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Botschafter-Kampagne der UmweltPartnerschaft Holger Stanislawski gibt Gas für Umweltschutz und Nachhaltigkeit

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Mit seinem Rewe-Center spielt Holger Stanislawski in der Champions League der Supermärkte. Sein Spielfeld ist etwa so groß wie der heilige Rasen am Millerntor, wo er 18 Jahre den FC St. Pauli geprägt hat. In Winterhude stehen nicht 11 Männer auf dem Platz, sondern etwa 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Holger Stanislawski setzt in seinem Markt auf Energieeffizienz, nachhaltige Produkte und will noch mehr Artikel aus der Plastikverpackung holen. Er wünscht sich, dass mehr Unternehmen grüner werden und macht sich deshalb als Botschafter für die UmweltPartnerschaft Hamburg stark. Auf Social-Media-Kanälen und Plakaten wirbt er für den freiwilligen betrieblichen Umweltschutz.

Holger Stanislawski, UPHH Markenbotschafter

Holger Stanislawski gibt Gas für Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Herr Stanislawski, was ist Ihre Motivation als Botschafter der UmweltPartnerschaft Hamburg?

Das Thema Umwelt muss ganz oben stehen. Alle Forscher sagen, dass wir Gas geben müssen, weil das Eis in der Arktis schmilzt. Wir machen viel richtig, wenn wir jetzt und dauerhaft an den vielen Rädchen rund um den Umweltschutz schrauben. Das ist der Weg – und deshalb bin ich gerne dabei als Botschafter der UmweltPartnerschaft Hamburg.

Was tun Sie in Ihrem Markt für den Umweltschutz?

Mit Unterstützung der Rewe Group optimieren wir permanent an ganz verschiedenen Stellen. Im vergangenen Jahr haben wir zum Beispiel unsere Lampen auf LED umgestellt. Im Parkhaus haben wir Schranken eingebaut, die über Nummernschilderkennung funktionieren. Mit dem neuen System steht man nur noch einen ganz kurzen Moment an der Schranke. Wir haben hier 25.000 Leute pro Woche im Markt und etwa 80 Prozent kommen mit dem Auto. Wir sparen also viele Emissionen mit den neuen Schranken. Für 2022 planen wir einen Kühlungsumbau und setzen auf ein sehr umweltschonendes, energieeffizientes Verfahren. Wir haben 60 Meter Kühlschränke und etwa 70 Tiefkühltruhen – so einen Austausch kriegt man nicht an einem Nachmittag hin. Eine neue Heizungsanlage planen wir auch. All diese Maßnahmen sind richtig teuer, aber es ist uns wichtig, die Themen jetzt anzufassen.

Wie versuchen Sie in Ihrem Sortiment den Nachhaltigkeitsgedanken umzusetzen?

Jedes Jahr führen wir bis zu 700 Gespräche, um neue Produkte aufzuspüren. Wir haben ein Sortiment von etwa 70.000 Artikeln und stellen jede Menge regionale Waren ins Regal, viele  unserer Produkte haben ein Bio-Siegel. Gerade Start-ups geben wir eine Chance, bei denen bewegt sich richtig viel in Richtung Nachhaltigkeit. Und besonders beim Thema Tierwohl machen wir uns viele Gedanken. Über unserem Eierregal können die Kundinnen und Kunden zum Beispiel per Livekamera verfolgen, wie die Hühner im Stall hin- und herflitzen. Bei unseren Fleischlieferanten haben wir uns die Höfe angeguckt. Natürlich können wir nicht für jeden Lieferanten die Hand ins Feuer legen, aber wir achten auf kurze Wege und eine vernünftige Haltung. Besser einmal weniger Fleisch und dafür gute Qualität. Hack für 99 Cent ist fatal. Was wir hier verkaufen, das ist unsere Entscheidung. Manche Dinge wollen wir nicht und die machen wir auch nicht.

Verbraucherinnen und Verbraucher sagen immer wieder, dass ihnen das Tierwohl und die Herkunft wichtig sind. Oft entscheidet am Ende aber doch der Preis, was im Einkaufskorb landet. Wie wird sich die Nachfrage künftig entwickeln?

Wie beobachten seit der Pandemie ein Umdenken beim Einkaufen. Das ist vielleicht das einzig Positive, das wir aus Corona ziehen können. Die Leute hatten plötzlich viel mehr Zeit sich mit Lebensmitteln auseinanderzusetzen. Bei uns sind Nischenprodukte auf einen Schlag um 200 Prozent nach oben gegangen. Der Kunde ist jetzt bereit, die Bio-Kichererbsen auszuprobieren. Gerade die Nachfrage nach biologischem Obst und Gemüse hat richtig angezogen. Wir sehen in unserem Laden: Es kostet mehr, aber die Kunden sind bereit diesen Weg mitzugehen. Wir bieten viele Produkte zum Probieren an und halten den Kunden hochwertige Lebensmittel immer wieder unter die Nase. Aber na klar, der qualitative Unterschied macht auch einen finanziellen Unterschied. Und damit hier auch weiterhin Leute mit schmalem Geldbeutel einkaufen können, brauchen wir auch die Preiseinstiegsprodukte.

Gurken findet man jetzt in der Regel ohne Plastikfolie. Wie geht es weiter beim Dauerbrennerthema Verpackungen?

Mir erschließt sich auch nicht, warum manche Waren zwei oder drei Mal mit Plastik umwickelt sind. Da müssen wir in den Ring steigen. Ich glaube fest, dass wir künftig weniger und nachhaltigere Verpackungen haben. Aber wir müssen eben auch Hygiene und Sicherheit gewährleisten. Ich kann dem Kunden seinen Gouda nicht auf die Hand geben. Und die meisten Leute kommen nicht mit 60 Dosen zum Einkaufen. Wir brauchen gute und praktikable Lösungen. Alle Akteure müssen an einen Tisch – Konsumenten, Politik, Industrie, Entsorger und wir als Händler. Bei der Gurke gab es lange Streit um die Folie. Und natürlich ist es sinnvoll, dass sie weg ist. Aber zur Wahrheit gehört auch: Sobald eine Delle in der Gurke ist, bleibt sie im Regal liegen. Da brauchen wir ein Umdenken bei den Kundinnen und Kunden, so ehrlich müssen wir zueinander sein. Sachen wegzuschmeißen, die eine kleine Macke haben, ist auch keine Lösung.

 

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