Treppenviertel Kurzlaub in Blankenese

Das Treppenviertel in Blankenese zeichnet sich durch verwinkelte Gassen, sch?ne H?user und viele Stufen direkt am Elbhang aus. Am obersten Punkt angekommen, bietet sich dem Besucher ein weitl?ufiger Blick ?ber die Elbe. Der Elbstrand l?dt zu einem Spaziergang ein. Das ehemalige Fischerdorf besitzt zudem eine interessante Geschichte, da es einst d?nisch, ?sterreichisch und preu?isch war.?

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Informationen zu dem Treppenviertel

Adresse
Treppenviertel, 22587 Hamburg
Homepage
Mehr Informationen
?ffentliche Verkehrsmittel
S1 Haltestelle Blankenese

5.000 Stufen im Treppenviertel

Der Elbvorort Blankenese?ist mit seinen verwinkelten Gassen, kleinen am Elbhang liegenden Villen und H?usern mit Kleingartencharakter eine Postkartensch?nheit. Die Geb?ude sind oft mit wei?en Anstrichen versehen und verstr?men so ein zuweilen mediterranes Flair. Das beschauliche Kleinod im Westen Hamburgs ist ein Kontrast zum Gro?stadttrubel der Hansestadt. Zudem gibt es auch einen ins Auge fallenden Unterschied: Der S?llberg und benachbarte Berge sind das h?geligste Terrain weit und breit. So befindet sich zwischen den Stra?en Am Kiekeberg und Strandweg das mit insgesamt knapp 5.000 Stufen Blankeneser Treppenviertel. Allein die Strandtreppe weist 170 Stufen auf. Rundg?nge mit dem Schwerpunkt Treppenviertel f?hren vorbei an Gr?nderzeith?usern, der Kirche am Markt, durch Parks, Treppen hinab und hinauf. ?

Panoramablick und Spaziergang am Elbstrand

Wer den Gipfel des S?llbergs mit seinen?immerhin?72 Metern erklimmt,?dem bietet sich?ein traumhafter Blick auf den Verlauf der Elbe, ein- und ausfahrende Containerschiffe und das?Airbus-Gel?nde?in Finkenwerder. Auf den Terrassen des gleichnamigen Berges l?dt ein Biergarten zu einer Pause und der Elbstrand nach erfolgreichem Abstieg mit traumhafter Kulisse zum Spaziergang ein. Der sich dort befindende Leuchtturm Unterfeuer ist ein beliebtes Ausflugsziel. Sowohl er als auch der Leuchtturm Oberfeuer im Baurs Park k?nnen besichtigt werden. Die T?rme dienen als Richtfeuerlinie f?r elbaufw?rts fahrende Schiffe.

In der Elbe befindet sich zudem das Schiffswrack Uwe. Es kollidierte in 1975 mit zwei weiteren Schiffen und wurde ans Falkensteiner Ufer gebracht.?Neben Erkundungstouren zu Fu? besteht auch die M?glichkeit die malerische Idylle vom Wasser aus zu genie?en. Zahlreiche Anbieter befinden sich an den St. Pauli Landungsbr?cken. Durch das Treppenviertel schl?ngeln sich zudem die sogenannten Bergziegen ? wendige HVV-Kleinbusse der Buslinie 48 ?, die nur in Blankenese verkehren.

Der Waseberg begeistert Radsportler

Angrenzend an das Treppenviertel t?rmt sich mit 87 Metern der Waseberg auf. Dabei handelt es sich um eine 600 Meter lange Stra?e in einem Waldst?ck, die bis zu 15 Prozent Anstieg aufweist. So begeistert das ?Elb d'Huez" des Nordens Radsportfreunde in ganz Norddeutschland. Auf den umliegenden Abfahrten toben sich in schneereichen Wintern Kinder samt ihrer Schlitten aus. Diese Rodelpisten sind in der Hansestadt einmalig.

Landschaft als m?gliche Namensherkunft

Verschiedenste Theorien versuchen die Namensgebung Blankeneses zu rekonstruieren. Die am meisten vertretene Deutung bezieht sich auf eine Kombination aus zwei niederdeutschen W?rtern: ?blank" f?r ?unbedeckt, glatt, gl?nzend? und ?Nes, Nees, N??s" f?r ?Nase". Die sich daraus ergebende "gl?nzende Nase" bezeichnete eine Landzunge, die wie eine Nase vom n?rdlichen Ufer in die Elbe ragte und von den Gezeiten regelm??ig ?bersp?lt wurde, so dass deren Sand in der Sonne gl?nzte. Sie war vermutlich unbewachsen. Diese Landzunge wurde bei der Burchardiflut, einer verheerenden Sturmflut vom 11. auf den 12. Oktober 1634, weggesp?lt. Eine zweite Deutung bezieht sich auf Blankeneses bekannteste Erhebung ? den S?llberg ?, dessen einst unbebaute Kuppe im Gebiet deutlich hervortrat. Die ?bersetzung des ?niederdeutschen Wortes ?Ness" zu ?Nest" spielt an auf Blankeneses Position in einer sichtbaren Mulde des Geesthangs und ist eine dritte Theorie.?

Das ehemalige Fischerdorf Blankenese

Blankenese ist heutzutage eines der teuersten Viertel auf hamburgischem Stadtgebiet. Seine Anf?nge als Fischer- und Lotsendorf innerhalb der schauenburgischen Grafschaft Holstein-Pinneberg waren hingegen eher beschaulich. Die erste urkundliche Erw?hnung fand das Dorf im Jahr 1301. Doch bereits seit dem 11. Jahrhundert bestanden auf dem S?llberg eine bisch?fliche Burg und eine Propstei. Die Burg diente als ?berwachungsposten f?r eine sichere Elb?berfahrt. Gegen Ende des Jahrhunderts wurde die Burg zerst?rt und als gr?fliche Burg der Schauenburger 150 Jahre sp?ter erneut errichtet. Nach nur vier Jahren wurde sie aufgrund von Protesten wieder abgerissen ? sie st?rte die hamburgischen Interessen.?

Im Jahr 1640 fiel die Grafschaft, die selbst Bestandteil des Heiligen R?misches Reiches war, durch Aussterben der Schauenburger an das Herzogtum Holstein unter K?nig Christian IV. von D?nemark. L?nger als 200 Jahre stand Blankenese fortan unter d?nischer Herrschaft. Seine Glanzzeit erlebte das Dorf als eine der m?chtigsten Fischfangflotten D?nemarks am Anfang des 18. Jahrhunderts. Die Fischer lebten zu der Zeit in reetgedeckten Fachwerkh?usern. Eines dieser H?user, das Fischerhaus-Museum an der Elbterrasse 6 wurde 1927 von der Stadt zu Museumszwecken angekauft. Seit 1967 befindet sich in dem Geb?ude zudem eine Seniorentagesst?tte. Das Museum ist von Mai bis Oktober an jedem ersten Sonntag im Monat zwischen 14 und 17 Uhr und nach Absprache ge?ffnet. Mehr Informationen finden Sie auf den Seiten des F?rderkreises Historisches Blankenese e.V.. Der Verein organisiert neben Ausstellungen auch Konzerte.

D?nisch, ?sterreichisch, preu?isch

Die Erhebung Schleswig-Holsteins am 24. M?rz 1848 durch die gleichnamigen Grafschaften f?hrte zu einem dreij?hrigen Krieg mit dem d?nischen K?nig. An diese Auseinandersetzung, in deren Verlauf auch acht Blankeneser ihr Leben lie?en, erinnert ein Gedenkstein im M?hlenberger Weg. Die d?nische Krone behielt nach Niederlage der Schleswig und Holsteins zwar die Hoheit ?ber die Herzogt?mer, doch sie bildeten selbstst?ndige Einheiten innerhalb des Staates.

Holstein geh?rte staatsrechtlich weiterhin zu Deutschland. In den Folgejahren der Schleswig-Holsteinischen Erhebung verweigerten die holsteinischen St?nde weitestgehend die Zusammenarbeit mit der d?nischen Krone und auch deutschnational gesinnte Kreise forderten ab 1859 offen die Losl?sung Holsteins und Schleswigs von D?nemark.

Diese Umst?nde gipfelten im Jahr 1864 im Deutsch-D?nischen Krieg und sorgten daf?r, dass Blankenese innerhalb von zwei Jahren unter drei verschiedenen Regierungen stand: einst d?nisch, dann ?sterreichisch und letztlich preu?isch. Denn nach Kriegsende durften die Herzogt?mer Schleswig und Holstein keine eigenen Regierungen bilden, sondern blieben unter dem Regiment der Siegerm?chte: Holstein unter ?sterreich und Schleswig unter Preu?en. In 1866 vertrieb Preu?en schlie?lich die ?sterreicher und Blankenese wurde ? wie der Rest der ?sterreichischen Provinzen ? am 24. Dezember 1866 ins preu?ische Hoheitsgebiet annektiert.

Blankenese im 19. und 20. Jahrhundert

Mit dem Bau der Elbbr?cken im Verlauf des 19. Jahrhundert endete Blankeneses Funktion als bedeutender F?hrort ?ber die Elbe. Gleichzeitig konnte es sich aber als ein wichtiger Fischhandelsplatz in Norddeutschland etablieren. Erst um 1900 kapitulierten die Bewohner vor den Finanzzw?ngen der Dampfschiff?ra. Der Bahnhof von Blankenese wurde bereits am 19. Mai 1867 offiziell er?ffnet und ist damit das ?lteste Bahnhofsgeb?ude in Hamburg. Die Eisenbahnlinie zwischen Altona und Blankenese verkehrte anf?nglich viermal t?glich. Die ersten Lokomotiven hie?en "Elbe", "Altona"?und "Holstein". Die Anbindung an die Nachbarstadt l?ste einen wahren Bauboom aus. Hamburger Reeder zogen in die N?he Blankeneses und werteten das Gebiet mit ihren Landh?usern und gro?b?rgerlichen Villen auf. Das Stadtzentrum verlagerte sich von der Elbe an die heutige Blankeneser Bahnhofstra?e.

Im Jahr 1919 wurde das Nachbardorf Dockenhuden eingemeindet und acht Jahre sp?ter fiel Blankenese selbst an Altona ? dem Unwillen vieler Einwohner zum Trotz. In den 1930er-Jahren lebten zirka 150 Juden in dem Viertel an der Elbe. Die meisten von ihnen konnten dem Horror des Zweiten Weltkrieges durch Auswanderung entkommen. Doch sechzehn Menschen wurden in Konzentrationslagern ermordet, acht begingen vor der ihnen drohenden Deportation Selbstmord. Mit dem Gro?-Hamburg-Gesetz in 1937/38 wurde Altona und damit auch Blankenese eingemeindet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg befand sich von Januar 1946 bis April 1948 am K?sterberg das Warburg Children Health Home. Der j?dische Bankier Eric Warburg, der noch vor dem Krieg in die USA emigriert war, hatte nach Kriegsende seine Gr?nderzeitvilla f?r ein Kinderheim zur Verf?gung gestellt. Dies war eine in Deutschland einzigartige Einrichtung f?r mehr als 300 j?dische Waisenkinder, die den Holocaust ?berlebt hatten. Die meisten dieser Kinder stammten aus Ungarn und Polen und zogen sp?ter nach Pal?stina. Bisher wurden in Blankenese 27 Stolpersteine verlegt. Mit ihnen soll den Opfern des Nationalsozialismus gedacht werden, die im gleichnamigen Stadtteil gelebt und gewirkt haben.

Bekannte Pers?nlichkeiten des Ortes an der Elbe?

Im Sommer 1861 verbrachte Brahms einen Tag gemeinsam mit Clara Schumann in Blankenese. Im n?chsten Jahr kam er wieder, blieb drei Monate im selben Haus, Brandts Weg Nr. 3. Der Sommergast wohnte vorn, im Wohnhaus, die Eigent?mer waren ins Waschhaus gezogen.

Ab 1882 betrieb die Taucherdynastie Familie Harmstorf an der heutigen Ecke Strandweg und Falkentaler Weg das ?Hotel zum Taucher", sp?ter ?Hotel zum Falkenthal". Es war eines der beliebtesten Ausflugslokale mit eigenem Schiffsanleger, Brillantfeuerwerk und Freilichtkino. Bis zu 6.000 Menschen tummelten sich sonntags vor Ort. Zur Beliebtheit des Lokals trug auch der Lokalgr?nder Friedrich Mathias bei: ?F.M." trank unter Wasser eine Flasche Bier, seine S?hne Alnwick Willy und Ottar, die nach geborgenen Wracks benannt wurden, malten in einem eigens konzipierten Glasbassin ?lbilder. Alnwick Willy tauchte zudem Kaiser Wilhelm II. in Berlin etwas vor und drehte mit Hans Albers einen Taucherfilm. Ein weiterer Gaststar im ?zum Falkenthal"?war die Luftakrobatin ?Elvira von der Peute". Sie tanzte auf einem Drahtseil und erhielt am Tag eine Gage von bis zu 400 Goldmark. Aufgrund der Geldeinbu?en im Ersten Weltkrieg und der nachfolgenden Wirtschaftskrise musste das Lokal schlie?en.

Die geb?rtige hamburgische Komponistin Felicitas Kukuck lebte von 1948 bis 2001 mit ihrer Familie in Blankenese am Elbhang. Die Sch?lerin von Paul Hindemith schrieb Kirchenmusik und sang im Kirchenchor. Ebenfalls in Blankenese lebten die Kunstprofessoren Willem Grimm und Alfred Mahlau. Letzterer unterrichtete Horst Janssen und Vicco von B?low ? besser bekannt als Loriot ? im Zeichnen. Auch der Zeichner und Grafiker Horst Janssen zog im Laufe seines Lebens nach Blankenese. Hans Leip, der Erfinder von ?Lili Marleen"?lebte an der S?llbergsterrasse 37. Ein ehemaliger Bewohner ist Karl Lagerfeld, der schon seit Jahren im Ausland lebt und arbeitet. Die derzeit bekanntesten Bewohner des ?rtchens an der Elbe sind Otto Walkes und Cosma Shiva Hagen.

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Kurzlaub in Blankenese
Das Treppenviertel in Blankenese zeichnet sich durch verwinkelte Gassen, sch?ne H?user und viele Stufen direkt am Elbhang aus. Am obersten Punkt angekommen, bietet sich dem Besucher ein weitl?ufiger Blick ?ber die Elbe. Der Elbstrand l?dt zu einem Spaziergang ein. Das ehemalige Fischerdorf besitzt zudem eine interessante Geschichte, da es einst d?nisch, ?sterreichisch und preu?isch war.?
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