Fernsehturm Hamburg

Der Hamburger Tele-Michel

Der Fernsehturm als höchstes Gebäude der Hansestadt Hamburg prägt das Stadtbild als allgegenwärtiger Gigant. Wann die Aussichtsplattform und das Dreh-Restaurant wieder eröffnet werden, ist derzeit noch nicht bekannt.

Pixabay

Wiedereröffnung für die Öffentlichkeit!

Betreiber und Konzept sind gefunden, der Tele-Michel wird wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Zuschlag ging am Ende an einen Betreiber-Zusammenschluss aus Hamburg Messe und Congress, Online Marketing Rockstars (OMR) und Home United, dem Unternehmen von Towers-Gesellschafter Tomislav Karajica. 

Die untere Plattform wird eine klassische Aussichtsplattform mit Gastronomie – in 130 Meter Höhe. Von dort haben Hamburger und Hamburg-Besucher einen fantastischen Blick über die Stadt. Die Plattform dreht sich dabei gemächlich und macht eine Umdrehung in der Stunde. Auf der Aussichtsplattform wird es auch etwas zu essen geben, das Catering kommt von Feinkost Käfer. Auch – wie früher – Kaffee und Kuchen soll es geben. Der Lift bringt die Besucher und Besucherinnen in knapp 20 Sekunden nach oben, auf der Plattform können sich bis zu 200 Gäste aufhalten. Eine Etage höher entsteht eine der spektakulärsten Eventflächen der Stadt. Dort ist Platz für zum Beispiel Konferenzen, Videodrehs, Vorstellung von Produkten oder Musikalben oder einen Ausflug mit der Kita – eine Plattform für alle Fälle. 

Was lange währt...

Seit Jahren gab es immer wieder verschiedene Ideen, die Aussichtsplattform des Heinrich-Hertz-Turmes mitsamt Restaurant der Öffentlichkeit erneut zugänglich zu machen. Pünktlich zum 50. Geburtstags des Tele-Michels am 4. Mai 2018 nahmen die Pläne dann konkretere Formen an. Ein großer Schritt in Richtung Wiedereröffnung erfolgte bereits im November 2017, als sich die Stadt, die Bundesregierung und der Betreiber des Fernsehturms, die Deutsche Funkturm GmbH, auf eine konkrete Aufgaben- und Kostenverteilung einigten. Die geplanten Kosten von rund 37 Millionen Euro werden jeweils zur Hälfte von Bund und Land getragen. Die Deutsche Funkturm GmbH verpflichtet sich dazu, den Tele-Michel für mindestens 20 Jahre offen zu halten. 

Der Fernsehturm als Orientierungspunkt in Hamburg

Der im Volksmund als Tele-Michel bekannte Fernmeldeturm im Stadtteil St. Pauli ist als Blickfang aus der Hansestadt nicht mehr wegzudenken. Mit einer Gesamthöhe von 279,2 Metern überragt er alle anderen Gebäude in der Stadt und ist zudem der sechsthöchste Fernsehturm Deutschlands. Nicht nur vom unmittelbar gegenüber liegenden Park Planten un Blomen, sondern auch aus vielen weiteren Ecken der Hansestadt kann die Turmspitze gesehen werden und dient dabei stets als willkommener Orientierungspunkt. Vom Turm aus sind die Messehallen, das Karolinenviertel, das Schanzenviertel und auch das Heiligengeistfeld fußläufig zu erreichen. 

Der Heinrich-Hertz-Turm und seine Aufgabe

Der Turm dient der Abstrahlung von Rundfunk- und Fernsehprogrammen. Benannt ist der Fernsehturm nach dem Hamburger Physiker Heinrich Hertz. Er war einer der wichtigsten Physiker des 19. Jahrhunderts. Berühmtheit erlangte Hertz mit seinen Arbeiten zum experimentellen Nachweis elektromagnetische Wellen. In Hamburg ist neben dem Fernsehturm auch eine Gesamtschule nach dem Physiker benannt worden.

Geschichte des Fernsehturms

Erbaut wurde der Turm aus Stahl und Beton in den Jahren von 1966 bis 1968 durch die Architekten Fritz Trautwein und Rafael Behn. Ihr Entwurf konnte sich in der Endrunde des ausgeschriebenen Architekturwettbewerbs gegen sechs andere Vorschläge durchsetzen. Bei der Planung des Fernmeldeturms in den 60er Jahren wurde von der Stadtplanung der Wunsch geäußert, den Turm mit einem Restaurant und einer öffentlichen Aussichtsplattform auszustatten. Die offizielle Eröffnung der Aussichtsplattform in rund 130 Metern Höhe erfolgte am 1. Mai 1968. Früher drehte sich zudem eine Gastronomieplattform binnen einer Stunde um die eigene Achse. Doch seit dem 1. Januar 2001 ist sowohl die Aussichtsplattform als auch die Gastronomie des Fernsehturms geschlossen. Nachdem der Turm unter anderem wegen Asbestbelastung grundsaniert werden musste, konnten keine neuen Investoren für die Räumlichkeiten gefunden werden. Der Turm steht unter Denkmalschutz.

Sammlung von weiterführenden Inhalten

Hotelbuchung
IMAGO / Depositphotos
Hotelsuche

Das passende Hotel für Ihren Hamburg-Aufenthalt

Sie suchen nach einer Gesamtübersicht der Hotels? Hier können Sie sich auf die Suche machen.

Ein ICE fährt über eine Brücke über der Alster, im Hintergrund die Innenstadt
Hotelbuchung
Mediaserver Hamburg / Andreas Vallbracht
Reise-Special

Entdecken Sie Hamburg – Hotel inklusive Bahnfahrt

Große Freiheit zum kleinen Preis mit flexibler An- und Abreise. Hin- und Rückfahrt mit der Deutschen Bahn inklusive Sitzplatzreservierung.

Logo der Hamburg-Card
Anzeige
Hamburg-Tourismus
Hamburg CARD

Bis zu 50 % Ermäßigung

Die Hamburg CARD bietet Ihnen bis zu 50 % Ermäßigung auf die beliebtesten Highlights der Stadt und auf Wunsch freie Fahrt mit Bus, Bahn und Hafenfähren (hvv).

Zum Weiterlesen

Schwarz-Weiß Foto von verschiedenen Gebäuden mit Leuchtreklamen auf der Reeperbahn
IMAGO / United Archives Sven Simon Archive
Jubiläum auf dem Kiez

400 Jahre Reeperbahn

Die Reeperbahn feiert in diesem Jahr ihr 400-jähriges Jubiläum. Geplant ist ein vielfältiges Programm mit Lesungen, historischen Vorträgen und thematischen Rundgängen.

Museum der Arbeit in Barmbek Nord.
IMAGO / Hoch Zwei Stock/Angerer
Tage der Industriekultur am Wasser

Denkmäler der Industrie entdecken

Das Kulturprojekt bietet Besucherinnen und Besuchern am 27. und 28. September spannende Einblicke in oft unbekannte Industriedenkmäler.

Planetarium Außenansicht
hamburg.de
Interview

Zu Besuch im Planetarium

Mitten im Stadtpark liegt das Hamburger Planetarium. Björn-Henning Kleinwächter arbeitet im Planetarium und verrät, was die Menschen dort begeistert und was das Hamburger Planetarium so besonders macht.