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Themenwochen 26. September – 27. November 2018 Kulturwochen Mittlerer Osten

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Kulturwochen Mittlerer Osten 2018

Kulturwochen Mittlerer Osten

Zum Konzept der Kulturwochen Mittlerer Osten in Hamburg gehörte es von Anfang an, die Vielfältigkeit der Region in den Blick zu nehmen. Doch wie sieht es heute aus? Vor drei Jahren schrieb der Islamwissenschaftler und Autor Navid Kermani in der ZEIT: „Es gibt diese Welt nicht mehr“ und erklärte seinen persönlichen Abschied von einem vielgestaltigen, gemischten, toleranten Orient. Doch die Menschen sind noch da: Assyrer, Aramäer, Armenier, Jesiden, Christen, Juden und Muslime unterschiedlichster Richtungen. Wer sind sie, woher kommen sie und wie ergeht es ihnen heute?

Fast alle unsere Referentinnen und Referenten sind Angehörige einer dieser Gruppen und im Mittleren Osten geboren. Wir freuen uns besonders auch über Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die ihre eignen Erfahrungen und Geschichten mitbringen.

Lassen Sie sich herzlich einladen zu Information, Begegnung und Austausch!

Hanna Lehming | Nahostreferentin der Nordkirche

Abut Can | Landeszentrale für Politische Bildung Hamburg

Mittwoch, 26. September 2018 | 18:30 Uhr

Uni Hamburg, Westflügel, Raum 221 (ESA W 221), Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg

Wie soll die deutsche Gesellschaft aussehen?

„Weil ich Jesidin bin und die demokratischen Werte verteidige, erhalte ich Todesdrohungen.“ So beginnt Düzen Tekkals Buch „Deutschland ist bedroht. Warum wir unsere Werte jetzt verteidigen müssen“. Unerschrocken spricht die Fernsehjournalistin und Filmemacherin die deutsche Türkeipolitik, IS-Terror in Europa und Fehler der deutschen Integrationspolitik an. Sie warnt vor den „bösen Zwillingen“ des islamistischen und des nationalistischen Extremismus und fordert die deutsche Gesellschaft auf, ihre demokratischen Werte zu verteidigen. Wie können Demokratie, Minderheitenschutz und Religionsfreiheit gestärkt werden und was tragen die Kirchen dazu bei?

Mit Düzen Tekkal diskutieren:

Dr. Ursula Günther, Arbeitsstelle Ökumene – Interkulturelle Kirche im Kirchenkreis HH-Ost und Pater Richard Nennstiel, Beauftragter für interreligiöse Beziehungen im Erzbistum Hamburg.

Moderation: Hanna Lehming, Nahostreferentin der Nordkirche

In Kooperation mit dem Institut für Religions-, Missions- und Ökumenewissenschaften der Universität Hamburg.

Dienstag, 23. Oktober 2018 | 19 Uhr

Metropolis-Kino, Kleine Theaterstr. 10, 20354 Hamburg

Leyla - Junge Bürgermeisterin einer kurdischen Stadt

Deutschland 2016, Regie: Aslı Özarslan

Gast: Leyla Imret, Cizre/Bremen

Leyla, eine in Deutschland lebende Kurdin, kehrt mit 26 Jahren ihren Heimatort Cizre zurück. Dort wird sie zur Bürgermeisterin gewählt, der jüngsten in der Türkei. Sie hofft, die vom Bürgerkrieg zerstörte Krisenregion und Kurdenhochburg wieder zu einem lebenswerten Ort machen zu können. Doch dann kommt alles anders und Cizre wird schließlich zerstört. Während der dramatischen Ereignisse wird Leyla Imret von der Regisseurin Aslı Özarslan mit ihrer Kamera begleitet. Im Anschluss an die Filmvorführung laden wir ein zum Gespräch mit Leyla Imret.

Eintritt: 3 Euro

Moderation: Abut Can, Landeszentrale für politische Bildung

Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Tage des Exils 2018 statt. www.tagedesexils.de

Donnerstag, 1. November 2018 | 19 Uhr

Ökumenisches Forum Hafencity, Shanghaiallee 12, 20457 Hamburg

Die Zerstörung des Sakralen – Topographie verwüsteter Kirchen in Syrien

Kirchen unterschiedlichster christlicher Traditionen prägen das Bild Syriens, seiner Geschichte und Kultur. Für die christliche Minderheit sind sie Lebens- und Glaubensorte. Entscheidend aber: Sie geben den Christen Halt. Syrien heute, das ist die Topographie der Zerstörung, besonders auch der Kirchen. An den zum Teil Jahrtausende alten sakralen Gebäuden hat sich ein Gewaltexzess ausgetobt. Aber er traf nicht nur Mauern. Das Verschwinden der Kirchen zielt auf eine Vernichtung der Christen.

Dr. Salam Al-Abdullah, gebürtige Syrerin, ist Architektin und lebt in Hamburg.

Moderation: Hanna Lehming, Nahostreferentin der Nordkirche.

In Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Hamburg (ACKH).

Donnerstag, 15. November 2018 | 19 Uhr

Ökumenisches Forum Hafencity, Shanghaiallee 12, 20457 Hamburg

Der Mittlere Osten ohne Christen? Auswanderung, Vertreibung und Verschwinden der Christen aus der arabischen Welt

Jahrhundertelang waren die Länder des Vorderen Orients – die heutige Türkei, Syrien, Libanon, Palästina, Ägypten, Nordafrika – fast zur Gänze christlich. Mit dem Entstehen und der Ausbreitung des Islam wurden die Christen zu einer Minderheit. Seit Jahrzehnten halten nun Auswanderung und Vertreibung der orientalischen Christen aus ihrer Heimat an. Eine fast zweitausendjährige Kultur steht vor dem Aus, und das Christentum droht seine geschichtlichen Wurzeln zu verlieren.

Martin Tamcke: „Wenn der Mittlere Osten eine Zukunft haben soll, dann braucht er die Christen.“

Prof. Dr. Dr. hc mult. Martin Tamcke ist Professor für Ökumenische Theologie und Orientalische Kirchen und Missionsgeschichte an der Universität Göttingen. Er gilt als der herausragendste Experte der interkulturellen Kirchengeschichte und der Sprachen und Kulturen der christlichen Völker des Mittleren Ostens.

Moderation: Hanna Lehming, Nahostreferentin der Nordkirche

In Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Hamburg (ACKH).

Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Tage des Exils 2018 statt. www.tagedesexils.de

Mittwoch, 21. November 2018 | 19 Uhr

Tschaikowsky-Saal ( U-Messehallen ), Tschaikowskyplatz 2, 20355 Hamburg

Wer sind die Nusayrier? Die arabischen Alawiten – ihre Religion und Geschichte

Die Nusayrier bzw. Alawiten sind bereits seit dem 10. Jahrhundert im Großraum Syrien ansässig. Seit dem 18. Jahrhundert wanderten sie auch in die Südtürkei. In Syrien stellen die Alawiten etwa 10% der Bevölkerung, in der Türkei leben geschätzte 250 - 300.000 Menschen alawitischen Glaubens. Ihre Muttersprache ist Arabisch. In der Mehrheitsbevölkerung halten sich hartnäckige Vorurteile und offene Ablehnung den Alawiten gegenüber. Oft werden sie als Häretiker bezeichnet, obgleich sie sich selbst als Muslime betrachten.

Prof. Dr. Gisela Procházka-Eisl, Turkologin, Universität Wien

Moderation: Hanna Lehming, Nahostreferentin der Nordkirche

Dienstag, 27. November 2018 | 19 Uhr

Ökumenisches Forum Hafencity, Shanghaiallee 12, 20457 Hamburg

Land der Tränen – Krieg in Syrien und kein Ende

Im Jahr 2016 erhielt Tarek Bashour ein Stipendium der Evangelischen Kirche, um die Zerstörung der Kirchen in seinem Heimatland Syrien zu dokumentieren. Die Begegnung mit den Menschen dort ließ ihn nicht los. „Mit vielen Männern habe ich geweint, mit vielen Müttern habe ich mir Sorgen gemacht, weil sie nicht wissen, wie sie am nächsten Tag Milch für ihre Kinder besorgen können. Mit den Jungen habe ich an die Zukunft gedacht und versucht, auch die Finsternis der Zukunft mit auszuhalten.“ Die Bilder und Erlebnisse, die Tarek Bashour von Syrien zeigt, zeugen vom unermesslichen Leiden eines Volkes. Wie lange noch?

Tarek Bashour, gebürtiger Syrer, ist Rechtsanwalt und lebt derzeit in Gütersloh.

Moderation: Pastorin Annette Reimers-Avenarius, ACK Hamburg

In Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Hamburg (ACKH).

Veranstalter und Kontakt:

Zentrum für Mission und Ökumene
Nahostreferat

Pastorin Hanna Lehming
Agathe-Lasch-Weg 16, 22605 Hamburg
Telefon +49 40 881 81 - 224
E-mail: h.lehming@nordkirche-weltweit.de
www.nordkirche-weltweit.de

 

Landeszentrale für politische Bildung
Abut Can
Wissenschaftlicher Referent, Migration und Integration
Dammtorstraße 14, 20354 Hamburg
Tel:  42823-4812
E-Mail: abut.can@bsb.hamburg.de

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