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Opferschutz Checkliste: Umgang mit Opfern und Verletzten

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In Hamburg wurde den ursprünglichen neun Säulen des Handlungskonzeptes "Handeln gegen Jugendgewalt" eine zehnte Säule zum Thema "Umgang mit Opfern und Verletzten" hinzugefügt.

zerbrechender Bleistift

Gewalt Schule Jugendgewalt Opfer Verletzte Hilfe LI Hamburg

Sofortmaßnahmen

  1. Grundsätzlich aufmerksame Wahrnehmung von psychischer Beeinträchtigung, körperlichen Beschwerden und akuten Verletzungen bei Schüler/-innen 
  2. Aktives Zugehen auf verletzte bzw. auffällige Kinder und Jugendliche seitens der Lehrkräfte (Nachfragen, Ansprache, Versorgung des Opfers) – Weiterleitung der Beobachtungen an die Klassenleitung
  3. medizinische Versorgung des Opfers sicherstellen (z. B. Erstversorgung in der Schule, Notruf 112)
    - Bei körperlichen Interaktionen sofortige Unterbindung des Geschehens, Distanz zwischen Kontrahenten
    - Bei Gewalthandlungen sofortige Einschaltung der Polizei (zuständige Polizeiwache oder – bei Gefahr im Verzug – Tel. 110)
  4. Information der Sorgeberechtigten und der Schulleitung


    Einschalten wichtiger Institutionen
  5. Dokumentation des Unfalls bzw. Vorfalls (Klassenleitung)
  6. Unfallmeldung an die Landesunfallkasse (über die Schulleitung)
  7. Information an die Beratungslehrkraft (über die Schulleitung)
  8. ggf. Information der Schulaufsicht (»Besonderes Vorkommnis«)
  9. ggf. Information der Klassenelternvertretung/des Elternrats
  10. ggf. Information an REBUS bzw. Haus- und Krankenhausunterricht bei langfristigen Krankschreibungen (Betreuung, Ersatzunterricht)


    Pädagogische und Ordnungsmaßnahmen
  11. kontinuierliche Opferbegleitung durch die Klassenleitung oder Beratungslehrkraft 
    (ggf. Telefonate, Hausbesuche, ständiger Kontakt zur Familie)
  12. Dokumentation der Kontaktaufnahme, des Genesungsverlaufs, weiterer Maßnahmen/Verabredungen
  13. Bearbeitung des Unfalls bzw. Vorfalls in angemessenem Rahmen
    - Klassengespräch über den Verletzungshintergrund
    - ggf. Wiedergutmachungsgespräch zwischen Kontrahenten
    - ggf. Krisen­intervention in der Klasse bei schweren Unfällen
    - ggf. Einleitung von Ordnungsmaßnahmen bei Gewalthandlungen

    Entscheidungen und Rückkehr in den Alltag
  14. Beratungsgespräch (Familie, KL, BL/SL) nach langfristiger Krankschreibung
    - à Festlegung der Rückkehr in die Klasse/Schule
    - à Festlegung eines verbindlichen Ansprechpartners
  15. Klassengespräch zur Re-Integration des Opfers (ggf. Unterstützung durch BL)
  16. ggf. Präventionsmaßnahmen für die betroffenen Klassen (Erste-Hilfe-Maßnahmen, Präventionsunterricht der Polizei, weitere Angebote von Opfereinrichtungen)
  17. Planung von Fortbildungsmaßnahmen (z. B. Erste-Hilfe-Kurs, Traumatisierung, Gewaltprävention, Krisenintervention)

Weitere Informationen bei der 
Beratungsstelle Gewaltprävention:

Hamburger Straße 129
22083 Hamburg
Tel.: (040) 4 28 63 - 7020
Fax: (040) 4 27 31 - 1646
E-Mail: gewaltpraevention@bsb.hamburg.de  

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Danke für Ihr Interesse!

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