Römischer Garten

Gut versteckt an der Elbe

Die Parkanlage zählt zu den kleinen Perlen Hamburgs. Ein Spaziergang dort ist die perfekte Unternehmung für einen schönen Sonntagnachmittag. Im Sommer locken Theateraufführungen unter freiem Himmel.

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Viele Wege führen in den Römischen Garten

An der Haltestelle Waseberg der Buslinie 48 gibt es, umgeben von hohen bewaldeten Bergen, mehrere Möglichkeiten zum Römischen Garten zu gelangen. Direkt hinter der Haltestelle kann der Wald betreten und ein Berg erklommen werden, auf dem ein Stein prangt. Dieser ist der Sockel eines im 19. Jahrhundert geplanten, aber letztlich nie errichteten Bismarckdenkmals. Oder man überquert die Straße, gelangt ebenfalls in den Wald und nähert sich dem Römischen Garten auf direkterem Wege. Diese Wanderung lohnt sich wirklich, denn solch prächtige Waldlandschaft findet man in Hamburg höchstens noch im Duvenstedter Brook. Mann sollte allerdings festes Schuhwerk tragen und über eine gewisse Kondition verfügen, da sonst sehr schnell die Lunge pfeifen könnte. Denn teilweise wartet der Weg mit recht steilen Steigungen auf. Der direkte Weg zum Römischen Garten führt von der Haltestelle Falkentaler Weg über den Strandweg. Diese Straße führt zur Treppe des Römischen Gartens.

Besonders empfehlenswert ist eine lange Waldwanderung, mit einer Pause am Bismarck-Denkmal auf der anderen Waldseite und der Beendigung des Spaziergangs im Römischen Garten enden. Das ganze dauert dann etwa drei Stunden und ist die perfekte Unternehmung für einen schönen Sonntagnachmittag.

Der Römische Garten und das Freilichttheater

Entstanden ist der erste Teil dieses Fleckchens Grün zwischen 1880 und 1890 unter der Anleitung von Julius Richter. Auf Italienreisen holte er sich die Inspiration für seinen privaten römischen Garten. Aber erst durch den hanseatischen Bankier Moritz N. Warburg wurde er zum Römischen Garten, wie wir ihn heute kennen. Warburg kaufte den einstigen Kösteberger Landsitz auf. In 1951 machte er den Park der Stadt Hamburg zum Geschenk. Der Garten ist eine echte kleine Perle Hamburgs. Ein breiter Sandweg führt durch den Garten, der von zwei Treppen unterteilt wird. Gleich nach dem Betreten der Anlage verläuft rechts eine hohe Steinmauer. Dort führt eine prachtvolle Steintreppe auf eine von Hecken umsäumte Rasenfläche hinab. Diese senkt sich zur Mitte hin ab und ist mittels flachen Stufen zu begehen.

Das Freilichttheater damals und heute

In den 20er und 30er Jahren erlebte der Garten seine Blütezeit als Treffpunkt der Hamburger Gesellschaft. In 1924 wurde hier ein Heckentheater angelegt, das durch eine geschwungene Treppe mit dem oberhalb liegenden Rosengarten verbunden ist. Im Freilichttheater wurden Aufführungen gezeigt, auf der Terrasse speisten die geladenen Gäste oder tanzten zur Musik der Kapelle, die in der kleinen Nische spielte. Diese Tradition hat das Hamburger Theater N.N. wieder belebt. Seit 2005 bespielt es die Freilichtbühne in den Sommermonaten und begeistert das Publikum mit Stücken wie Leonce und Lena von Georg Büchner oder mit Molière, wach auf! von Bettina Katalin. Das Theater hat Platz für zirka 200 Besucher. Von den Stufen eröffnet sich dem Besucher zudem ein wunderschöner Blick über die Elbe - an Sommerabenden eine herrliche Kulisse für die Inszenierungen.

Mehr Infos zu: Geschichte des römischen Gartens

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