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Dioxin Bohr- und Erkundungsarbeiten im Naturschutzgebiet Boberger Niederung

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Im nördlichen Bereich des Naturschutzgebiets Boberger Niederung wurde aufgrund eines Dioxinfunds Boden untersucht und Teile der Böschung wurden abgesperrt.

Bodenuntersuchungen wegen Dioxinfund im Naturschutzgebiet Boberger Niederung

Im nördlichen Bereich des Naturschutzgebiets (NSG) Boberger Niederung hat die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft bei so genannten Hintergrund-Messungen zufällig deutlich erhöhte Dioxinwerte im Erdreich festgestellt, die vermutlich in den 1960er Jahren entstanden sind. Um diesen ersten Hinweisen nachzugehen, haben am Donnerstag, den 25. Oktober 2018 Erkundungen der Untergrundverhältnisse begonnen. Hierzu wurden für eine erste Orientierung in einem vier Hektar großen Gebiet im nördlichen Bereich des NSG zahlreiche Untersuchungen durchgeführt. Die Ergebnisse wurden bei der zweiten Informationsveranstaltung am Dienstag, den 29. Januar 2019 präsentiert. 

Über weitere Beprobungen bis Mitte 2019 wurde der Schadensschwerpunkt abgegrenzt und der oberflächennah hoch belastete Bereich vollständig abgesperrt.

Von Juli bis Ende September 2020 wurden die tieferen Bodenschichten der gesamten Böschung beprobt, um den Schaden in die Tiefe abzugrenzen und wichtige Daten im Hinblick auf eine spätere Sanierung zu sammeln. Die Ergebnisse liegen noch nicht vollständig vor.

Pressemitteilung

Weitere Informationen

Was wird genau gemacht?

Das Untersuchungsgebiet wurde in 18 Arbeitsfelder eingeteilt und nach den Vorgaben der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) beprobt, um die genaue Ausbreitung des Schadens zu ermitteln. Aus den Ergebnissen wird ein Sanierungskonzept erarbeitet.

Welche Einschränkungen gibt es?

Es ist erforderlich, den östlichen Teil der Böschung weiterhin abzusperren. Daher ist der Zugang am Parkplatz „Unterberg“ gesperrt. Ein Besuch der Fläche ist nur über den Eingang am Parkplatz Walter-Hammer-Weg möglich. Das komplette Durchqueren des Waldstückes ist nicht möglich. Bitte benutzen Sie den Fußweg an den Bahngleisen.

Hintergrund:

Bei der zu untersuchenden Fläche handelt es sich um einen Böschungsbereich beiderseits des Moorweges im NSG Boberger Niederung. Die Böschung ist in weiten Teilen mit Unterholz bewachsen und wurde bisher nicht als altlastverdächtig eingestuft, da es keine Hinweise auf Abfälle und mögliche Belastungen gab. Ein Luftbild aus dem Jahr 1962 legt nun die Vermutung nahe, dass damals zusammen mit möglichweise per Bahn oder per LKW angeliefertem Boden- und Bauschutt auch illegaler Industrieabfall abgekippt wurde. Die Suche nach dem Verursacher wurde ebenfalls aufgenommen.

Für Rückfragen:

 

E-Mail: bodenschutz-altlasten@bukea.hamburg.de

Telefon: 040 - 428 40 5285

Kontakt

Amt für Naturschutz, Grünplanung und Bodenschutz

Bodenschutz und Altlasten

Weitere Informationen

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