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Tagung am 25.3.2019 Unvollendete Dekolonialisierung

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Dimensionen deutscher Verantwortung

Unvollendete Dekolonialisierung

Termin/Ort

Mo., 25. März 2019, 14.30 Uhr – 21.30 Uhr,
Palais Esplanade, Esplanade 15, 20354 Hamburg

Die Teilnahme ist kostenlos. Voranmeldung ist erforderlich.

Frankreich will seinen früheren Kolonien Kunstschätze zurückgeben. Deutschland hingegen ringt nach wie vor damit, die Verantwortung für den ersten Völkermord in Afrika zu übernehmen. Warum tun wir uns mit unserer Kolonialvergangenheit so schwer? Und welche Folgen müsste eine ernsthafte Aufarbeitung nach sich ziehen – politisch, wirtschaftlich, mental und museal?

Während in Hamburg der Kolonialismus einst den Wohlstand mehrte, existieren gegenwärtig auch erste bemerkenswerte Ansätze zu einer selbstkritischen Neuorientierung: An der Universität wurde eine Forschungsstelle eingerichtet, das Völkerkundemuseum wurde umbenannt und der Senat bat die Nachkommen der Herero und Nama um Vergebung für den im heutigen Namibia begangenen Völkermord.

Zuletzt hat die Debatte über Kolonialismus so sehr an Fahrt gewonnen, dass lange festgefügte Positionen ins Wanken geraten sind und plötzlich ihr Gegenteil möglich erscheint.

War es bis vor kurzem noch völlig undenkbar, dass auch deutsche Museen auf Kunstschätze verzichten sollen, die seit über einem Jahrhundert in ihrem Depot liegen, so ist das plötzlich ein reales Szenario. Nicht nur in Berlin, wo Ende des Jahres das Humboldt-Forum eröffnet werden soll.
Wie verträgt sich aber Sammlerstolz mit der Einsicht, dass Kolonialismus historisch gesehen ein Verbrechen war und ist? Wie wird überhaupt in den Staaten und Gesellschaften Afrikas die neue Diskussion über (Post-) Kolonialismus wahrgenommen?

Folgender Programmablauf ist geplant:

- 14.30 Uhr Begrüßung und Einführung

- 14.45 Uhr Der Diskurs über Deutschlands Kolonialvergangenheit

Ein Streifzug von der Weimarer zur Berliner Republik

  • Prof. Dr. Winfried Speitkamp, Kulturwissenschaftler und Präsident der Bauhaus-Universität Weimar

- 15.45 Uhr Wie Rassismus aus Wörtern spricht, Sprache und Bewusstsein dekolonisieren

  • Prof. Dr. Susan Arndt, Afrika- und Literaturwissenschaftlerin, Universität Bayreuth

- 17.00 Uhr Postkolonial oder neokolonial?

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Afrika und Europa

  • Prof. Dr. Hans-Heinrich Bass, Wirtschaftswissenschaftler, Hochschule Bremen 

- 17.45 Uhr Museen und Dekolonisierung

Die Herausforderungen für Hamburg Impulse und Gespräch mit

  • Prof. Dr. Hans-Jörg Czech, Direktor des Museums für Hamburgische Geschichte
  • Prof. Dr. Matthias Glaubrecht, Wissenschaftlicher Direktor des Centrums für Naturkunde, Hamburg
  • Prof. Dr. Barbara Plankensteiner, Direktorin des Museums am Rothenbaum – Kulturen und Künste der Welt, Hamburg

- 19.30 Uhr Herausforderung Koloniales Erbe – Deutschlands Verantwortung

Podium mit

  • Fabian Mühlthaler, Leiter des Goethe-Instituts Yaoundé (Kamerun)
  • Ruprecht Polenz, Sondergesandter der Bundesregierung für die deutsch-namibischen Beziehungen
  • Prof. Dr. Jürgen Zimmerer, Afrikahistoriker und Leiter der Forschungsstelle „Hamburgs (Post-)Koloniales Erbe“ der Universität Hamburg

Konferenzmoderation:

  • Dr. Sabine Bamberger-Stemmann, Landeszentrale für politische Bildung, Hamburg
  • Jürgen Heilig, Evangelische Akademie der Nordkirche, Hamburg

Anmeldungen bitte an E-Mail:  hamburg@akademie.nordkirche.de

Für die Tagung wird bei der Hamburger Behörde für Schule und Berufsbildung die Anerkennung der Tagung als Veranstaltung der politischen Bildung nach §15 des Hamburgischen Bildungsurlaubsgesetzes beantragt. Eine entsprechende Bescheinigung zur Vorlage beim Arbeitgeber kann auf Anfrage ausgestellt werden.
Eine Veranstaltung der Evangelischen Akademie der Nordkirche in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

 

Verantwortlich: Dr. Sabine Bamberger-Stemmann

Rückfragen
Behörde für Schule und Berufsbildung
Landeszentrale für politische Bildung
Annika Samesch | Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: (040) 428 23-4808, E-Mail: annika.samesch@bsb.hamburg.de

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