hamburger Skyline.
  • La Sala: Ein Foodsharing-Restaurant mit offener Show-Küche. Hier wird von Frühstück über Lunch bis zum Dinner alles serviert, begleitet von regelmäßigen Live-Musik-Events.
  • Karo & Paul: Die Bar und das Restaurant verstehen sich als Brückenschlag zwischen dem Karolinenviertel und St. Pauli. Ob Cocktails, „Bunker Bites“ oder exklusives Private Dining – hier trifft sich das Quartier.
  • Constant Grind: Die Anlaufstelle für eine entspannte Pause mit erstklassigem Kaffee, Tee und Gebäck, serviert mit Blick über das Treiben.

Wer sich nicht im REVERB by Hard Rock niederlassen, aber seine Reise trotzdem im Hotel verbringen und nicht mit dem Auto anreisen möchte, kann mit dem Bahnhit sparen. Bahntickets, Hotelübernachtung und Hamburg CARD in einem. Alle weiteren Informationen finden Sie unter Reisepaket Hamburg.

Geschichte des Feldstraßenbunkers

Der Bunker auf St. Pauli ist einer von zwei sogenannten Flaktürmen, die während der Zeit des Nationalsozialismus in Hamburg von 1942 bis 1944 von Zwangsarbeitern errichtet wurden. Die riesigen Betonbauten sollten dem Schutz der Bevölkerung im Zweiten Weltkrieg, aber auch der propagandierten Wehrhaftigkeit des NS-Regimes dienen. Zeitweise suchten bis zu 25.000 Menschen in dem Hochbunker auf St. Pauli Schutz vor Luftangriffen.

Viele Bunker in Hamburg sollten nach dem Kriegsende ursprünglich von den Alliierten gesprengt werden, so auch der „Flakturm IV" in der Feldstraße und der zweite Hochbunker in Wilhelmsburg. Aufgrund der dafür benötigen Sprengkraft, die sich wohl auch auf das umliegende Viertel ausgebreitet hätte, sind diese Pläne jedoch nicht umgesetzt worden. Zusätzlich verhinderte der Mangel an Wohnraum nach dem Krieg eine Sprengung. Deshalb wurde der Hochbunker früh umfunktioniert und als Wohnraum genutzt.

Bereits in den Nachkriegsjahren siedelten sich erste kreative Köpfe in dem Bunker auf dem Heiligengeistfeld an. Der Axel-Springer-Verlag blickt auf die erste Redaktion in einem der oberen Stockwerke zurück und entwickelte dort ab 1946 erste Auflagen der Programmzeitschrift „Hörzu". Im Dezember 1952 sendete der NDR, damals noch NWDR, die erste Tagesschau aus dem Bunker, bevor die Rundfunkanstalt nach Lokstedt umzog. In den 1990er-Jahren wurde das Erbpachtrecht des Bunkers schließlich für 50 Jahre an den Investor Thomas J. C. Matzen verkauft und an die Matzen Immobilien GmbH übertragen. Seitdem siedelten sich Medienunternehmen und schließlich auch das Uebel & Gefährlich im Bunker an. Mit dem Projekt Hilldegarden wurde der Erbpachtvertrag zusätzlich bis 2067 verlängert.

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