Behörde für Schule und Berufsbildung

Ringvorlesung ab 14.11.2018 „1918/19 - Auf/Brüche im östlichen Europa“

Mi., 14. November 2018 - Mi., 23. Januar 2019

„1918/19 - Auf/Brüche im östlichen Europa“

Termin/Ort

Mittwochs, 16 Uhr -  18 Uhr,
Universität Hamburg, Flügelbau West (ESA-W), Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg

Der Eintritt ist frei.

Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges 1918 ging die imperiale Ordnung des 19.  Jahrhundert zu Ende. Der Zerfall der drei großen Imperien - Österreich-Ungarn, zarisches Russland und  Osma-nisches Reich, die die Geschicke Mittel- und Osteuropas bestimmt hatten, hinterließ ein machtpolitisches Vakuum.  Für die Völker im östlichen Europa bedeutete das Ende der Imperien den Aufbruch in eine neue politische, gesellschaftliche und kulturelle Ordnung, vor allem aber in die staatliche Unabhängigkeit. Die 1918/19 (wieder)erlangte Staatlichkeit wird heute, 100 Jahre danach, von Prag bis Tallinn, von Warschau bis Belgrad gefeiert.

Die Ringvorlesung bietet eine breite Auseinandersetzung mit den Ereignissen 1918/19 und seinen Folgen aus der Perspektive verschiedener Fachbereiche wie Geschichte, Literatur- und Politikwissenschaft. Die Vortragenden widmen sich in ihren Beiträgen den Prozessen, die vor 100 Jahren im östlichen Europa ihren Anfang nahmen und  deren langfristigen Auswirkungen sowohl für einzelne Länder als auch für die gesamte Region, wobei ein besonderer Fokus auf nationale Minderheiten gelegt wird.

Die Vortragsreihe wurde von der Landezentrale für politische Bildung Hamburg, dem Nordost-Institut (IKGN e.V.) in Lüneburg sowie den Osteuropastudien Universität Hamburg gemeinsam konzipiert und organisiert.

Die Rinvorlesung wird auch im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesen an der Universität Hamburg angeboten.

14. November 2018
Vom Ende der ‚Landtreter‘. Die osteuropäischen Kontinentalimperien nach dem Ersten Weltkrieg
Referentin: Prof. Dr. Kerstin Jobst, Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät, Universität Wien

21. November 2018
Nachwirkungen des Friedensvertrages von Trianon in Ungarn
Referent: PD. Dr. Krisztián Ungváry, Leitender Forscher der Ungarischen Nationalbibliothek, Budapest
Achtung: Hauptgebäude, Flügel Ost, Raum 221

28. November 2018
„Wo ist mein Platz?" Der Nationalitätenkonflikt in der Tschechoslowakischen Republik: Tschechen, Slowaken, Deutsche und Juden im neuen Staat.
Referent: PD. Dr. Petr Málek, Institut für Slavistik, Universität Hamburg

05. Dezember 2018
Das Ende des Ersten Weltkriegs und der Zerfall der Imperien - jüdische Perspektive
Referentin: PD. Dr. Alina Molisak, Institut für Polnische Literatur, Universität Warschau

12. Dezember 2018
Schwierige Staatengründung im Baltikum:  Estland, Lettland, Litauen
Referenten: PD. Dr. David Feest (Estland), Detlef Henning, M.A. (Lettland), Prof. Dr. Joachim Tauber (Litauen)
IKGN e. V. - Nordost-Institut an der Universität Hamburg

09. Januar 2019
Erinnerung als Zukunft: Die Konstruktion der jugoslawischen Nation nach 1918
Referentin: Prof. Dr. Marie-Janine Calic, Historisches Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München

16. Januar 2019 (VORTRAG MUSS LEIDER ENTFALLEN)
Der Einfluss historischer Entwicklungen und regionaler Strukturen auf die Wahlentscheidung in Polen
Referent: Dr. Kamil Marcinkiewicz, Politikwissenschaft, Universität Hamburg 

23. Januar 2019
Lemberg, Czernowitz und danach. Der große Krieg macht die Städte zu
Referenten, Juri Andruchowytsch, Schriftsteller, Ivano-Frankivsk

Verantwortliche der Landeszentrale für politische Bildung
Behörde für Schule und Berufsbildung
Dr. Sabine Bamberger-Stemmann
Dammtorstraße 14, 20354 Hamburg
Tel.: 040 42823-4808
annika.samesch@bsb.hamburg.de